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Sebastian Dorbrietz

"Der Mix aus Position drei und vier macht mir großen Spaß" - Berlins Nationalspieler Niels Giffey im Interview

— ALBA BERLIN

Als Power Forward Tony Gaffney vor vier Wochen ausfiel, war das für ALBA ein Schlag ins Kontor, denn mit Malcolm Miller fehlte ja schon ein anderer Forward verletzt. Trainer Ahmet Caki musste improvisieren und rückte Niels Giffey verstärkt von der Position drei auf die vier, wo der Nationalspieler regelrecht aufblühte. Niels spricht über diese veränderte Rolle und natürlich auch über die Spiele gegen Bamberg und Bilbao.

Niels, habt ihr am Sonntag gegen Bamberg die Chance verpasst, einen etwas geräderten Meister zu schlagen?

NG: Ja, ich glaube, wir haben in diesem Spiel gegen Bamberg eine große Chance liegen gelassen. Es war wirklich ärgerlich, dass wir sie im dritten Viertel so davonziehen lassen haben. Kikanovic hat ein gigantisches Spiel gemacht, aber die anderen Optionen haben wir nicht richtig genutzt. Wir haben es irgendwie nicht geschafft, die Würfe auch von außen zu treffen. Um Bamberg zu schlagen, hätte die gesamte Mannschaft einen Flow kriegen müssen, der sich dann auch auf die Defensive überträgt.

Hast du trotzdem wenigstens Fortschritte in der Defensive gesehen?

NG: Ich glaube, defensiv sahen wir gut aus, wenn wir die Presse gespielt haben, wo Bamberg gegen unseren Druck vorne oft nur noch zwölf Sekunden für den Angriff übrig hatte. Das hätten wir vielleicht noch etwas mehr nutzen können.

Aber die Bamberger haben dann auch unter Zeitdruck doch immer noch Lösungen gefunden?

NG: Da hat man dann schon die Qualität der Bamberger gesehen, die den Ball sehr gut bewegen. Da kommt dann am Ende der Rotation doch noch so ein Wurf aus der Ecke vom besten Werfer, Strelnieks, und geht natürlich rein. Das einzustecken, ist schon tough.

Seit Saisonbeginn fallen bei euch immer wieder Spieler aus und andere kommen neu in die Rotation. Unter diesen Umständen ist es schwierig, gerade in der Verteidigung auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen?

NG: Ja, wenn Leute wie Tony ausfallen, der ein super Energizer ist und der als Veteran auch mal eine klare Ansage machen kann, dann ist das schon ziemlich ärgerlich. Wir müssen jetzt einfach weiter nach Wegen suchen, in der Defensive konstanter zu werden und die Energie über vierzig Minuten hoch zu halten.

Wie wirkt sich die neue Regelauslegung aus, dass die „Notbremse“  als unsportliches Foul gepfiffen wird? Ist das eine große Umstellung?

NG: Ja, das macht die Verteidigung etwas schwieriger, aber ich finde es trotzdem sehr gut, dass das jetzt so gepfiffen wird. Ich glaube, das hat zuletzt das Spiel kaputt und unansehnlich gemacht, dass da jeder Fastbreak so gestoppt wurde. Die neue Auslegung ist attraktiver. Die Zuschauer wollen ja auch schönen Basketball sehen.

Nach dem Ausfall von Tony Gaffney musstest du auf die Position vier aufrücken, wo du aber so richtig aufgeblüht bist?

NG: Das hat mir auf jeden Fall ein paar Vorteile gebracht, die ich als normaler Small Forward nicht habe. Gegen die größeren Vierer kann ich mein Dribbling aggressiver nutzen. Auch die Offensivrebounds gegen die größeren und längeren Leute klappen gut, weil ich die mit meiner Schnelligkeit attackieren kann. Im Spacing kriege ich auch meine Dreier.

Und wenn Tony Gaffney zurückkommt, musst du wieder auf die Position drei zurück?

NG: Ich glaube, dass wir diese für mich gefundene Rolle als zwischen den Positionen drei und vier wechselnder Tweener auch dann weiter nutzen werden. Das klappt doch sehr gut und mir macht dieser Mix aus drei und vier auch sehr viel Spaß.

Hier geht es zum kompletten Interview.

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