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Ulmer Headcoach Leibenath im Preseason Interview: „Der dicke Watz ist kein Muss Florian Achberger

Ulmer Headcoach Leibenath im Preseason Interview: „Der dicke Watz ist kein Muss"

— ratiopharm ulm

Headcoach Thorsten Leibenath ist zurück aus den USA und spricht im Interview über seine neue Mannschaft, Basketball-Kulturen und die Entwicklung seines neuen Spielsystems.

Leibenath über die Kaderzusammenstellung:

„Zu Beginn der Offseason stellt man sich sein neues Team meist noch ganz anders vor. Ich hätte mir damals noch einen klassischen Center gewünscht, doch über die letzten Wochen hat sich herauskristallisiert, dass ich mich mit einer etwas kleineren Aufstellung sehr gut anfreunden kann und wir dafür die passenden Spieler verpflichten wollten. Zum ersten Mal haben wir außerdem zwei Spieler aus dem europäischen Ausland dabei – auch damit hätte ich im Mai noch nicht gerechnet.“

…über eine dritte Basketball-Kultur und Toughness:

„Boris Savovic und Jaka Klobucar haben mich durch ihre Spielweise beeindruckt. Beide agieren sehr physisch und sind immer auf Attacke aus. Körperliche Schmerzen interessieren dabei nicht. Diese Eigenschaften werden uns gut tun. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Verteidigung zu verbessern. Mit Jaka und Boris verfügen wir nun über zwei Spieler, die neben ihren offensiven Qualitäten vor allem sehr defensivstark sind.“

…über die Entwicklung des taktischen Konzeptes:

„Alles, was ich basketballerisch wahrgenommen habe, fließt nun in meine Überlegungen mit ein. Wenn ich beispielsweise in der Spielvorbereitung einen Spielzug beim Gegner sehe, den ich gut finde, versuche ich Elemente davon für die neue Saison einzubauen. Dazu habe ich mir zahlreiche Notizen während der Vorsaison gemacht. Zu einem großen Teil orientiere ich mich an meinen Spielern. Wie kann man diese am besten in Szene setzen? Es gibt also sehr viele Einflüsse, woraus sich Schritt für Schritt ein stimmiges Konzept entwickeln soll. Ich kann aber auch schon verraten, dass einige Dinge in der Vorbereitung über den Haufen geworfen werden und das taktische Konzept an die neuen Erkenntnisse angepasst wird.“

…über die Veränderung des Spiels:

„Penetration wird in der kommenden Saison eine große Rolle einnehmen. Trotzdem werden wir den Ball auch in den Low Post passen. Auch unsere etwas kleineren Spieler werde ich vermehrt aufposten lassen, denn unsere vermeintlich kleinen Spieler sind gar nicht so klein: Will Clyburn ist groß, Adam Hess ist groß, Philipp Schwethelm ist groß und Jaka Klobucar ist groß. Das Spiel wird sich also ein wenig verändern – auch, weil ich denke, dass es kein unabdingbares Muss ist, einen dicken Watz (Anm. d. Red.: massiger Center) unter dem Korb stehen zu haben, um erfolgreichen Basketball zu spielen.“

…über die Wichtigkeit der Dreipunkte-Würfe:

„Ich mag Dreipunkte-Würfe. Ich mag Dunkings genauso, aber der Dreipunkte-Wurf zählt einfach mehr und alleine deswegen gebührt ihm eine privilegierte Rolle im Basketball-Spiel. In einem offensiven Konstrukt sollte man den Dreier meiner Meinung nach hervorheben. Dies ist uns in der Vergangenheit sehr gut gelungen und ich bin optimistisch, dass uns das in der kommenden Saison wieder gelingen wird.“

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