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Ulms Center Tim Ohlbrecht in der OrangeZone: „Uns haben einige früh abgeschrieben“ Florian Röske

Ulms Center Tim Ohlbrecht in der OrangeZone: „Uns haben einige früh abgeschrieben“

— Interview: Martin Fünkele

Tim Ohlbrechts Bundesliga-Neustart in Ulm ist eine der Erfolgsgeschichten der Saison. Vor der „Postseason“ spricht der Center im Interview mit der Ulmer Hallenzeitung OrangeZone über seine persönliche Wegfindung, Playoff-Trümpfe und die Ulmer Ausgangssituation.

Tim, vor drei Jahren hast du Deutschland als vermeintlich „ewiges Talent“ verlassen; jetzt bist du zurück als einer der effektivsten Spieler der BBL. Wie steckt hinter deinem Erfolgscomeback?

Tim Ohlbrecht: Man spricht oft davon, dass man als Spieler seinen Weg finden muss. Genau das habe ich inzwischen geschafft. Früher war ich immer einige Zeit auf diesem Weg – aber die Konstanz hat mir gefehlt. Die Erfahrungen in der D-League haben mich da extrem weiter gebracht. Ich habe gesehen, wie andere Basketball angehen und wie professionell in den USA gearbeitet wird. Das hat mir menschlich geholfen, aber auch, um ein kompletter Spieler zu werden.

In der Hauptrunde hat euch als Team bisweilen die Konstanz gefehlt. Wie fällt dein Fazit aus?

Zunächst einmal ist positiv, dass wir in der starken Beko BBL die Playoffs erreicht haben. Dabei war gerade die erste Saisonhälfte ziemlich durchwachsen: Unsere Vorbereitung verlief nicht unbedingt optimal, dazu kam das Ausscheiden in der EuroChallenge. Da haben uns einige schon früh abgeschrieben. Nach diesem mäßigen Auftakt haben wir uns in der Liga aber durchgebissen und vor allem viele knappe Spiele gewonnen. Was uns aber fehlt, ist ein Sieg gegen eines der „großen Bs“.

Was braucht es, damit in den Playoffs dieser Knoten platzt?

Wir müssen beständiger sein. Gegen Berlin oder München haben wir jeweils rund 30 Minuten gut gespielt. Aber Schwächephasen kann man sich gegen die Großen nicht erlauben. Vor allem defensiv müssen wir in den Playoffs zupacken – egal, ob es gerade im Angriff gut läuft oder nicht.

Kann sich das fehlende Erfolgserlebnis gegen die Topteams im Kopf festsetzen – oder steigert das eher euren Hunger als Team?

Natürlich erhöht das unseren Ehrgeiz. Wir wollen zeigen, dass wir jeden schlagen können. Das Gute ist: Im Vergleich mit den ganz Großen sind wir jetzt der Underdog. Wir haben nichts zu verlieren. Auf den „großen Bs“ lastet dagegen der Erfolgsdruck. Und man darf nicht vergessen: Jetzt werden die Karten neu gemischt. Da muss einmal ein Überraschungserfolg klappen – dann ist vieles möglich.

In den Playoffs zählt Erfahrung – und ihr seid ein erfahrenes Team, besonders nach den Zugängen von Ian Vougioukas und Brion Rush. Kann das ein Trumpf sein?

Ich glaube schon. In den Playoffs herrscht ein anderer Vibe, der Druck wächst; in so einer Atmoshpäre tun sich erfahrene Mannschaften leichter. In unserem Team bringen aber nicht nur die ausländischen, sondern auch die deutschen Spieler viel Routine mit. Die Jungs wissen, wie der Hase läuft. Das kann ein Pluspunkt sein.

Vor Beginn der Beko BBL Playoffs hat auch Radio 7-Mann Marc Herrmann nochmal das Gespräch gesucht und Per Günther zu sich nach Hause eingeladen. Zusammen quatschen sie über das anstehende Viertelfinale vs. Bonn, SpassGewinnt, das Kissen zum 250. Spiel, Twitter und seine Vertragsverlängerung:

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