FB Twitter Instagram YouTube Google+
Lesebefehl
Sebastian Dorbrietz

"Die Chancen auf einen Sieg gegen Berlin standen selten so gut wie heute" - Bayreuths Andreas Seiferth im Interview

— Julian Biermann

Hinter den ungeschlagenen Teams von Bamberg, Ulm und München liegt medi bayreuth mit 5:1-Siegen auf Platz vier - nach dem besten Saisonstart seit dem Wiederaufstieg reifen in der Opernstadt erste Playoff-Träume. Vor dem Heimspiel gegen ALBA BERLIN spricht Andreas Seiferth mit sport.de über die Chancen, unter die besten Acht zu kommen, seine Einstellung zur Nationalmannschaft und seinen ehemaligen Teamkollegen Paul Zipser.

Herr Seiferth, der fünfte Saisonsieg in Serie ist gleichbedeutend mit dem besten Saisonstart seit dem Erstliga-Aufstieg 2010. Darunter waren beeindruckende Auftritte wie der Blow-Out-Erfolg gegen Braunschweig (96:48) oder der Auswärtstriumph in Gießen (82:100). Was ist für Sie der Hauptgrund für den starken Start?

 

Ich glaube, dass wir als Mannschaft relativ gut und diszipliniert spielen. Keiner macht Sachen, die er nicht kann, beziehungsweise beschränkt dies auf ein Minimum. Deswegen machen wir einfach wenige Fehler.

Mit Raoul Korner ist vor der Saison ein neuer Trainer bekommen. Was sind die größten Unterschiede im Vergleich zu Michael Koch?

Wir haben unter Raoul Korner einen hauptamtlichen Athletiktrainer mit an Bord. Hinzu kommt ein Physiotherapeut, den wir in der Form vergangenes Jahr nicht hatten. Insgesamt wurde das Umfeld verändert, da sind einige Steine umgedreht worden. Das Team wurde von Raoul Korner gut zusammengestellt. Die Charaktere passen gut zusammen, besser als im letzten Jahr, da war es nicht so eine homogene Truppe. Das macht es uns natürlich auch als Spieler leichter, den Gameplan des Trainers zu verfolgen, wenn wir uns gegenseitig aufeinander verlassen können.

Vor Saisonbeginn wurden die Ziele in Bayreuth gewohnt zurückhaltend formuliert. Raoul Korner sprach davon, dass man sich in den nächsten Jahren sukzessive dem ʺoberen Strich″ nähern wolle. Momentan steht der vierte Tabellenplatz zu Buche. Wie realistisch sind die Playoffs schon in diesem Jahr?

In einer kleinen Stadt wie Bayreuth ist relativ schnell die Euphorie zu spüren, genau wie im letzten Jahr die Frustration auch relativ schnell da war. Diese Euphorie muss man immer ein bisschen bremsen, weil ja erst sechs Spiele von 34 gespielt wurden. Aber es ist natürlich immer einfacher, mit einem Polster weiterzuspielen, als von Beginn an dem Rest der Tabelle hinterher zu rennen. Allein deshalb stehen die Chancen auf die Playoffs besser, als in den letzten Jahren. Wir haben in den ersten Partien durchaus überzeugend gespielt, auch wenn - mit Ausnahme von ratiopharm Ulm - noch keine Top-Teams dabei waren. Das Spiel gegen Ulm war die erste große Hürde und ging dann leider in der Overtime verloren. Erst wenn wir einige solcher Hürden übersprungen haben, sollten wir anfangen, über die Playoffs nachzudenken. Ansonsten fahren wir wahrscheinlich besser, wenn wir die Erwartungen etwas begrenzen.

Also sehen Sie durchaus das Potenzial, die Playoffs zu erreichen?

Das Potenzial ist vorhanden. Wir haben eigentlich auf jeder Position zwei Leute, die an einem bestimmte Tag ein "Sahnespiel" raushauen können. Unser Spielsystem ist sehr strukturiert, dass hilft uns, unsere Waffen gut einzusetzen. Natürlich werden uns die Gegner mit jedem Sieg auch immer ernster nehmen, aber ich denke, wenn wir so zusammenbleiben, können wir auch diese Herausforderungen meistern. Die Spielerverpflichtungen haben insgesamt Hand und Fuß.

Am Freitag ist nach ratiopharm Ulm mit Alba Berlin das zweite vermeintliche Top-Team der Liga zu Gast. Sie selbst haben als gebürtiger Berliner bei Alba ihre ersten Stehversuche als Profi unternommen. Inwiefern ist es ein besonderes Spiel für Sie?

Gegen Alba ist es für mich immer ein besonderes Spiel – egal ob in Berlin oder in eigener Halle. Man will in solchen Vergleichen natürlich immer den Sieg mitnehmen. Leider ist es mir erst einmal gelungen, gegen Alba zu gewinnen. Selten standen die Chancen allerdings so gut wie jetzt. Entsprechend motiviert gehe ich zusammen mit dem Team am Freitag aufs Feld.

Weiterlesen: Das komplette Interview gibt es hier bei www.sport.de.

comments powered by Disqus
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport