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Team-Preview
Koch-Rezepte fürs Halbfinale: ratiopharm ulm – Neue Stärken am Brett, aber defensiv auch hart genug? Florian Achberger

Koch-Rezepte fürs Halbfinale: ratiopharm ulm – Neue Stärken am Brett, aber defensiv auch hart genug?

— Stefan Koch

Stefan Koch legt für Euch die vier Halbfinalisten unters Mikroskop. Der zweifache Trainer des Jahres (2000 und 2005) schaut auf die Stärken, aber auch auf die Schwächen von Bamberg, Berlin, München und Ulm.

Mit der Erfahrung aus neun Playoff-Teilnahmen, sechs Pokalwochenenden (Pokalsieger 2000 mit Frankfurt) und sieben Europapokal-Teilnahmen analysiert der 51-jährige Kommentator von „Telekom Basketball“, welche Spieler besonders wichtig sind und wie den vier Teams beizukommen wäre.

Die Ulmer haben es geschafft und sind nach einem 1-2-Rückstand noch als Sieger aus der Serie mit Bonn gegangen. Die dritte Halbfinalteilnahme in vier Jahren bestätigt die positive Entwicklung, die das gesamte Programm genommen hat. Ulm hat sich zu einem der interessantesten und zukunftsträchtigsten Standorte der Liga gemausert.

Die Verteidigung von Ulm:

Von allen vier Halbfinalisten definieren sich die Spatzen am wenigsten über ihre Verteidigung. Natürlich ist die Zahl der begangenen Fouls kein Gradmesser für defensive Intensität, aber es ist erwähnenswert, dass nur Crailsheim weniger Pfiffe hinnehmen musste als Ulm. Jaka Klobucar hat defensiv nicht ganz das gehalten, was man von ihm erwarten durfte, so dass Philipp Schwethelm der Mann für Sonderaufgaben ist. Tim Ohlbrecht verteidigt den Ring stark, und Will Clyburns Arbeit beim defensiven Rebound ist essentiell für das Team. Bei vielen Akteuren gibt es aber noch Luft nach oben in der Verteidigung. Für den Notfall hat Thorsten Leibenath gleich zwei Zonen-Varianten im Repertoire, die er einstreuen kann.

Der Angriff von Ulm:

Traditionell ist das Ulmer Spiel von Tempo und Dreipunktewürfen geprägt – und dies auch oft in Kombination, denn die Ulmer lieben es, den Schnellangriff per Dreier abzuschließen. Wer denkt, dass der Hauptrundenfünfte aufgrund dieser Spielanlage nicht an die Linie kommt, liegt aber falsch: 20 Freiwurfpunkte pro Partie sind Ligabestwert. Per Günther ist nicht nur für das Tempo zuständig, sondern auch für wichtige Würfe. Aber der Akteur, der in den Playoffs sein Spiel auf ein komplett neues Niveau gehievt hat, ist Ian Vougioukas. 11,4 Punkte hat der Grieche in der Hauptrunde markiert, 22,3 in den letzten drei Spielen der Bonn-Serie! Dagegen ging Tim Ohlbrechts Produktion um mehr als vier Zähler nach unten im Vergleich zur regulären Saison.

Die beiden wichtigsten Spieler fürs Halbfinale:

Per Günther hat gerade eine Serie gegen einen Spielmacher im Körper eines Footballers (Eugene Lawrence) hinter sich gebracht, da wartet mit Brad Wanamaker schon der nächste Brocken auf den Nationalspieler. Kontrolle, Kreativität und Verteidigung – so heißen die Herausforderungen für Speedy Günzalez. Selbst wenn er alle meistert, braucht er Unterstützung. Ein Ian Vougioukas als zuverlässiger Scorer am Brett wäre für die Schwaben Gold wert. Aber Andrea Trinchieri dürfte als sein ehemaliger Trainer die Stärken und Schwächen des Centers bestens kennen.

Wie Bamberg gegen Ulm vorgehen könnte:

Vougioukas und Ohlbrecht, der alles tun wird, um an seine starken Hauptrundenauftritte anzuknüpfen, sind die einzigen Ulmer Optionen am Brett. Diese zu kontrollieren, ohne die Werfer von außen zu vernachlässigen, ist der Balanceakt für die Bamberger Verteidigung. Darüber hinaus gilt es, Günther durch permanenten Druck zu ermüden (Ulm hatte am Mittwoch Spiel fünf!). Diese Aufgabe dürfte defensiv zumindest phasenweise Karsten Tadda übernehmen. Im Angriff können die Franken auf ihre gegen Ulm bewährten Muster zurückgreifen. Immerhin haben sie in den drei bisherigen Aufeinandertreffen im Schnitt mehr als 90 Punkte erzielt.

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