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Beko BBL TOP FOUR
Die EWE Baskets Oldenburg beim Beko BBL TOP FOUR: Über den Heimvorteil zum Pokalsieg zum Ende der Krise?

Die EWE Baskets Oldenburg beim Beko BBL TOP FOUR: Über den Heimvorteil zum Pokalsieg zum Ende der Krise?

— Martin Vogel

Bis zum Wochenende stellen wir jeden Tag ein Team vor - diesmal die EWE Baskets Oldenburg. Die EWE Baskets Oldenburg mussten in dieser Saison einige Misserfolge hinnehmen. Nun möchten die Oldenburger sich und ihre Fans mit dem Pokalsieg in eigener Halle trösten.

Genre: No Country for Old Men? Die EWE Baskets Oldenburg setzen auf Erfahrung: Das Triumvirat Rickey Paulding (32 Jahre), Adam Chubb (33) und Julius Jenkins (34) kommt alleine auf mehr als 950 Spiele in der Beko BBL – doch ausgerechnet die Konstanz und Ruhe, die man sich von den „alten Herren“ erhofft hatte, fehlt den Niedersachsen häufiger, als ihnen lieb ist.

Hauptdarsteller: Irre Heldentaten, die am Ende irgendwie auf ganz verrückte Weise zum Erfolg führen? Adam Chubb weiß, was er kann – und was er lieber sein lassen sollte. Deswegen hat er in neun Jahren Beko BBL nur sechs Mal von der 6,75-Meter-Linie abgedrückt, aber deswegen ist er mit 12,9 Punkten und 5,2 Rebounds auch der wichtigste Innenspieler bei den Oldenburgern. Der ehemalige Leichtathlet aus Pennsylvania ist der Turm in der Schlacht und bleibt trotz seiner Sprungkraft mental am Boden – was ihn irgendwie cooler macht als diese wahnsinnigen Typen, die Heldentaten versuchen.

Regisseur: Seit dem Aufstieg in die Beletage des deutschen Basketballs ist Mladen Drijencic erst Trainer Nummer 006 – doch vorerst wird er sich noch immer mit „Drijencic – Mladen Drijencic“ vorstellen müssen, bis sein Name wirklich allen Fans bekannt ist. Der amtierende „ProB-Coach des Jahres“ wurde erst vor wenigen Wochen vom Trainer der zweiten Mannschaft der Oldenburger, mit denen er 2014 ProB-Champion wurde, zum Headcoach des Beko BBL-Teams befördert.

Bester Nebendarsteller: Rickey Paulding ist Oldenburg, Oldenburg ist Rickey Paulding – und inzwischen gehören die beiden fester zusammen als Truman Burbank und Sea­haven in „Die Truman Show“. Auch nach über 4.000 Punkten in acht Beko BBL-Spielzeiten ist der 32 Jahre alte Small Forward eine feste Größe. Im Angriff kann es der Finals-MVP von 2009 von außen (38,4 Prozent Dreierquote) wie am Brett und ist immer da, wenn sein Oldenburg ihn in der Crunch Time benötigt:

Bösewicht: Mit seiner Statur könnte Philipp Neumann wohl jedem Bond von Connery bis Craig einen würdigen Gegner bieten. Dabei macht es der 2,09 Meter große Hesse am Liebsten selbst so wie der Geheimagent in Diensten Ihrer Majestät: Langsam von der Bank anschleichen und dann mit einem großen Knall die Korbanlage testen und ins Rampenlicht fliegen. Vielleicht sollte Oldenburgs Ausrüster ihm einfach mal ein Trikot in Smoking-Optik anfertigen?

Outtakes: Die EWE Baskets Oldenburg und Adam Chubb feiern ihre Rückkehr in die Pokalendrunde: Während die Oldenburger seit 2002 nicht mehr im Endturnier standen, war der Center eigentlich ein regelmäßiger Gast: Schon in seiner ersten Spielzeit in Deutschland erreichte er 2006 mit den Gießen 46ers das Pokalwochenende in Bamberg, gewann später mit den Artland Dragons und ALBA BERLIN zwei Mal den Cup. Seit 2009 allerdings tauchte der Name Chubb dann nur noch auf der Ticketliste der Veranstaltung auf.

Zahlen zum Film: Die Oldenburger scheinen ein friedlicheres, wenngleich an Körpergröße deutlich überlegeneres Völkchen als die Hobbits zu sein: 4,8 Ballgewinne im Schnitt sind die zweitwenigsten der Beko BBL und ein klares Zeichen dafür, dass sie keinen Streit mit dem Gegner wollen. Wenn sie allerdings angegriffen werden, wissen sie sich zu wehren: 81,6 Prozent Wurf­quote von der Freiwurflinie sind Ligabestwert!

Was bisher geschah: In dieser Saison erlebten die Oldenburger mehr Auf und Ab als George Clooneys Schiff in „Der Sturm“. Gegen Crailsheim (112:81) und Hagen (122:83) gab es Galas, Bamberg musste mit einer 73:78-Niederlage wieder nach Franken fahren. Aber es gab eben auch ein 74:93 in Frankfurt oder das 60:80 gegen Trier vor heimischem Publikum. Keine ganz schlechte Saison, doch die Trennung von Sebastian Machowski zeigt, dass die Ansprüche eher auf die Oscars denn auf die Goldene Kamera ausgerichtet sind.

Bisherige Auszeichnungen: Deutscher Meister 2009

And the Oscar goes to: Man müsste verrückter sein als Jack Nicholson in „Shining“, um schon im Vorhinein gegen den Gastgeber zu wetten – doch nach der bisherigen Saison sind die „Donnervögel“ Außenseiter in eigener Halle. Sollten die Oldenburger allerdings die Hürde Bonn nehmen, wird der Gegner im Finale gewarnt sein. Heimvorteil hat an der Hunte schließlich nur ein Team.

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