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Ulm-Geschäftsführer Thomas Stoll: „Ich erwarte sportlich das beste Jahr, das es bisher in Deutschland gab“

Ulm-Geschäftsführer Thomas Stoll: „Ich erwarte sportlich das beste Jahr, das es bisher in Deutschland gab“

— ratiopharm ulm

ratiopharm ulms Manager Dr. Thomas Stoll spricht im Interview über die früh abgeschlossene Kaderplanung, die Konkurrenz in der Beko BBL und das Potenzial der eigenen Mannschaft.

Herr Stoll, der Kader von ratiopharm ulm steht so früh fest wie lange nicht… es sieht so aus, als ob Sie alle Ihre Wunschspieler bekommen hätten?

So kann man das nicht sagen – wobei wir sicher etwas Glück hatten, dass viele Sachen zusammengepasst haben. Und natürlich haben wir unsere Wunschspieler im Kader – sonst hätten wir die Spielersuche nicht abgeschlossen. Jetzt muss dieser Kader aber auch erst einmal produzieren.

Das Prunkstück der neuen Mannschaft scheint der Backcourt zu sein: mit Günther, Mason-Griffin, Harris, Klobucar, Schwethelm, Hess und Clyburn vereint sich hier jede Menge Offensiv-Potenzial.

Auch hier würde ich erst mal um Geduld bitten. Tommy kommt nach einer zweijährigen Verletzung zurück, hier muss man abwarten, wie schnell er Anschluss findet. Aber sicher haben wir mit Jaka und CJ Spieler, die scoren können. Unser Problem im letzten Jahr lag aber mehr darin, die gegnerischen Guards zu stoppen. Mit der Tiefe, die wir jetzt haben, sollte das einfacher werden.

Aber auch die letzten beiden Verpflichtungen – Leunen und Savovic – lassen aufhorchen… schließlich kommen da zwei Jungs mit Euroleague-Format.

Die Spielerverpflichtung ist ja immer ein langer Prozess. Boris Savovic hatten wir schon auf der Liste, als er vor zwei Jahren mit Belgrad gegen uns gespielt hat. Ihn zu überzeugen, war relativ einfach, weil er in München zwar Deutscher Meister wurde, aber nicht die Rolle hatte, die er spielen wollte. Bei Maarty Leunen war es eine andere Situation – er wollte nach fünf Jahren in Cantu wechseln und suchte als 28-jähriger Familienvater mit zwei Kindern Stabilität. Da ist die Beko BBL in Europa mittlerweile sehr gut angesehen – außerdem hat er wohl viele positive Dinge über Ulm gehört.  

Ein bisschen eine Wundertüte scheint Isaiah Philmore zu sein: Obwohl er den deutschen Pass hat, ist er in der Beko BBL so gut wie unbekannt… was trauen Sie ihm zu?

Bei Isaiah ist es eine einfache Geschichte. Wir wussten von seinem deutschen Pass und wenn man seine Stats anschaut, sind die nicht schlechter als die eines Keaton Nankivils vor drei Jahren. Ja, er ist ein Rookie, muss sich an die Liga gewöhnen – aber das Schöne ist, er ist in Deutschland aufgewachsen und spricht die Sprache. Ich glaube, er wird sich schnell einfinden und vom Talentlevel her glaube ich, dass er für die deutsche Position zu einer der Überraschungen der Liga werden kann.

Neues Terrain ist auch die EuroChallenge. Nach zwei aufregenden Jahren im Eurocup tritt ratiopharm ulm nun im vermeintlich weniger bedeutsamen Wettbewerb an. Was waren die Gründe, was sind die Erwartungen?

Ich glaube, dass die EuroChallenge ein starker Wettbewerb ist, den man nicht unterschätzen sollte. Außerdem qualifizieren sich die Finalteilnehmer automatisch für den Eurocup – insofern ist da auch eine sportlich sehr interessente Komponente dabei.

Zurück zur Kaderplanung: Während Bamberg kräftig aufrüstet ist es bei den andern „Großen“ (Berlin, München, Oldenburg) noch ruhig. Haben Sie schon (neue) Tendenzen in der Liga beobachtet? 

Man sieht ganz deutlich, dass die Top-Vier noch einmal deutlich aufrüsten – die Budgets wachsen hier im siebenstelligen Bereich. Bamberg hat vom Papier her ein Team, das so noch nie in der Bundesliga aufgelaufen ist. Wir müssen einerseits schauen, dass die Lücke zu den Top-Vier nicht größer wird, anderseits rüstet auch die Konkurrenz hinter uns auf. Die Liga hat sich bisher jedes Jahr entwickelt und ich glaube, sportlich wird das nächste Jahr das beste, was es bisher in Deutschland gab.

Foto: Camera4

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