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BIG - Basketball in Deutschland
Don't believe the hype - Berlins Nationalspieler Niels Giffey im BIG-Portrait fotoduda.de

Don't believe the hype - Berlins Nationalspieler Niels Giffey im BIG-Portrait

— BIG, Bastian Teinert

Niels Giffey war der Wunschspieler von ALBA BERLIN. Die Erwartungshaltung in seiner Heimatstadt Berlin ist riesig. Der Vergleich mit Klub-Legende Henrik Rödl schnell gefunden. Doch der Rückkehrer will sich davon nicht beeinflussen lassen.

Kaum da, schon gehypt. Niels Giffey ist wieder zu Hause. Willkommen in Berlin, Hauptstadt so mancher Luftschlösser und natürlich auch des Hypes. Darum kommt auch Giffey nicht herum. Noch vor seinem ersten Auftritt im gelben Trikot wird er mit ALBA-Legende Henrik Rödl verglichen. Gut, Rödl war nur einmal College-Meister. 1993 mit North Carolina. Giffey hat die March Madness mit UCONN zweimal im Triumph beendet (2011 & 2014). Doch Beko BBL und Euroleague sind auch für Giffey ein anderes Parkett.

Alba ist an der großen Erwartungshaltung nicht ganz unschuldig. Geschäftsführer Marco Baldi sagt: „Niels ist besonders für uns und soll der Anker unserer Programms werden.“ Auch der Coach bleibt nicht bescheiden. „Niels hat große Qualitäten, ein Anführer zu werden“, so Sasa Obradovic. Sollte der Berliner Junge in vier Jahren im ländlichen Storrs an der Universität von Connecticut vergessen haben, wie die Hauptstadt tickt: Willkommen zu Hause!

Bisher nimmt er den Hype locker. „Es ist genauso, wie ich es wollte. Ich spiele in der Nationalmannschaft, bin da auch gestartet. Wenn du zu ALBA BERLIN gehst, ist da immer ein gewisser Erfolgsdruck. Solange mich die Coaches und die Mitspieler weiterhin so gut unterstützen, habe ich ein gutes Selbstbewusstsein und lasse mich von solchen Dingen nicht allzu sehr beeinflussen. Vor allem was von außen kommt", sagt Giffey. Auch die Sache mit Henrik Rödl – für ihn kein Problem. Im Gegenteil. Giffey: „Der Vergleich mit Henrik ist eine Ehre für mich. Er war über drei Jahre mein Coach, Inspiration und Vorbild für mich. Ich mag seine Art und seine Persönlichkeit extrem. Wenn er mit der College-Jacke und dem Ring in die Halle kam, war das ein Anreiz für mich, auch diesen Weg zu gehen. Er hat mich in meinem Werdegang schon sehr beeinflusst."

Eines aber war bei den Huskies von UCONN so, wie es jetzt bei den Albatrossen ist. Niels ist der Schütze vom Dienst. Er lässt den Spalding fliegen. In seinem Abschlussjahr hatte er die beste Dreierquote seines Teams (48,3 Prozent). Bei Alba ist sein Händchen noch heißer. Nach fünf Spielen, darunter auch die gegen die Bayern und gegen die Spurs, hat er acht von dreizehn Versuchen aus der Distanz getroffen (61,5 Prozent). Fünf Spiele sind nicht viel, aber durchaus ein klasse Auftakt. Zudem wurden alle Spiele gewonnen und das ist für Niels immer noch das Wichtigste. Giffey: „Wir hatten einen Super-Start. Ich bin mit mir schon zufrieden, damit meine ich gar nicht die Statistiken. Ich versuche, mit dem Spielsystem von Coach Obradovic klarzukommen und da meine Nischen zu finden.“

Giffey betont, dass die Erfolge gegen die Bayern und den NBA-Champion aus San Antonio nichts Zählbares bringen. Und doch heben sie die Laune und zeigen den Charakter dieses Teams. Schon in der Vorsaison hob kein Berliner ab. Egal ob nach dem Sieg im Champions Cup gegen Bamberg, dem klaren Erfolg gegen die Bayern im Herbst (94:74) oder der Super-Serie im Frühjahr, als man 17 Spiele ungeschlagen blieb. Diese Haltung scheint auch der Alba-Jahrgang 2014/2015 zu haben. Niels trägt garantiert dazu bei. Bescheiden und doch hungrig, bissig auf dem Parkett, gerade in der Defense. Klingt nach Rödl? Mag sein. Baldi lobt seine Nummer fünf jedenfalls: „Niels zeigt bis jetzt das, was wir uns erhofft haben. Es geht gar nicht darum, ob er alle seine Würfe trifft oder nicht. Es geht darum, dass er die Verantwortung sucht und auch übernimmt, das macht, was wir von ihm erwarten.“

Den kompletten Artikel könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der BIG lesen (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

- Die Heim-EM 2015: Alles rund um die große Chance für den deutschen Basketball 
- Anton Gavel: Der ehemalige Bamberger erklärt, warum er nach München wechselte
- Karten Tadda: Der letzte Überlebende aus der großen Bamberger Ära im Interview
- Dr. Axel Schweitzer: ALBA BERLINs Aufsichtsrats-Chef spricht zum 25-jährigen Jubiläum 
- Sven Schultze: Der Routinier erklärt seinen Wechsel nach Bremerhaven
- Raoul Korner: Braunschweigs Trainer und Sportdirektor spricht im Interview über seine neue Macht
- Die 10 größten Überraschungen: Welcher Spieler in der noch jungen Saison unerwartet überzeugten
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- Julian Albus: Der Aufstieg des Tübinger Talents zum A2-Nationalspieler
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- Think: Patrick Femerling
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