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Europapokal-Vorberichte
Mittwoch zwei Auswärtsspiele für deutsche Teams - Bayern in Podgorica zurück in die Spur? Swen Pförtner

Mittwoch zwei Auswärtsspiele für deutsche Teams - Bayern in Podgorica zurück in die Spur?

— Horst Schneider

Der FC Bayern München tritt am Mittwoch im Eurocup auswärts beim montenegrinischen Meister Buducnost Podgorica an und die MHP RIESEN Ludwigsburg geben ihre Visitenkarte in der BCL im belgischen Charleroi ab. Die EWE Baskets Oldenburg empfangen in eigener Halle in der Champions League den litauischen Vizemeister Neptunas Klaipeda.

Europapokal in dieser Woche:

Dienstag, 20:00 Uhr: Frankfurt – CEZ Nymburk (BCL)

Mittwoch, 19:00 Uhr: Buducnost Podgorica – München (EC)

Mittwoch, 20:00 Uhr: Ulm – Hapoel Jerusalem (EC)

Mittwoch, 20:00 Uhr: Oldenburg – Neptunas Klaipeda (BCL)

Mittwoch, 20:30 Uhr: Spirou Charleroi – Ludwigsburg (BCL)

Donnerstag, 18:00 Uhr: Darüssafaka Istanbul – Bamberg (EL)

Das Highlight der Woche bildet am Mittwoch das Heimspiel von ratiopharm ulm im7DAYS Eurocup gegen den israelischen Vizemeister Hapoel Jerusalem, der mit dem sechsfachen NBA-Allstar  Amar’e Stoudemire in die ratiopharm arena kommt. Dieses Spiel, in dem die Ulmer mit einem Sieg die Tür zur nächsten Runde für sich aufstoßen können, wird im Free-TV auf Pro7 MAXX live übertragen (eine eigene Vorschau auf dieses Spiel gibt es hier). Im Anschluss gibt es auf Pro7 MAXX wieder das neue wöchentliche Basketball-Magazin „easyCredit Crunchtime“.

Am Donnerstag folgt dann in der Turkish Airlines Eurolegaue der wahrscheinlich nächste Basketball-Krimi mit Brose Bamberg. Für den Deutschen Meister gibt es dabei in Istanbul gegen Darüssafaka Dogus ein Wiedersehen mit seinem Spielmacher der letzten beiden Jahre und letztjährigem MVP der easyCredit BBL, Brad Wanamaker. Telekom Basketball überträgt live.

Eurocup: Buducnost VOLI Podgorica - FC Bayern München (Mi, 19.00 Uhr)

Status quo: Dem FC Bayern (mit 2:1 Siegen Zweiter in der Gruppe C) bietet sich zum Abschluss der Hinrunde die große Chance, Buducnost (0:3 Siege) mit einem Sieg in der 5.000 Zuschauer fassenden Moraca-Arena von Podgorica am Tabellenende festzunageln und damit die Grundlage für das eigene Weiterkommen zu legen.

Historie: Der Club aus der Hauptstadt Montenegros erlebte seine Sternstunden 1999 bis 2001, als er in der Liga Serbien & Montenegros dreimal in Folge Partizan und Roter Stern den Meistertitel vor der Nase wegschnappte. In der 2006 eigenständig gewordenen montenegrinischen Liga ist Buducnost praktisch ohne Konkurrenz und konzentriert sich entsprechend auf die Adria-Liga, wo man 2016 erstmals die Punktrunde gewann, in den Playoffs aber wie schon 2011, 2012 und 2015 im Halbfinale scheiterte.

Die Stars: Trainer Vlado Scepanovic, 1999 der Topscorer von Buducnosts legendärem Meisterteam, hat für sein Debüt als Headcoach eine Mannschaft zusammen, um die ihn mancher Kollege auf dem Balkan beneiden dürfte. So kann er im Backcourt mit Marcus Williams, J.R. Reynolds und Nemanja Gordic auf gleich drei erfahrene Spielmacher sowie auf die Gebrüder Sehovic zurückgreifen. Im Frontcourt hat der Wurfblocker Shawn James den routinierten Boris Savovic und den talentierten Zarko Nikolic an seiner Seite.

Aktuelle Form: Buducnost gilt, im Vergleich zum Vorjahr noch einmal verstärkt, in der Adria-Liga noch vor Partizan und Cedevita als der schärfste Rivale von Roter Stern und hat diese Einschätzung bislang mit 8:0 Siegen bestätigt. Am Samstag bezwang Buducnost Cibona Zagreb mit 29 Punkten von Center-Ballerina Shawn James 95:79. Marcus Williams führte mit 18 Punkten und sieben Assists Regie.

Alte Bekannte: Neben dem ehemaligen Münchener und Ulmer Boris Savovic (im Schnitt 10 Punkte und acht Rebounds) zählt auch Sead Sehovic mit 13,6 PPG und 3,4 APG zu Buducnosts Leistungsträgern. Der ehemalige Oldenburger und Bayreuther muss allerdings seit drei Wochen verletzt zuschauen.

Livestream / TV: Telekom Basketball (Entertain/Web) überträgt ab 18:50 Uhr live. Es kommentiert Markus Krawinkel. Es gibt alle Eurocup- und Euroleague-Partien mit deutscher Beteiligung auch on demand unter www.Telekom-Basketball.de.

Champions League: EWE Baskets Oldenburg – Neptunas Klaipeda (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: Nach glücklichen Auswärtssiegen in Ventspils und Radom und einer genauso unglücklichen Heimniederlage gegen ASVEL wollen die EWE Baskets (2:1 Siege) gegen den überraschenden Tabellenführer aus Litauen (3:0 Siege) den ersten Heimsieg in der Gruppe C landen.

Historie: Der Club aus dem litauischen Ostseehafen hat sich in den letzten zehn Jahren von unteren Rängen in der litauischen Liga Schritt für Schritt an die Spitze herangearbeitet und qualifizierte sich mit dem erstmaligen Einzug ins Finale 2014 sogar für die Euroleague 2014/15. In der vergangenen Saison erreichte Neptunas zum zweiten Mal überraschend das litauische Finale.

Die Stars: Der vom litauischen Trainerrat als kommender Nationaltrainer nominierte Dainius Adomaitis, der als Spieler 1999 mit Zalgiris in München die Europaliga und 2000 mit Litauen in Sydney die olympische Bronzemedaille gewann, hat sein letztjähriges Überraschungsteam um Kapitän Martynas Mazeika und US-Power Forward Jerai Grant weitgehend zusammengehalten und durch die beiden US-Amerikaner Larry Drew und James „Jimmy“ Baron (ein begnadeter Dreierschütze) sowie Center Tadas Klimavicius sogar noch verstärkt.

Aktuelle Form: Neptunas hat sich nach einem 0:4-Fehstart in der litauischen Liga mit zuletzt 5:1 Siegen (einzige Niederlage in Kaunas) mit nunmehr 5:5 Siegen auf den vierten Tabellenplatz vorgearbeitet. Am Sonntag gelang beim Schlusslicht Siauliai ein 110:62-Sieg. Jimmy Baron (20 mit 4/6 Dreiern) führte sechs zweistellige Scorer an.

Alte Bekannte: Der im Sommer aus Bonn in seine Heimat zurückgekehrte Tadas Klimavicius ist nicht der einzige Neptunas-Akteur mit BBL-Geschichte. Der in Klaipeda geborene Martynas Mazeika spielte von 2004 bis 2007 für Berlin und Bonn. Arvydas Siksnius gab 2012 ein kurzes Gastspiel in Bayreuth.

Livestream / TV: Livestream und Replays on demand gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

Champions League: Proximus Spirou Charleroi MHP RIESEN Ludwigsburg (Mi, 20:30 Uhr)

Status quo: Der Kantersieg über Szolnok (99:56) hat den MHP RIESEN (1:2 Siege) geholfen, die beiden unglücklichen Auftaktniederlagen gegen Partizan und in Zielona Gora zu vergessen. Im 6.300 Zuschauer fassenden Spiroudome im belgischen Charleroi soll nun bei den noch sieglosen Belgiern der erste Auswärtssieg gelingen.

Historie: Der Club aus der Geburtsstadt des belgischen Comic-Helden „Spirou“ hat seine glorreiche Ära 1996 bis 2011, als man in 16 Jahren zehnmal belgischer Meister wurde und sich fünfmal für die Euroleague qualifizierte, in nun schon fünf titellosen Jahren etwas aus den Augen verloren. 2014 und 2016 wurde in Belgien sogar das Halbfinale verpasst.

Die Stars: Der neue Spirou-Trainer Fulvio Bastianini hat sein Team um eine Handvoll starker belgischer Spieler aufgestellt. Aber Verletzungen der beiden Nationalcenter Kevin Tumba und Ioan Iarochevitch machten gleich Anfang Oktober einen Strich durch die Rechnung und vor zwei Wochen fiel mit Forward Loic Schwartz der dritte Nationalspieler aus. Jetzt hat Spielmacher Niels Marnegrave in der ersten Fünf mit D. J. Richardson, Jevohn Shepherd, Brandon Bowman und Bryan Davis doch wieder vier Ausländer an seiner Seite.

Aktuelle Form: Zwar hat Spirou in der belgischen Liga schon überraschende Siege über Meister Oostende und Vizemeister Aalst gelandet, aber vier andere Spiele wurden verloren und sorgten für lange Gesichter in Charleroi. Am Samstag gelang mit 26 Punkten von D.J. Richardson und 24 von Brandon Bowman ein 95:88-Sieg beim Außenseiter Leuven, so dass man mit nunmehr 3:4 Siegen immerhin schon Tabellensiebter ist.

Alte Bekannte: Brandon Bowman spielte in der easyCredit BBL für Bonn (2008/09), Vechta (2013/14) und Bayreuth (2014/15). Der Kanadier Jevohn Shepherd spielte 2011 ein paar Monate für Frankfurt.

Livestream / TV: Livestream und Replays on demand gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

Bereits gespielt diese Woche:

Champions League: FRAPORT SKYLINERS – CEZ Nymburk (Di, 20.00 Uhr)

Status quo: Nur 48 Stunden nach der ernüchternden 56:72-Heimniederlage gegen Bayreuth – der vierten Niederlage in Folge in der easyCredit BBL BBL -empfangen die FRAPORT SKYLINERS in der BCL mit CEZ Nymburk (2:1 Siege) einen Gegner, der wie die Hessen (1:2 Siege) in der Gruppe A den vierten Platz hinter den drei Favoriten Monaco, Aris und Banvit im Visier hat.

Historie: Nymburk ist in der tschechischen Liga mit 13 Meistertiteln in Folge seit über zehn Jahren ohne Konkurrenz und richtete bis vor kurzem seinen Fokus auf den Eurocup (Viertelfinale 2010 und 2012) und Gastspiele in der Adria-Liga oder der russischen United League. Aus politischen Gründen – der Vereinspräsident ist auch Präsident des tschechischen Verbandes – spielt CEZ Nymburk in dieser Saison nur noch in der BCL und in der tschechischen Liga.

Die Stars: Ronen Ginzburg, der 2006 zusammen mit Muli Katzurin nach Nymburk kam und seinen Landsmann 2010 als Headcoach ablöste, kann auf eine mit vier US-Amerikanern und erfahrenen Nationalspielern wie Jiri Welsch, Pavel Pumprla und Per Benda sehr tiefe Rotation zurückgreifen, aus der der kubanische Forward Howard Sant-Roos als Topscorer und bester Rebounder herausragt.

Aktuelle Form: 10:0 Siege mit einer durchschnittlichen Korbdifferenz von 36 Punkten stempeln CEZ Nymburk auch in dieser Saison zum ungefährdeten Überflieger in der tschechischen Liga. Am Sonntag wurde der Vorletzte Brno mit 103:63 abgefertigt. Bryon Allen war mit 20 Punkten Topscorer beim schon sechsten „Hunderter“ in zehn Liga-Spielen.

Alte Bekannte: Eugene Lawrence spielte in den letzten zweieinhalb Jahren für die Telekom Baskets Bonn. Howard Sant-Roos spielte von 2011 bis 2013 in Braunschweig an der Seite von Dennis Schröder vorwiegend in der ProB, für fünf Spiele aber auch in der easyCredit BBL.

Livestream / TV: Livestream und Replays on demand gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

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