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BIG - Basketball in Deutschland
„Ich persönlich freue mich sehr, dass Giffey für mich spielen will“ - Sasa Obradovic im BIG-Interview

„Ich persönlich freue mich sehr, dass Giffey für mich spielen will“ - Sasa Obradovic im BIG-Interview

— BIG, Frank Weiss

Sasa Obradovic führte das junge Team von Alba Berlin überraschend bis ins Finale der Beko BBL. Mit der Verlängerung seines auslaufenden Vertrags ließ er sich dann aber Zeit. BIG sprach mit ihm über Angebote von anderen Klubs, warum er am Ende in Berlin geblieben ist und über die Perspektive seiner Mannschaft

Sasa Obradovic, nach der Saison soll es Interesse von namhaften Klubs an Ihnen gegeben haben – von Vitoria und Kasan war die Rede. Wie schwer war es, dem zu widerstehen?

Vorweg: Das Budget ist immer eine wichtiger Punkt. Die Wahrscheinlichkeit, mit einem größeren Budget ein besseres Ergebnis zu erzielen, ist einfach höher. Ich kann in meiner Karriere nicht stehen bleiben. Dennoch: Geld war auch in meiner Karriere wichtig, aber nicht entscheidend. Als ich als Spieler bei Alba war, gab es ein großes Angebot von Efes Pilsen. Doch ich fühlte mich bei Alba wohl. Ich wollte nicht gehen. Auch nicht für eine Million Dollar Gehalt. Ich habe das Gefühl, dass sich mein Karriere in die richtige Richtung bewegt. Natürlich bin ich mir der Gelegenheit bewusst. Das sind Optionen, die nach einer Sekunde auch schon wieder weg sind. Es gab Gespräche über meinen Agenten. Ich hatte aber nicht das Gefühl, dass ich gehen muss. Auch meine Familie wollte gerne bleiben. Auch wenn sie meine Entscheidung natürlich respektiert und unterstützt hätte.

Was waren die Gründe, bei Alba zu bleiben?

Wir haben hier eine Basis geschaffen. Spieler, die verstehen, was ich will. Das macht es viel einfacher. Auch mit einem im Vergleich zu anderen Klubs vielleicht kleineren Budget. Wir haben eine besondere Chemie im Team. Das lässt man nicht einfach hinter sich. Auch nicht für einen vielleicht besseren Vertrag anderswo. Oder für ein höheres Spieler-Bugdet. Auch wenn es starkes Interesse von Laboral Kutxa gab, und viele in Spanien dachten, ich wäre schon dort, habe ich mich für Alba entschieden. Und zu dieser Entscheidung stehe ich. Ich bin froh, hier zu sein und freue mich auch die neue Saison.

Wenn Sie sagen, Ihre Entwicklung geht in die richtige Richtung: Was ist Ihr Ziel als Trainer?

Ich will nicht Durchschnitt sein. Das bekommen die Spieler in jedem Training zu spüren. Ich habe immer hohe Ziele. Ich will zur ersten Gruppe von Trainern gehören. Ich weiß, ich bin nah dran. Doch ein Schritt fehlt noch, und die richtige Chance.

Sie glauben, diesen Schritt können Sie auch mit Alba machen?

Ja. Erstmals seit langer Zeit haben wir so etwas wie Kontinuität. Wir haben Spieler, die hier zufrieden sind und weiter Vertrag haben. Die richtigen Charaktere zu bekommen, war sehr wichtig. Wir haben letzten Sommer einen guten Job gemacht. Vor allem mit den drei Schlüsselspielern Hammonds, Redding und Radosevic. Sie waren einer der Gründe für unseren Erfolg vergangene Saison. Ich will jetzt die Leistung der anderen nicht kleinreden, doch sie haben uns Stabilität gegeben. Man konnte spüren, wenn einer von ihnen fehlte. Wie Radosevic, der einige Spiele verpasst hatte. Da war sichtbar, wie schwer es ohne ihn war. Das ist die Basis, die wir haben. 

Die Saison war ein Erfolg, doch am Ende wurde Bayern München Meister. Was hat gefehlt?

Jeder sagt, wir hatten eine erfolgreiche Saison. Was hat gefehlt? Manchmal stößt man an Grenzen, die zum Beispiel mit mangelnder Erfahrung zusammenhängen, noch nicht viele große Spiele erlebt zu haben. Oder plötzlich mit einer Chance konfrontiert zu sein, die man noch nie vorher hatte. Das sind alles Dinge, die viele unterschätzen. Natürlich sind wir nächste Saison als Team ein Jahr erfahrener und reifer. Doch es wird nicht einfacher werden. Auch auf die anderen Teams trifft das zu. Hinzu kommen die zwei Top-Teams, die noch mehr investieren werden. Es wird sehr schwer für uns, diese Saison zu wiederholen. Wenn wir auf die Favoriten kommen, sind wir bei den Bayern und Bamberg. Bamberg spielt keine Euroleague und wird Zeit haben, sich auf die Liga-Spiele vorzubereiten.

Mit Niels Giffey hat sich ein umworbener deutscher Spieler für Alba entschieden. Wie wichtig ist diese Verpflichtung?

Es ist eine großartige Verpflichtung für uns alle, auch für die Fans. Er kommt nach Hause, nach Berlin. Für den Klub ist es ein großer Erfolg, ihn zu bekommen, denn auch Bamberg wollte ihn unbedingt. Mich persönlich freut es sehr, dass er für mich spielen will.

Wo sehen Sie Giffeys Stärken?

Er ist ein guter Hustler, ein athletischer Verteidiger und großartiger Shooter. Das müssen wir nutzen. Dazu macht er viele Dinge, die nicht sofort zu sehen, auf dem Parkett aber sehr wichtig sind. Ich habe große Erwartungen an ihn. Gleichzeitig muss er aber zunächst die Umstellung vom College-Basketball schaffen.

Das komplette Interview könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der BIG lesen (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

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