FB Twitter Instagram YouTube Google+
Beko BBL TOP FOUR
Die Telekom Baskets beim Beko BBL TOP FOUR: Bonner Bench Connection möchte für die Pokal-Sensation sorgen

Die Telekom Baskets beim Beko BBL TOP FOUR: Bonner Bench Connection möchte für die Pokal-Sensation sorgen

— Martin Vogel

Bis zum Wochenende stellen wir jeden Tag ein Team vor - diesmal die Telekom Baskets Bonn: 20 Jahre alt, noch immer titellos. Mit einem tiefen Kader und wichtigen Spielern, die von der Bank kommen, sind die Bonner wieder auf der Jagd nach dem ersten Schmuckstück für die Pokalvitrine.

Genre: Offense wins games – und ohne gewonnene Spiele muss man über Titel nicht einmal nachdenken. Die Stärke liegt im Angriffsspiel: Gleich fünf Bonner treffen durchschnittlich mindestens einen Dreier pro Spiel.

Hauptdarsteller: Ein guter Kapitän geht voran – das weiß man von James T. Kirk bis Jack Sparrow. Benas Veikalas ist da keine Ausnahme: Der litauische Distanzwurf-Spezialist spielt seine vierte Saison in Bonn und netzt zuverlässig knapp 40 Prozent seiner Dreier ein. Mit elf Punkten im Schnitt ist er der viert­beste Punktesammler, doch vor allem seine Entschlossenheit in der Crunch Time macht ihn zu einem Spieler, den jeder gegnerische Trainer ganz dick im Scoutingbericht anstreicht:

Regisseur: In Bonn hat Mathias Fischer endlich den großen Durchbruch auf der Beko BBL-Bühne geschafft: Waren die Posten in Rhöndorf, Hagen und Köln noch Nebenrollen, gab es danach in Luxemburg und Österreich erstmals die volle Verantwortung – inklusive der ersten Auszeichnungen. Seine erste Chef-Station bei den Gießen 46ers endete für den zweimaligen „Österreichs Trainer des Jahres“ aber 2013 unschön – und öffnete damit für den in Bonn aufgewachsenen Ex-Spieler der Telekom Baskets den Weg zu seinem Traumjob beim Heimatverein.

Bester Nebendarsteller: Wenn er auf dem Feld ist, wird öfter abgehoben als bei Top Gun (siehe Video): Ryan Brooks ist einer der besten Dunker in der Liga und für die Special Effects zuständig. Nach Stationen in Gießen und Frankfurt ist der Flügel aus Philadelphia in seiner zweiten Spielzeit am Rhein, liefert diese Saison von der Bank kommend 9,9 Punkte im Schnitt ab und verteidigt auf dem Flügel, was ihm vor die Flinte kommt.

Bösewicht: „Gino“ klingt schon nach Pate, Goodfellas & Co. – und in Sachen „böser Blick“ kann sich Marlon Brando bei Eugene Lawrence noch etwas abschauen. Der Point Guard, der satte 105 Kilo auf 1,83 Meter verteilt, zeigt seinen Kollegen genau an, wo der Gegner verwundbar ist – und schickt sie dann auf Missionen, ihnen wirklich weh zu tun – wie 5,2 Assists im Schnitt beweisen. Wir warten noch immer auf den ersten Pferdekopf auf einer gegnerischen Bank.

Outtakes: Drei Mal standen die Telekom Baskets Bonn bis jetzt im Pokalfinale, zuletzt 2012 in eigener Halle. Auf den ersten Titel wartet man in der ehemaligen Hauptstadt allerdings noch immer.

Zahlen zum Film: So einen breiten Kader hat nicht einmal Danny Ocean zur Verfügung: Neun Männer in Magenta stehen mehr als 14 Minuten im Schnitt auf dem Parkett, keiner länger als 27 Minuten. Das tut der guten Zusammenarbeit keinen Abbruch: 18,5 Assists sind Bestwert unter den Teams bei der Pokalendrunde – und gut genug für den dritten Rang in der Liga. Die Bonner Bankspieler steuern außerdem rund 40 Punkte im Schnitt pro Spiel bei.

Was bisher geschah: Hinter den drei großen B’s liegen die Bonner in einer komfortablen Lauerstellung und kämpfen mit Ulm um die Chance auf das Heimrecht in der ersten Playoff-Runde. Die Bonner bezwangen zwar Meisterschaftsfavorit Bamberg, leisteten sich aber auch Ausrutscher gegen Hagen oder Bayreuth. Keine Probleme hatten die Jungs vom Rhein allerdings mit Göttingen: Neben zwei Siegen in der Liga gab es auch in der Pokal-Qualifikation ein 92:83 gegen die „Veilchen“.

Bisherige Auszeichnungen:

And the Oscar goes to: Bonn ist Außenseiter, aber gefährlich. Wenn die Rheinländer es schaffen sollten, Gastgeber Oldenburg im Halbfinale zu bezwingen, sollte sich der Gegner im Endspiel auch gegen den „ewigen Vizemeister“ vorsehen.

comments powered by Disqus
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport