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Team-Preview
Koch-Rezepte fürs Halbfinale: ALBA BERLIN – Unnachgiebige Verteidigung, aber was ist noch im Tank? Camera 4

Koch-Rezepte fürs Halbfinale: ALBA BERLIN – Unnachgiebige Verteidigung, aber was ist noch im Tank?

— Stefan Koch

Stefan Koch legt für Euch die vier Halbfinalisten unters Mikroskop. Der zweifache Trainer des Jahres (2000 und 2005) schaut auf die Stärken, aber auch auf die Schwächen von Bamberg, Berlin, München und Ulm.

Mit der Erfahrung aus neun Playoff-Teilnahmen, sechs Pokalwochenenden (Pokalsieger 2000 mit Frankfurt) und sieben Europapokal-Teilnahmen analysiert der 51-jährige Kommentator von „Telekom Basketball“, welche Spieler besonders wichtig sind und wie den vier Teams beizukommen wäre.

Berlin hat eine herausragende Saison gespielt, in der ersten Saisonhälfte die Liga dominiert und trotz einiger Verletzungen fast die Sensation in der Euroleague geschafft. Allerdings haben die Berliner dabei auch viele Körner gelassen. Entsprechend haben sie zuletzt nicht ihre absoluten Topleistungen abrufen können. Die werden aber trotz des Heimvorteils gegen die tief besetzten Bayern nötig sein.

Die Verteidigung von Berlin:

Die Albatrosse sind zusammen mit Bamberg das beste Defensiv-Team der Liga. Der von den Guards initiierte Druck überträgt sich von Position zu Position bis hin zu den Centerspielern. Berlin kann gut switchen, Cliff Hammonds und Alex Renfroe agieren smart gegen längere Gegenspieler, Jamel McLean und Leon Radosevic zeigen gegen die gegnerischen Außenspieler gute Fußarbeit und viel Aktivität.

Hervorstechend ist die Unnachgiebigkeit in der Berliner Verteidigung. Hammonds & Co gönnen weder sich selbst noch ihren Kontrahenten die geringste Verschnaufpause. Die spielentscheidenden Ballgewinne in der Schlussphase der Auftaktpartie gegen Oldenburg verdeutlichen eindrucksvoll, dass man gegen die Verteidigung der Hauptstädter zu jeder Sekunde aufmerksam sein muss.

Der Angriff von Berlin:

Das Angriffsspiel der Berliner sticht zunächst einmal weniger ins Auge als ihre Verteidigungsarbeit. Sieht man sich aber die statistischen Werte an, so wird schnell klar, dass der Hauptrundenzweite auch hier über jede Menge Qualität verfügt. Berlin erzielt nach München die zweitmeisten Punkte, obwohl der Dreipunktewurf im Repertoire nur eine untergeordnete Rolle spielt. Das Team von Sasa Obradovic markiert die zweitmeisten Feldkörbe (nach München) mit der zweitbesten Feldquote (nach Bamberg) und geht häufiger an die Freiwurflinie als jedes andere Team. Die 31 Prozent, die Hammonds und Reggie Redding zusammen von der Dreierlinie werfen, könnten aber in den halbfeldorientierten Playoffs ebenso ein Problem sein wie die zuletzt durchwachsene Form von McLean.

Die beiden wichtigsten Spieler fürs Halbfinale:

Alex Renfroe war in den letzten Wochen der Spieler, der ALBA mit überragenden Vorstellungen getragen hat. Von ihm wird viel abhängen. Die beiden wichtigsten Spieler sind aber McLean und Radosevic auf den großen Positionen. McLean hat in den vier Partien gegen die Bayern (Champions-Cup, Hinrunde, Pokal-Quali, Rückrunde) 16,5 Punkte aufgelegt. Kann er an diese Leistungen anknüpfen? Auf Radosevic kommt jede Menge (körperliche) Defensiv-Arbeit gegen John Bryant und Vladimir Stimac zu – und das nicht nur für ein Spiel, sondern für eine Serie.

Wie München gegen Berlin vorgehen könnte:

Die Bayern haben den tiefsten Kader der Liga und werden diesen natürlich in die Waagschale werfen. Der Meister wird das Spiel intensiv und physisch machen. McLean hat gegen hochklassige Mannschaften, die ihn gedoppelt haben, nicht immer die besten Lösungen gefunden. Darauf könnte auch München zurückgreifen, vor allem angesichts der wackeligen Dreierquote von Hammonds und Redding. Wichtig wird sein, wie gut der Titelverteidiger das Pick-and-roll in der Mitte verteidigt, auf das Berlin sehr häufig zurückgreift, wenn über die vorherigen Spielsysteme kein Wurf kreiert werden konnte.

Hier geht es zum TV-Steckbrief von Stefan Koch auf unserer Homepage. Alle Halbfinalspiele der Beko BBL gibt es live und in HD auf Entertain und bei "Telekom Basketball".

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