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Jan Jagla tritt zurück: Früherer DBB-Kapitän beendet mit 34 Jahren seine Profikarriere Marcus Arth

Jan Jagla tritt zurück: Früherer DBB-Kapitän beendet mit 34 Jahren seine Profikarriere

— FC Bayern München

Der langjährige Nationalspieler und FCBB-Profi Jan Jagla beendet seine aktive Karriere. Der 34-jährige Power Forward hatte seine Entscheidung bereits vor einigen Wochen dem Klub mitgeteilt. Jagla war 16 Jahre Profi und bestritt 116 Bundesliga-Spiele (5,6 Punkte PpS) für die Bayern-Basketballer - nur Robin Benzing (159) und Steffen Hamann (118) kommen auf mehr Einsätze im Münchner Dress.

„Für mich war das jetzt ein guter Zeitpunkt, abzuschließen und mit Mitte 30 eine neue Herausforderung für mein Leben zu suchen“, erklärte Jan Jagla.

„München war mit drei Spielzeiten der längste Abschnitt in meiner Karriere. Wegen der besonderen Atmosphäre hier und natürlich auch wegen der Familienverbundenheit werde ich den Bayern bestimmt auch in Zukunft besonders verbunden bleiben. Sicherlich wäre ich hier gerne zum Abschluss noch deutscher Meister geworden, trotzdem schaue ich jetzt zufrieden auf meine Karriere zurück.“

Jagla wird zunächst seinen Lebensmittelpunkt in München behalten. Er steht kurz vor dem Abschluss seines Marketing-Studiums.

Sein letztes Spiel bestritt der junge Familienvater somit beim fünften Playoff-Finale 2015 in Bamberg (84:88). Er hatte sich damals ebenso zur Verfügung gestellt wie für Spiel vier (83:73), obwohl er kurz zuvor von einer schweren Erkrankung seines Vaters erfahren hatte; dieser verstarb zwei Tage vor dem fünften Spiel. „Wie sich Jan nicht nur damals für den Verein eingebracht ist, war außergewöhnlich“, sagte Bayern-Geschäftsführer Marko Pesic. „Jan hat seinen Beitrag für den deutschen Basketball geleistet, dafür kann man ihm nur danken, und bei uns in München wird er immer willkommen sein.“

Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Jan Jagla zwischen 2003 und 2012 insgesamt 141 Länderspiele (6,3 PpS). Er nahm mit der DBB-Auswahl an den WM-Turnieren 2006 und 2010, den Europameisterschaften 2007, 2009 und 2011 sowie bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil. In der BBL kam Jagla insgesamt 188 Mal zum Einsatz; in der Königsklasse, der Euroleague, blickt er auf 48 Spiele zurück (6,3 PpS, 4,0 RpS), im Eurocup auf 50 Partien (7,3 PpS, 3,8 RpS).

Seine Profikarriere hatte Jagla 1999 in Berlin nach dem Gewinn der deutschen A-Jugendmeisterschaft beim damaligen Zweitligisten TuS Lichterfelde begonnen. 2001 wechselte er an die Pennsylvania State University (2003/2004: 13,4 PpS), sein erstes Bundesliga-Engagement erhielt er 2004 in Quakenbrück. Besonders erfolgreich verlief seine Zeit beim spanischen Traditionsklub Badalona (2007-2009), wo er 2008 den Gewinn des nationalen Pokals (Copa del Rey) sowie des ULEB-Cups (heute Eurocup) feierte. Den Meistertitel holte er 2010 in Polen mit Gdynia.

Nach einem erneuten Engagement in Ankara wechselte er 2011 zum damaligen BBL-Neuling FC Bayern Basketball. Über Berlin, wo er 2014 den Pokal holte, kehrte der 2,13-Meter-Athlet im Vorjahr zum FCBB nach München zurück. In seiner Abschlusssaison erzielte Jagla in 39 Spielen noch einmal durchschnittlich 4,6 Punkte und 2,6 Rebounds für den Vizemeister.

Hier noch mal der berühmteste Wurf des ehemaligen DBB-Kapitäns – sein einbeiniger Zauberdreier beim WM-Sieg 2010 gegen Serbien nach zweifacher Overtime:

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