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Die besten Teams in der Geschichte der Basketball Bundesliga

Wer war die beste Mannschaft in der Geschichte der Basketball-Bundesliga? Hochkarätig besetzte und erfolgreiche Teams gab es sowohl in der näheren Vergangenheit als auch vor Jahrzehnten; im Jubiläumsbuch "50 Jahre Basketball Bundesliga" (Infos unter www.50JahreBBL.de) werden acht herausragende Mannschaften der Ligageschichte vorgestellt, hinzu kommt der Champion von 2016 aus Bamberg:

Brose Baskets 2015/16

© Daniel Löb

Die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri sweepte als eines von nur fünf Teams in der Bundesliga-Geschichte in den Playoffs alle drei Gegner - und das mit einer noch nie erreichten durchschnittlichen Differenz von 24,6 Punkten. Dazu gab es mit zauberschönem Passspiel Euroleague-Siege gegen Großmächte wie ZSKA Moskau, FC Barcelona, Maccabi Tel Aviv, Olympiakos Piräus – und am Ende fehlte nur ein Sieg zum ersten Einzug eines deutschen Teams ins Viertelfinale. In der Rotation regierten obenrum drei großartige Combo-Guards: Saison-MVP Brad Wanamaker, der lettische Wunderschönspieler Janis Strelnieks und der griechische Titelhamster Nikos Zisis. Aus deutscher Sicht kamen Scharfschütze Lucca Staiger und der überraschend stark spielende Rookie Patrick Heckmann auf dem Flügel zum Einsatz. Finals-MVP Darius Miller (102 NBA-Spiele) netzte in den Finals verstörende 16 seiner 19 Dreier ein (84,2 Prozent). Am Brett sorgte mit den deutschen Nationalspielern Daniel Theis und Elias Harris sowie dem Italiener Nicolo Melli und dem Kroaten Leon Radosevic ein athletisches Quartett für Aufsehen. Dem erfahrenen Center Yassin Idbihi blieb nur der Job als Notfall-Absicherung.

FC Bayern München 2013/14

© Camera 4

Die Meisterschaft von 2014 war der erste Titel für die Bayern seit den beiden Meisterschaften vor der Bundesliga von 1954 und 1955 und dem Pokalsieg von 1968. Mit Heiko Schaffartzik, Steffen Hamann, Lucca Staiger, Demond Greene, Paul Zipser, Robin Benzing und Yassin Idbihi standen sieben Nationalspieler im Kader, die – Stand Oktober 2015 – zusammen 597 Länderspiele in der Vita hatten. Dazu eine potenzielle Startformation aus ausländischen Profis, die zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat: Aufbau Malcolm Delaney (MVP der Saison und der Finals), Topscorer Nihad Djedovic, Vielflieger Bryce Taylor und fürs Brett Deon Thompson und John Bryant (zweifacher Liga-MVP) – mit Chevy Troutman und Boris Savovic stand zudem weitere Verstärkung für den Frontcourt parat. In der Euroleague erreichte das Team die Runde der besten 16 Teams, in den Playoffs der Beko BBL wurden Ludwigsburg (3-1), Oldenburg (3-2) und Berlin (3-1) niedergekämpft.

 

Brose Baskets 2011/12

© Daniel Löb

Das Bamberger Team von Headcoach Chris Fleming, welches das dritte Double in Serie sicherte, steht im Verdacht, die beste Mannschaft der Ligageschichte zu sein. Mit Aufbau Brian Roberts, Komplettpaket P.J. Tucker auf der Vier und Center Tibor Pleiß landeten drei Spieler später in der NBA. Dazu gab es die Anführer John Goldsberry, Anton Gavel und Casey Jacobsen (287 NBA-Spiele). Und von der Bank kam auch noch jede Menge Firepower: Center-Athlet Marcus Slaughter, der danach zu Real Madrid ging, der serbische Zonentänzer Peja Suput, Kettenhund Karsten Tadda und Julius Jenkins, der 2008 und 2010 noch zum MVP und besten Offensivspieler der Beko BBL gewählt worden war. Für die später aufblühenden Jünglinge Maurice Stuckey und Philipp Neumann blieb zumeist nur Garbage Time. Was für ein Kader!

ALBA BERLIN 1997/98

© Camera 4

4-0 gegen Leverkusen, 3-0 gegen Trier und 3-0 im Finale gegen Ulm – bei der zweiten Meisterschaft Berlins marschierte die Mannschaft von Svetislav Pesic 1998 ohne Niederlage durch die Playoffs. Zudem gelang der beste Auftritt eines deutschen Teams im höchsten europäischen Vereinswettbewerb: In der Europaliga wurde im Playoff-Achtelfinale PAOK Saloniki mit 2:1 bezwungen, aber durch ein 0-2 im Viertelfinale gegen AEK Athen der Sprung ins Final Four verpasst. Die Rotation bestand neben dem russischen Nationalspieler Vasillij Karassev auf der Eins, dem holländischen Centertier Geert Hammink und Iceman Wendell Alexis nur aus deutschen Nationalspielern: Vladi Bogojevic und Mithat Demirel auf der Eins, Henrik Rödl, Marko Pesic, Jörg Lütcke und Henning Harnisch auf dem Flügel, Stephen Arigbabu, Chris Welp und Stipo Papic auf den großen Positionen.

Bayer 04 Leverkusen 1995/96

© Camera 4

Von Leverkusens sieben Meisterschaften in Serie eine Mannschaft hervorzuheben, ist schwierig. 1995/96 hatte Headcoach Dirk Bauermann das legendäre US-Duo Clinton Wheeler und Kannard Johnson nicht mehr am Start, aber mit Aufbau Chris Corchiani (112 NBA-Spiele) und Scoring-Maschine Tony Dawson (der ältere Bruder von NBA-Star Jerry Stackhouse) war adäquater Ersatz am Start. Der Rest der Rotation bestand aus Nationalspielern: am Brett das Center-Trio Chris Welp, Hansi Gnad und Sascha Hupmann sowie im Backcourt Mike Koch, Denis Wucherer und Henning Harnisch. Die Hauptrunde wurde mit 48:4 souverän vor Berlin (38:14) abgeschlossen, in den Playoffs dann Oberelchingen (4-0), Bamberg (3-0) und Berlin (3-1) gewogen und für zu leicht befunden. Bis heute der letzte Titel des Rekordmeisters, danach folgte aufgrund der vielen Wechsel wegen des Bosman-Urteils der Umbruch.

Steiner Bayreuth 1988/89

Les Habegger hatte die Mannschaft nach dem Pokalsieg 1988 weiter verstärkt. Neben Topscorer Calvin Oldham, Kapitän Mike Koch, Anthony Reuss und Routinier Buzz Harnett standen nun auch Aufbau Bo Dukes, die Nationalspieler Uwe Sauer und Bertram Koch sowie der deutsch-polnische Center Jacek Duda im Kader. Im Pokalfinale gab es bei Leverkusen einen 89:67-Triumph. In den Playoffs wurden per lockerem Aufgalopp zuerst Gießen (2-0) und Köln (3-0) besiegt – im Finale ging es wieder gegen Leverkusen. Nach zwei Partien lag Bayreuth 0-2 zurück, glich aber aus und gewann das fünfte Spiel in der neuen Oberfrankenhalle mit 83:77 – das einzige Mal in der Geschichte der Liga, dass ein Team in den Finals ein 0-2 noch drehen konnte.

BSC Saturn Köln 1987/88

© privat

Bis dahin die am besten besetzte Mannschaft der Ligageschichte. Am Brett die deutschen Center-Ikonen Klaus Zander und Hansi Gnad (Basketballer des Jahres in der Saison), dazu der eingedeutschte Big Man Rick Hunger, Manny Winter und Bernd Kater. Im Backcourt rannten die Nationalspieler Uwe Sauer, Mike Jackel und Stephan Baeck um die Wette und mit Bryan Warrick gab ein Combo-Guard den Ton an, der zuvor 169 Spiele in der NBA absolviert hatte. Der US-Center Ralph McPherson kam in der Regel nur im Europapokal der Landesmeister zum Einsatz, wo die Kölner es als erster Bundesligist unter die besten acht Teams schafften. In den Playoffs besiegte die Mannschaft von Headcoach Tony DiLeo Hagen (2-0), Bayreuth (2-0) und Leverkusen (3-1).

ASC 46 Göttingen 1983/84

© privat

Der amtierende Meister Göttingen rüstete für die Titelverteidigung noch mal auf: Nach der Einbürgerung von Forward Wilbert Olinde kam US-Aufbau Donald Mason als Verstärkung in eine Rotation mit Nationalspielern wie Mike Jackel, Armin Sowa, Ingo Mendel, Dirk Weitemeyer und Ecki Lodders. Mit 26:0 stellte die Mannschaft einen neuen Startrekord in der Bundesliga auf und besiegte Köln als großen Rivalen sowohl im Pokalfinale (75:76 und 83:65 aus Göttinger Sicht) als auch im Playoff-Finale (81:73 und 86:77). Aufbau Mason und Trainer Terry Schofield fehlen auf dem Foto, da sie direkt nach Spielende kränklich nach Hause fuhren.

TuS 04 Leverkusen 1971/72

© privat

1970 und 1971 hatten die gerade wachsenden Riesen vom Rhein unter Trainer Günter Hagedorn bereits das Double abgeräumt. Dann kam mit Nationalspieler Didi Keller aus Mainz der zweitstärkste deutsche Center ins Team und damit an die Seite des besten deutschen Centers Norbert Thimm. Dazu stiegen die Nationalspieler Günther Pollex aus Hagen und Otto Reintjes vom Oberligisten Feuerbach zu, und UCLA-Forward John Ecker wurde als Amerikaner verpflichtet. Das Team marschierte ungeschlagen durch Vor- und Zwischenrunde sowie das Halbfinale, und auch im Finale wurde Gießen mit 80:71 und 70:67 zwei Mal besiegt. Unglaublich: Das Triple-Double blieb verwehrt, da der Verband den zweimaligen Double-Sieger für den Pokal gesperrt hatte, weil das Team zu dominant sei.

Quellen:

Quelle für diese Liste ist neben der digitalen Datenbank der easyCredit BBL, die seit der Saison 1998/99 geführt wird, das Archiv der ehemaligen Basketball-Zeitung, welche vor der digitalen Ära das amtliche Organ des Deutschen Basketball Bundes und damit des Ausrichters (bis 1998) der Basketball Bundesliga war. Außerdem wurden die Ergebnisse mit Nationalspielern aus den zurückliegenden Jahrzehnten besprochen und gegebenenfalls ergänzt. Trotzdem freuen wir uns über Hinweise aus der Basketball-Gemeinde  zur Geschichte unserer Liga – gerne hier per Email.

Allen Fans, die sich für die Geschichte der Liga interessieren, sei unser Buch „50 Jahre Basketball Bundesliga“ empfohlen, welches unter www.50JahreBBL.de bestellt werden kann.

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