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Europapokal-Vorberichte
Final Four der EuroChallenge – Frankfurt am Sonntag im „kleinen Finale“ gegen Energia Targu Jiu Matthias Kuch

Final Four der EuroChallenge – Frankfurt am Sonntag im „kleinen Finale“ gegen Energia Targu Jiu

— Horst Schneider

48 Stunden bleiben den FRAPORT SKYLINERS in Trabzon beim Final Four der EuroChallenge, um sich von Nanterres Dreierregen (17/27 = 63 Prozent) zu erholen, der am Freitag die Frankfurter Träume vom ersten europäischen Titel zerstört hat. Nach der 79:84-Niederlage im Halbfinale gegen Nanterre treffen die Frankfurter am Sonntag im Spiel um den dritten Platz auf Energia Targu Jiu (Rumänien.

Können die Frankfurter das undankbare „kleine Finale“ gegen das rumänische Überraschungsteam am Sonntag nutzen, um sich die Enttäuschung von der Seele zu spielen? Die FRAPORT SKYLINERS sind der dritte deutsche Club, der dieses seit 2003 von der FIBA organisierte Finalturnier in der Euro Challenge erreicht hat.

Dabei erwies sich die Türkei schon vor zwei Jahren als kein gutes Pflaster für deutsche Clubs. Da unterlagen nämlich die EWE Baskets Oldenburg ebenfalls schon im Semifinale dem damaligen Gastgeber Karsiyaka Izmir. Besser machte es 2010 die BG Göttingen, der es gelang, die Ausrichtung des Final Fours an die Leine zu holen. Die Göttinger gewannen damals als erster und bis heute einziger deutscher Club diesen dritthöchsten europäischen Vereins-Wettbewerb.

 

Spiel um Platz 3: Energia Targu Jiu – FRAPORT SKYLINERS (So, 15.30 Uhr)

Status quo: Im Spiel um den dritten Platz der EuroChallenge 2014/15 treffen die FRAPORT SKYLINERS am Sonntag in Trabzon auf Energia Targu Jiu, das sich im Halbfinale erwartungsgemäß dem Gastgeber Trabzonspor 63:83 beugen musste. SC Energia hat als überhaupt erster rumänischer Club ein europäisches Final Four erreicht.

Die Stars: Mit dem US-Trio Giordan Watson (14,5 PPG und 5,1 APG), Porter Troupe (11,8 PPG) und Louis Darby (11,2 PPG) sowie dem montenegrinischen Power Forward Nemanja Milosevic (14,5 PPG und 8,6 RPG) hat der letztjährige rumänische Pokalsieger vier Starter aus der letzten Saison behalten. Als neuen Starting Center holte der zyprische Trainer Antonis Konstantinides den früheren griechischen Nationalspieler Andreas Glyniadakis (15,8 PPG und 7,9 RPG).

Weg ins Final Four: Dem im vergangenen Sommer aus Rovinari in die größere Kreishauptstadt Targu Jiu umgezogenen SC Energia genügten in der Vorrunde 3:3 Siege gegen Tartu (Estland), Körmend (Ungarn) und Lukoil Sofia (Bulgarien), um sich für die Last16 zu qualifizieren. Dort wurden die Rumänen mit 4:2 Siegen gegen Brindisi (Italien), Astana (Kasachstan) und Aalst (Belgien) sogar Gruppensieger und qualifizierten sich im Viertelf9nale mit 2:1 Siegen über Le Mans (Frankreich( für das Final Four.

Halbfinale: Die Rumänen fanden schneller isn Spiel (17:27), aber schon zur Halbzeit hatten die Gastgeber das Spiel dank ihrer Überlegenheit auf den großen Positionen unter ihrer Kontrolle (am Ende 42:19 Rebounds) und gewannen souverän 83:63. Beste Werfer für Targu Jiu waren Giordan Watson (15), Nemanja Milosevic (11) und Andreas Glyniadakis (14).

Alte Bekannte: Point Guard Giordan Watson spielte in der Saison 2008/09 für die Eisbären Bremerhaven. Power Forward Lamont Mack spielte im Herbst 2008 kurz mit Würzburg in der Beko BBL.

Livestream / TV: Alle Spiele des Final Fours werden live auf http://www.livebasketball.tv übertragen und sind dort aiuch on demand verfügbar. Der Stream ist kostenlos, es ist aber eine Registrierung erforderlich.

 

Bereits am Freitag gspielt:

 

Halbfinale: JSF Nanterre – FRAPORT SKYLINERS (Fr, 15.30 Uhr)

Status quo: Die FRAPORT SKYLINERS haben sich trotz vieler Verletzungen durch die Vorrunde gekämpft, haben in den Last16 das russische Saratov und den Ulm-Bezwinger Den Bosch hinter sich gelassen und mussten zu den Playoffs gegen Krasnojarsk 6.000 Kilometer weit nach Sibirien reisen. Jetzt fehlen nur noch zwei Siege in der 7.500 Zuschauer fassenden „Hayri Gur“-Halle von Trabzon zum ganz großen Wurf. Bis auf Konstantin Klein (Operation am Außenmeniskus) kann Gordon Herbert auf sein komplettes Team zurückgreifen.

Die Stars: Neben den Topscorern Kyle Weems (14,8 PPG und 5,2 RPG) und Jamal Shuler (14,1 PPG) sticht vor allem US-Forward Mykal Riley mit seiner Vielseitigkeit ins Auge (11,1 PPG, 5,1 RPG und 3,0 APG). Als Spielmacher fungiert der nur 1,77 Meter große T. J. Campbell (8,8 PPG und 5,1 APG). Unter dem Korb steht mit dem erst 20-jährigen Mouhammadou Jaiteh eine der größten französischen Nachwuchshoffnungen. Trainer Pascal Donnadieu beendete vor 24 Jahren seine aktive Laufbahn in Nanterre und ist seitdem Headcoach des Pariser Stadtteilclubs.

Weg ins Final Four: Frankreichs Überraschungs-Meister von 2013 verpasste in der vergangenen Saison als Zehnter sogar die Playoffs, qualifizierte sich aber als Pokalsieger für die EuroChallenge. Dort setzten sich die Franzosen in der Vorrunde mit 5:1 Siegen über Mons (Belgien), Benfica Lissabon und Kataja (Finnland) durch und gewannen auch ihre Last16-Gruppe mit 4:2 Siegen gegen Le Mans, Güssing (Österreich) und Usak (Türkei). In den Playoffs setzte sich Nanterre mit zwei Siegen 80:68 und 77:72 über den Ulm-Bezwinger Brindisi durch.

Aktuelle Form: Nanterre ist in der französischen Liga mit 23:6 Siegen Tabellenzweiter hinter Straßburg (25:4) und vor Limoges (20:9), erlitt aber am Samstag nach fünf Siegen in Folge eine überraschend deutliche 72:96-Niederlage beim mit einer Dreierquote von 67 Prozent glänzenden Zwölften Chalon. Nanterres Würfe fielen indes selbst an der Freiwurflinie (59 Prozent) schlechter. Bester Werfer blieb so Center Johan Passave-Ducteil (14 Punkte).

Alte Bekannte: Die beiden Topscorer von JSF Nanterre, Jamal Shuler und Kyle Weems, sind auch die besten Dreierschützen im Team. Shuler spielte von 2008 bis 2010 für TBB Trier. Weems spielte 2012/13 für die Telekom Baskets Bonn und war 2013/14 mit medi bayreuth zehntbester Scorer der Beko BBL.

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