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Team-Preview
Koch-Rezepte fürs Halbfinale: Brose Baskets – athletisch und homogen, aber neuformiert schon reif für den Titel? Johannes Roth

Koch-Rezepte fürs Halbfinale: Brose Baskets – athletisch und homogen, aber neuformiert schon reif für den Titel?

— Stefan Koch

Stefan Koch legt für Euch die vier Halbfinalisten unters Mikroskop. Der zweifache Trainer des Jahres (2000 und 2005) schaut auf die Stärken, aber auch auf die Schwächen von Bamberg, Berlin, München und Ulm.

Mit der Erfahrung aus neun Playoff-Teilnahmen, sechs Pokalwochenenden (Pokalsieger 2000 mit Frankfurt) und sieben Europapokal-Teilnahmen analysiert der 51-jährige Kommentator von „Telekom Basketball“, welche Spieler besonders wichtig sind und wie den vier Teams beizukommen wäre.

Bamberg ist als einzige Mannschaft in der laufenden Saison der Beko BBL in eigener Halle ungeschlagen. Außerdem haben die Franken die beste Rückrunde gespielt und sich im Verlauf der Spielzeit kontinuierlich weiterentwickelt, so dass sie gegen Ulm in jedem Fall als Favorit an den Start gehen und als ein Anwärter auf den Titel gesehen werden dürfen.

Die Verteidigung von Bamberg:

Defensiv ist das Team von Andrea Trinchieri eine absolute Macht, weil Athletik und Teamwork eine starke Symbiose eingegangen sind. Gleich in mehreren Statistiken sind Brad Wanamaker & Co in diesem Bereich top. Das beste Shotblocking der Liga um Trevor Mbakwe und Daniel Theis und die Fähigkeit zu switchen, stechen hier sofort ins Auge. Der sechsfache Meister verfügt über physisch starke Guards und sehr bewegliche und athletische Innenspieler, die mit den vermeintlichen Mismatches sehr gut umgehen können. Darüber hinaus belohnen sich die Bamberger am Ende ihrer Verteidigungs-Sequenzen regelmäßig, sprich sie rebounden konsequent am defensiven Brett.

Der Angriff von Bamberg:

Bamberg brilliert mit den besten Quoten. Kein Team trifft besser aus dem Zweier- (57,1 Prozent) und aus dem Dreierbereich (40,1). In Addition führt das dazu, dass der Hauptrundenprimus als einziges Team mehr als die Hälfte seiner Versuche aus dem Feld in der Reuse versenkt. So erzielt das neuformierte Team 84,7 Zähler pro Partie (dritter Platz hinter Bayern und Berlin), obwohl es die zweitwenigsten Würfe aus dem Feld nimmt. Auch die Freiwurfquote von 80 Prozent (zweiter Platz in der Liga) ist bemerkenswert gut.

Im Halbfeldspiel fällt auf, wie gut Ryan Thompson und Janis Strelnieks die indirekten Blocks nutzen und dann schnelle und gute Entscheidungen treffen. Insgesamt punkten sieben Bamberger Spieler zweistellig, Ballbewegung und Homogenität stimmen.

Die beiden wichtigsten Spieler fürs Halbfinale:

Das Spiel beginnt auf der Aufbauposition. Brad Wanamaker hat eine herausragende Saison gespielt und ist nur knapp an der MVP-Auszeichnung vorbeigeschrammt. Seine Sicherheit gebende Präsenz wird für die Mannschaft umso wichtiger, je tiefer es in die Playoffs geht.

Trevor Mbawke muss sich um Ian Vougioukas kümmern, der die Bonner in den letzten beiden Spielen der Viertelfinalserie vor unlösbare Probleme gestellt hat. Außerdem kann Mbakwe ein ganz entscheidender Faktor beim Rebound werden - auch am offensiven Brett.

Wie Ulm gegen Bamberg vorgehen könnte:

Ulm hat drei Mal in dieser Saison gegen Bamberg den Kürzeren gezogen. Offensiv müssen die Schwaben ihr Spiel durchziehen, hohes Tempo und viele Dreier. Allerdings verfügen sie mit Vougioukas in der aktuellen Form über eine zusätzliche Option, die sie in den bisherigen Aufeinandertreffen nicht hatten.

Defensiv muss Ulm Wege finden, das Timing im Zusammenspiel Bambergs zu verändern. Das verspricht die meiste Aussicht, den Motor der Brose Baskets ins Stottern zu bringen.

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