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Keine höhere Gewalt: Schiedsgericht bestätigt die Entscheidung des Spielleiters Matthias Kuch

Keine höhere Gewalt: Schiedsgericht bestätigt die Entscheidung des Spielleiters

— Beko BBL

Höhere Gewalt kann nicht geltend gemacht werden, da ein Stau kein unvorhersehbares und unabwendbares Ereignis ist / Phoenix Hagen behält die positiven Wertungs- und Korbpunkte, für die Crailsheim Merlins bleibt es bei der umgekehrten Wertung

Das Schiedsgericht der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) unter dem Vorsitz von Wolfgang Schreier hat die Entscheidung des Beko BBL-Spielleiters Dirk Horstmann hinsichtlich der Wertung der Partie Phoenix Hagen gegen die Crailsheim Merlins bestätigt und die Berufung der Crailsheim Merlins gegen die Entscheidung des Spielleiters in vollem Umfang zurückgewiesen. Damit bleibt es bei Wertung von 2:0 Wertungspunkten und 40:0 Korbpunkten für Phoenix Hagen und 0:2 Wertungspunkten sowie 0:40 Korbpunkten für die Crailsheim Merlins. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ist endgültig. Damit ergibt sich auch nach der Spielordnung die Konsequenz, dass Phoenix Hagen gegen die Crailsheim Merlins eine pauschale Entschädigung in Höhe von 50.000 Euro geltend machen kann.

Als Begründung nannte der Schiedsgerichtsvorsitzende, dass die von den Crailsheim Merlins im Schiedsgerichtsverfahren geltend gemachte „höhere Gewalt“ nicht vorläge. Aufgrund der Wetterprognosen und Wetterwarnungen, die schon zwei Tage vor dem Spieltag im Internet abrufbar gewesen seien und die auf einen bevorstehenden Wintereinbruch hingedeutet hätten, hätte der Klub am Reisetag, trotz eines Zeitpuffers von über neun Stunden bei der Reiseplanung, mit Unwägbarkeiten rechnen müssen. Unter diesen Umständen hätte der Klub nur dann sorgfältig gehandelt, wenn er die Anreise nach Hagen einen Tag früher angetreten hätte, argumentierte das Beko BBL-Schiedsgericht.

Die Crailsheim Merlins, die am 27. Dezember aufgrund eines Verkehrsstaus verbunden mit einer Sperrung der Autobahn sowie anschließend eingetretener widriger Witterungs- und Straßenverkehrsverhältnisse nicht rechtzeitig zur Austragung des Beko BBL-Spiels in Hagen angetreten waren (Tip-Off wäre um 18.30 Uhr gewesen), hatten fristgerecht gegen die Entscheidung des Beko BBL-Spielleiters den Einwand der „höheren Gewalt“ für die fehlende Spielbereitschaft und das Nichtantreten mit der Begründung des Vorliegens einer Unvorhersehbarkeit der Ereignisse geltend gemacht.

Nachdem Dirk Horstmann am Dienstag, den 30. Dezember, erstinstanzlich den Einwand der Crailsheim Merlins mit der Begründung, dass ein Stau auf der Autobahn nach ständiger Verbandsrechtsprechung kein unvorhersehbares oder ein unabwendbares Ereignis sei, zurückgewiesen und auch der Crailsheimer Berufung am 7. Januar 2015 nicht abgeholfen hatte, hatte sich das Schiedsgericht in der Besetzung Wolfgang Schreier, Wolfgang Pertek und Georg Schmidt mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt.

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