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Die Aufsteiger im BIG-Check: Denis Wucherer führt den Bundesliga-Dino aus Gießen zu Titel und Aufstieg MARCO KESSLER | MEDIASHOTS

Die Aufsteiger im BIG-Check: Denis Wucherer führt den Bundesliga-Dino aus Gießen zu Titel und Aufstieg

— BIG; Jan Finken

Der Traditionsklub GIESSEN 46ers ist nach zweijähriger Abstinenz zurück im Oberhaus. Und das ein Jahr früher als geplant. Verantwortlich für den Aufstieg sind Geschäftsführer Heiko Schelberg und Trainer Denis Wucherer. Sie haben dem einstigen Chaos-Klub Seriosität und Beodenständigkeit verschrieben.

Die Saison:

Die Hessen starteten durchaus holprig in die Spielzeit, zwei knappe Niederlagen im ersten Heimspiel gegen die Hamburg Towers und in Leverkusen bescherten den 46ers einen kleinen Fehlstart. Drei weitere kamen im Jahr 2014 noch hinzu, und auch in der Rückrunde wurschtelten sich die 46ers bisweilen durch. Ihre Klasse bewiesen sie dann in den Playoffs, wo erst die MLP Academics Heidelberg und dann Rent4office Nürnberg mit jeweils 3:0 in der Serie bezwungen wurden. Im ProA-Finale bescherten sie den Würzburgern dabei deren erste Heimniederlage in der Saison und holten sich als „Sahnehäubchen“ (Geschäftsführer Heiko Schelberg) noch die ProA-Meisterschaft.

Die Mannschaft:

„There is no I in Team“ – diese amerikanische Sportweisheit haben sich die Hessen zu eigen gemacht, hatten am Ende der Saison neun Spieler im Team, die pro Spiel im Schnitt zwischen fünf und 13 Punkte erzielt haben. Cameron Louis Wells war mit 12,3 Punkten bester Korbjäger des Teams, am effektivsten entpuppten sich neben Wells noch Tony DiLeo und Norman Polas Bartolo. Vor allem die Verpflichtung von Wells entpuppte sich als Glücksgriff, weil nach dessen einjähriger Zwangspause infolge eines Kreuzbandrisses überhaupt nicht klar war, auf welchem Niveau der Guard würde wieder einsteigen können. Wie Schelberg ankündigte, soll rund die Hälfte des Kaders mit in die 1. Liga.

Der Trainer:

Denis Wucherer hat die 46ers im Juni 2013 übernommen – zu einem Zeitpunkt, als der Verein sportlich, wirtschaftlich und organisatorisch am Boden lag. Mit einer Nase für talentierte und günstige Spieler formte der ehemalige Nationalspieler ein Team, das unter seiner Regie zweimal die Playoffs erreichte, mit dem sportlichen Aufstieg in der abgelaufenen Saison als Höhepunkt. Nach dem Viertelfinale gegen Heidelberg verlängerten die 46ers den Vertrag mit Wucherer um ein Jahr mit Option auf ein weiteres. „Wenn etwas zusammenpasst, sollte man alles dafür tun, dass dies auch so bleibt“, erklärt Heiko Schelberg. Wucherer habe aus den finanziellen Möglichkeiten in den vergangenen zwei Jahren das Optimum herausgeholt. „Es erinnert mich hier in Gießen ein bisschen an meine aktive Karriere, in der ich am Anfang sechs Jahre in Leverkusen verbracht habe und das Gefühl hatte, dort hinzugehören“, ergänzt Wucherer. „Dieses Gefühl habe ich nun als Trainer hier in Gießen. Und ich habe das Gefühl, dass wir hier noch nicht fertig sind.“

Die Finanzen:

Der Stolz in der Stimme von Geschäftsführer Heiko Schelberg ist nicht zu überhören: „Am 18. Dezember 2012 hatten wir einen Schuldenstand von 1,2 Millionen Euro. Heute kann ich verkünden, dass wir im Juni dieses Jahres absolut schuldenfrei sein werden.“ Ein bemerkenswerter Kraftakt, denn die sportliche Entwicklung hat unter dem Sparzwang nicht gelitten. 21 neue Gesellschafter haben jeweils 46 000 Euro in die Anfang 2014 gegründete 46ers GmbH & Co. KG eingebracht – das Kapital für einen erfolgreichen Reload des Traditionsvereins in finanzieller Hinsicht.

Halle und Organisation:

Laut Geschäftsführer Schelberg ist die Geschäftsstelle bereits erstligatauglich aufgestellt. „Mit dem vorhandenen Team gehen wir auch in die 1. Liga“, bekräftigt er. Mit 4003 Plätzen erfüllt die „Ost-Hölle“, die Sporthalle Gießen-Ost, die geforderten Standards der Beko BBL, geplant sind zwei Stehplatztribünen. LED-Banden will der Klub noch anschaffen.

Die Fans:

Die Fans der 46ers sind wieder erstligareif – im doppelten Sinne und nicht despektierlich gemeint. Nach dem Finanz-Chaos und dem Abstieg musste der Verein bei den Anhängern erst wieder Vertrauen zurückgewinnen. Das gelang durch solides Wirtschaften und sportliche Stabilität. Klub und Fans haben sich erfolgreich wieder angenähert und wollen nun gemeinsam an die einstige Erstliga-Tradition anknüpfen.

Den kompletten Artikel könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der BIG lesen, die es ab Dienstag, den 02.06.2015, im Handel gibt (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

  • Go-to-Guys. Welcher Deutsche bekommt den Ball, wenn es drauf ankommt? Das große BIG-Ranking
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