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Europapokal-Vorberichte
Frankfurt greift im Finale gegen Varese nach dem Titel / Sonntag live im hessischen Rundfunk Pressefoto Ulmer

Frankfurt greift im Finale gegen Varese nach dem Titel / Sonntag live im hessischen Rundfunk

— Horst Schneider

Der erste Schritt war mit dem mühsamen 59:56-Sieg im Halbfinale über Enisej Krasnojarsk am Freitag alles andere als leicht, aber die FRAPORT SKYLINERS gucken jetzt umso mehr voller Vorfreude nach vorne: Am Sonntag greifen sie im französischen Chalon im Finale um den FIBA Europe Cup gegen Varese (Italien) nach ihrem ersten europäischen Titel.

Auch wenn die Frankfurter sich im Halbfinale mit schwachen Wurfquoten regelrecht zum Sieg gequält haben, gelten sie nach ihrem Siegeszug durch den FIBA Europe Cup – sie verloren auf dem Weg ins Finale von 18 Spielen nur eines – am Sonntag als die Favoriten. Ihr größtes Argument ist die starke Verteidigung, die die Hessen letztlich auch im Halbfinale zum Erfolg führte.

Die Italiener, die in den siebziger Jahren fünfmal den Europapokal der Landesmeister gewannen und jetzt natürlich von einem Comeback auf der europäischen Bühne träumen, schalteten am Freitag im anderen Halbfinale im mit 5.000 Zuschauern ausverkauften „Colisee“ von Chalon den Gastgeber Elan Chalon in einem offensiv geführten Schlagabtausch 91:82 aus.

Der FIBA Europe Cup löst als dritthöchster Europapokal in dieser Saison die 2004 von der FIBA ins Leben gerufene EuroChallenge ab, die 2010 zum ersten und bislang einzigen Mal von einem deutschen Club (BG Göttingen) gewonnen wurde. Der Tip Off zum diesjährigen Finale ist am Sonntag um 20:30 Uhr. Der Hessische Rundfunk überträgt ab 20:15 Uhr zur besten Tatort-Zeit im Free-TV live aus Chalon und bietet zudem einen Livestream an.

FIBA Europe Cup: Openjobmetis Varese – FRAPORT SKYLINERS (So, 20.30 Uhr)

Status quo: Das Halbfinale hat den FRAPORT SKYLINERS noch einmal vor Augen geführt, dass auch 17:1 Siege im bisherigen Saisonverlauf des FIBA Europe Cups keine Garantie auf den Gewinn dieses europäischen Wettbewerbs sind. Eine nur 24-prozentige Dreierquote und 59 Prozent an der Freiwurflinie, die am Freitag gerade noch zum Sieg reichten, wären im Finale am Sonntag wohl fatal.

Vareses Weg ins Final Four: Die Italiener retteten sich mit einer Bilanz von 3:3 Siegen gegen Oostende, Södertälje und Szombathely durch die Vorrunde, sahen in der „Round of 32“ als Gruppensieger mit 5:1 Siegen gegen Larnaka, Minsk und Güssing aber schon viel souveräner aus. Im Achtelfinale setzte sich Varese dank des Heimvorteils mit 2:1 gegen Gaziantep durch und im Viertelfinale mit 2:1 gegen Antwerpen.

Aktuelle Form: Das vor vier Wochen in der Lega A schon totgesagte Varese hat sich mit vier Siegen in Folge (darunter über die Top5-Teams Venedig, Cremona und Reggio Emilia) wieder auf den neunten Platz hochgekämpft und träumt vor dem letzten Spieltag wieder von den Playoffs.

Die Stars: Trainer Paolo Moretti schickt in der Jubiläumssaison (Varese wurde vor 70 Jahren gegründet) mit Chris Wright (14,6 PPG und 4,6 APG) und Maalik Wayns (13,8 PPG und 3,6 APG) ein extrem korbgefährliches Spielmacher-Duo aufs Parkett. Aus dem Frontcourt sticht der 2,08 Meter lange athletische Brandon Davies (15,7 PPG und 7,6 RPG) heraus. Der Lette Rihards Kuksiks (9,0 PPG) ist der eifrigste Dreierschütze.

Halbfinale: Die Italiener ließen sich in der ersten Halbzeit noch von Chalons Run & Gun überrumpeln (47:53), nutzten nach dem Seitenwechsel aber ihre Größenvorteile konsequenter aus (42:29 Rebounds) und schlugen den Gastgeber 91:82. Matchwinner waren Rihards Kuksiks mit 17 Punkten (5/8 Dreier) und Center Brandon Davies (17). Chris Wright (12 Punkte) und Maalik Wayns (16) kombinierten 13 Assists. Als X-Faktor kam Center Luca Campani mit 16 Punkten von der Bank.

Alte Bekannte: Der estländische Nationalspieler Kristjan Kangur begann seine internationale Karriere von 2004 bis 2006 mit Bayer Leverkusen in der Beko BBL. Seit 2010 spielt der Power Forward für Varese, wo er als Starter im FIBA Europe Cup auf 7,4 PPG kommt. Im Halbfinale erwischte er mit nur zwei Punkten und fünf Ballverlusten am Freitag aber einen rabenschwarzen Tag.

Livestream / TV: Der Hessische Rundfunk überträgt das Finale ab 20:15 Uhr in seinem TV-Programm und bietet zudem unter hessenschau.de einen kostenlosen Livestream an. Es kommentiert der HR-Sportchef Ralf Scholt.

 

Bereits am Freitag im Halbfinale gespielt:

 

FIBA Europe Cup: Enisej Krasnojarsk – FRAPORT SKYLINERS (Fr, 21.00 Uhr)

Status quo: Von bisher 17 Spielen im FIBA Europe Cup, der die frühere EuroChallenge ersetzt, haben die Hessen nur eines verloren. Im „Colisee“ von Chalon (5.000 Plätze) steht zum vierten Mal ein deutsches Team im Final Four dieses von der FIBA ausgerichteten dritthöchsten europäischen Wettbewerbs. 2010 gewann Göttingen die EuroChallenge in eigener Halle, 2013 scheiterte Oldenburg in Izmir und im Vorjahr Frankfurt in Trabzon, nachdem man im Viertelfinale noch den jetzigen Halbfinal-Gegner Enisej Krasnojarsk mit 2:1 ausgeschaltet hatte.

Der Weg ins Final Four: Für Enisej markiert schon die Teilnahme am Final Four den bisher größten Erfolg. In der Vorrunde setzten sich die Russen gegen Lukoil Sofia und Kalev Tallinn durch, um zusammen mit Maccabi Rishon (je 4:2 Siege) in die Round of 32 einzuziehen. Dort verlor Enisej zwar beide Spiele gegen Chalon, qualifizierte sich aber als Gruppenzweiter mit 3:3 Siegen vor Cantu und Tartu für das Achtelfinale, wo die Russen Telekom Ankara mit 2:0 ausschalteten. Im Viertelfinale setzte sich Enisej mit 2:1 gegen Cibona Zagreb durch.

Die Stars: Trainer Oleg Okulov setzt in seiner ersten Saison bei Enisej auf eine erste Fünf, in der neben Point Guard Tony Taylor (12,7 PPG und 2,8 APG) sowie D. J. Kennedy (15,1 PPG, 8,0 RPG und 3,9 APG) und Delroy James (15,5 PPG und 8,0 RPG) auch der 22-jährige Shooting Guard Denis Zakharov (8,2 PPG) und Center Tim Ohlbrecht (10,7 PPG und 5,4 RPG) nicht lange zögern, wenn sie an der Dreierlinie frei stehen.

Aktuelle Form: In der russischen United League ist die Saison für den letztjährigen Achten am Samstag auf dem zehnten Platz ohne Qualifikation für die Playoffs zu Ende gegangen. Zum Abschluss gab es eine 85:95-Niederlage gegen Khimki Moskau. Gegen den tiefer besetzten Favoriten punkteten D.J. Kennedy (15), Delroy James (16) und der zuletzt starke Backup-Center Artjom Yakovenko (16) am erfolgreichsten.

Alte Bekannte: Der aus Ulm nach Krasnojarsk gewechselte Tim Ohlbrecht spielte 2011/12 für die SKYLINERS. D.J. Kennedy war in der vergangenen Saison mit Ludwigsburg Topscorer der Beko BBL, glänzt für Enisej aber auch als Passgeber.

Livestream / TV: Die Spiele des Final Fours werden im Gegensatz zu früheren Runden nicht bei Youtube, sondern (kostenpflichtig) auf livebasketball.tv übertragen. Der Hessische Rundfunk bietet vom Frankfurter Spiel unter hessenschau.de ab 21 Uhr einen kostenlosen Livestream an.

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