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Europapokal-Vorberichte
Dienstag: Bamberg tritt mit neuem Mut bei Real Madrid an / Auswärtsspiele für Bonn und Ludwigsburg Daniel Löb

Dienstag: Bamberg tritt mit neuem Mut bei Real Madrid an / Auswärtsspiele für Bonn und Ludwigsburg

— Horst Schneider

Auch in der Woche vor Weihnachten wird europäisch gespielt. Meister Bamberg muss in der EuroLeague sogar zweimal ran – am Dienstag in Madrid und am Donnerstag gegen Piräus. Nur der EuroCup legt nach dem Ende der Vorrunde eine Pause ein:

Europapokal in dieser Woche:

Dienstag, 18:30 Uhr: Szolnoki Olaj – Ludwigsburg (BCL)

Dienstag, 19:00 Uhr: Oberwart Gunners – Bonn (FEC)

Dienstag, 20:45 Uhr: Real Madrid – Bamberg (EL)

Mittwoch, 20:00 Uhr: Oldenburg – Rosa Radom (BCL)

Mittwoch, 20:00 Uhr: Frankfurt – Helios Domzale (BCL)

Donnerstag, 20:00 Uhr: Bamberg – Olympiakos Piräus (EL)

Die Bamberger haben sich in der Turkish Airlines EuroLeague mit ihren beiden Siegen in Tel Aviv und Nürnberg wieder aufgerappelt. In dieser Woche stellen sich aber mit dem spanischen Meister Real Madrid (am Dienstag in Madrid) und mit dem griechischen Meister Olympiakos Piräus (am Donnerstag in Bamberg) der Tabellenzweite und der Tabellendritte in den Weg. Telekom Basketball überträgt beide Spiele live. 

In der Basketball Champions League treffen die deutschen Vertreter durchweg auf in der Tabelle schlechter platzierte Gegner. Ludwigsburg spielt am Dienstag im ungarischen Szolnok, Oldenburg empfängt am Mittwoch Radom (Polen) und Frankfurt spielt gegen Domzale (Slowenien). Die Telekom Baskets Bonn treten im FIBA Europe Cup am Dienstag als Favorit im österreichischen Oberwart an.

Euroleague: Real Madrid - Brose Bamberg (Di, 20:45 Uhr)

Duell vom 25. Februar 2016:

Status quo: Gerne würde Brose Bamberg (4:8 Siege) seine gegen Maccabi und gegen Efes gestartete Siegesserie ausbauen. Aber in Madrid trifft der Deutsche Meister auf einen Tabellenzweiten (8:4 Siege), der in dieser Saison wettbewerbsübergreifend von 13 Heimspielen im 15.000 Zuschauer fassenden Barclaycard Center nur eines verloren hat (am dritten EuroLeague-Spieltag gegen Vitoria).

Historie: Auch wenn Real Madrid die EuroLeague erst einmal (2015) gewonnen hat, stehen die „Königlichen“ mit insgesamt neun kontinentalen Titeln (inkl. dem Europapokal der Landesmeister und der früheren FIBA-Europaliga) als der erfolgreichste Klub Europas in den Basketball-Geschichtsbüchern. In der spanischen Basketball-Liga hat Real, bei dem im Gegensatz zum mehrere Sportarten abdeckenden Erzrivalen FC Barcelona ausschließlich Fußball und Basketball gespielt wird, 33 nationale Titel gesammelt (zuletzt 2014, 2015 und 2016) und ist damit der erfolgreichste Klub des Landes.

Sergio Llull macht Sachen:

Die Stars: Mit Sergio Rodriguez hat Trainer Pablo Laso im Sommer nur einen Leistungsträger ziehen lassen müssen. Umso mehr hat auf der Position eins in dieser Saison der andere Nationalspieler Sergio Llull mit 18,9 PPG und 6,0 APG den Hut auf. Während Llulls Verletzung hat in den letzten Wochen der erst 17-Jährige Luka Doncic mit beeindruckenden Leistungen sein riesiges Talent unter Beweis gestellt. Im Frontcourt glänzen neben den unverwüstlichen Felipe Reyes (36) und Andres Nocioni (37) vor allem Anthony Randolph (11,4 PPG und 6,2 RPG) und Center Gustavo Ayon (8,7 PPG und 5,3 RPG). Kult-Status haben zudem in Madrid Rudy Fernandez (9,1 PPG ) und der Dreierspezialist Jaycee Carroll (9,0 PPG).

Aktuelle Form: Unbeeindruckt von der jüngsten Verletzungsserie führt Real mit 11:1 Siegen (einzige Niederlage in Barcelona) die spanische Liga an. Am Sonntag feierten knapp 7.000 Zuschauer beim 106:59 über Obradoiro das Comeback von Sergio Llull nach zweiwöchiger Verletzungspause. Der Point Guard führte mit 18 Punkten ein entfesselt aufspielendes Real-Team an, das mit 23 Punkten von Jaycee Carroll (6/7 Dreier) und 17 von Andres Nocioni 5/7 Dreier) den Außenseiter aus Santiago de Compostela mit 18/29 Dreiern aus der Halle schoss.

Livestream / TV: Das Spiel wird ab 20.35 Uhr live auf Telekom Basketball übertragen. Michael Körner kommentiert. Alle Partien mit deutscher Beteiligung in EuroLeague und EuroCup sind live und auf Abruf unter www.Telekom-Basketball.de verfügbar.

Champions League: Szolnoki Olaj - MHP RIESEN Ludwigsburg (Di, 18:30 Uhr)

Status quo: Mit 6:3 Siegen (darunter Heimsiegen über die Tabellenführer Besiktas und AEK) liegen die MHP RIESEN in der Gruppe E auf einem guten Playoff-Kurs und haben sogar noch Chancen auf den Gruppensieg – wenn man einen Ausrutscher in der 2.000 Zuschauer fassenden Tiszlageti-Halle von Szolnok vermeidet, wo der Tabellenletzten Szolnoki Olaj mit 1:8 Siegen schon so gut wie ausgeschieden ist.

Hinspiel: Mit 99:56 feierten die MHP RIESEN nach zwei unglücklichen Auftaktniederlagen am dritten Spieltag gegen die Ungarn ihren ersten Sieg in der Champions League und spielten die vor allem am Brett mit 17:40 Rebounds unterlegenen  Gäste um David Vojvoda (15), Troy Barnies (13) und Milos Borisov (13) an die Wand. Jack Cooley (20), Johannes Thiemann (19) und Tekele Cotton (18) waren die Ludwigsburger Topscorer.

Die Stars: Szolnoks Topscorer sind die Außenspieler David Vojvoda (14,8 PPG) und Milos Borisov (13,3 PPG). US-Spielmacher James Kinney, dessen Comeback nach langer Verletzung im Hinspiel noch sichtlich zu früh kam, ist inzwischen voll ins Team integriert. Außerdem hat Trainer Peter Por sein Aufgebot Anfang Dezember durch den korbgefährlichen montenegrinischen Combo Guard Nikola Pavlicevic verstärkt. Allerdings muss jetzt von nunmehr sieben Ausländern immer einer draußen bleiben (in der BCL gelten anders als in EuroLeague und EuroCup die jeweiligen nationalen Ausländerquoten).

Aktuelle Form: Der langjährige Überflieger in der ungarischen Liga tut sich in dieser Saison auch national schwer. Am Wochenende ist Szolnoki Olaj (deutsch: Öl) durch eine 72:83-Niederlage in Kaposvar mit nunmehr 6:4 Siegen sogar auf den sechsten Tabellenplatz zurückgefallen. 19 Punkte von David Vojvoda konnten die Niederlage nicht verhindern.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholungen auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

FIBA Europe Cup: Redwell-Gunners Oberwart - Telekom Baskets Bonn (Di, 19:00 Uhr)

Status quo: Nach dem ungefährdeten Auftaktsieg über APOEL Nikosia müssen die Telekom Baskets nun auch auswärts beim anderen Außenseiter in der  1.500 Zuschauer fassenden Sporthalle Oberwart punkten, um unbeschwert in die Duelle gegen den anderen Gruppenfavoriten Prienai (Litauen) gehen zu können.

Vorrunde: Der letztjährige österreichische Überraschungsmeister spielt wie die Bonner in der Vorrunde in einer der drei Dreiergruppen. In der Gruppe E genügten dabei zwei knappe Siege über Tartu Rock (79:78 in Estland und 79:76 in Oberwart), um als Gruppenzweiter hinter Pau-Orthez mit 2:2 Siegen in die zweite Runde einzuziehen.   

Die Stars: Das sehr junge Gunners-Team wird von fünf US-Amerikanern getragen. Point Guard Derek Jackson (14,4 PPG und 5,0 APG), Andell Cumberbatch (15,2 PPG), Chris McNealy (12,6 PPG), Jamari Traylor (9,0 PPG) und Center Cedric Kuakmensah (13,6 PPG) erzielen mehr als achtzig Prozent der Oberwarter Punkte.

Aktuelle Form: Die Gunners landeten am Samstag mit 80:71 Siegen in Traiskirchen in der österreichischen Bundesliga ihren siebten Sieg in Folge und bleiben mit 10:2 Siegen Tabellenführer. Ein frühe deutliche Führung ermöglichte Trainer Chougaz, seine US-Star mit Blick auf das Bonner Gastspiel im Schlussviertel zu schonen. Die Topscorer waren mit je 17 Punkten Spielmacher Derek Jackson und Center Cedric Kuakmensah.

Alte Bekannte: Oberwarts Trainer Chris Chougaz gehörte in seiner aktiven Zeit vor zwanzig Jahren zu den griechischen Spielen, die das Bosman-Urteil für ein Gastspiel in der Bundesliga nutzten (Bayreuth 1996/97).

Livestream / TV: Kostenlose Streams aller Spiele im FIBA Europe Cup gibt es live und auf Abruf auf dem YouTube-Kanal der FIBA.

Champions League: FRAPORT SKYLINERS - Helios Suns (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: Der vierte Platz in der Gruppe A ist für die FRAPORT SKYLINERS (3:6 Siege) bei nun schon drei Siegen Rückstand kaum noch zu erreichen. Wenn die Frankfurter die nächste Runde noch erreichen, dann als einer der vier besten Gruppenfünften. Ein (mit Blick auf ein günstiges Korbverhältnis) möglichst hoher Heimsieg gegen den mit 1:8 Siegen schon abgeschlagenen slowenischen Meister ist deshalb für die SKYLINERS Pflicht.

Hinspiel: In einem merkwürdigen Spiel, in dem beide Seiten aus der Distanz mit je 47 Prozent deutlich besser trafen als in der Zone, machte Kwame Vaughn mit 27 Punkten als einziger zweistelliger Scorer der Frankfurter den Unterschied zum 61:56-Sieg aus. Für die Gastgeber waren Djordje Lelic (19) und Tomas Kyzlink (11) am erfolgreichsten.

Die Stars: Neben dem aktuell verletzten Topscorer  Forward Djordje Lelic (Topscorer im Hinspiel) strahlten im Team des kroatischen Trainers Jaksa Vulic im bisherigen Saisonverlauf der tschechische Shooting Guard Tomas Kyzlink (13,2 PPG) und US-Spielmacher Brandyn Curry (10,5 PPG) die größte Korbgefahr aus.

Aktuelle Form: Seit Helios Anfang Dezember den glücklosen US-Forward Kyle Casey durch den Neuseeländer Marcel Jones (ist nicht in der Champions League spielberechtigt) ersetzt hat, hat Helios in der slowenischen Liga kein Spiel mehr verloren und ist mit 7:3 Siegen Dritter. Am Samstag gewann Helios mit 17 Punkten von Jones und 18 durch den ebenfalls nachträglich verpflichteten Maj Kovacevic ungefährdet 81:52 beim Außenseiter Portoroz.

Alte Bekannte: US-Spielmacher Brandyn Curry spielte in der vergangenen Saison für die Eisbären Bremerhaven in der easyCredit BBL. US-Center Cory Remekun begann seine Profi-Karriere 2013/14 mit den Dragons Rhöndorf in der ProB.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholungen auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

Champions League: EWE Baskets Oldenburg – Rosa Radom (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: Mit 5:4 Siegen sind die EWE Baskets in der komplizierten Gruppe auch als Tabellendritter noch lange nicht auf der sicheren Seite. Mit einem Heimsieg am Mittwoch über Rosa Radom (3:6 Siege) können die Oldenburger aber einen der noch zahlreichen Konkurrenten endgültig abhängen.

Hinspiel: Die zur Halbzeit gegen die aus allen Lagen treffenden Polen schon 24:40 zurückliegenden Oldenburger um Philipp Schwethelm (20 Punkte) kämpften sich nach dem Seitenwechsel mit Brian Qvale (20) und Rickey Paulding (17) Punkt um Punkt heran und erzwangen mit einem 11:0-Lauf am Ende der regulären Spielzeit eine Verlängerung, in der sie dann den Spieß zum 70:66-Sieg umdrehten. Gary Bell (16) und Tyrone Brazelton (15) waren Radoms Topscorer.

Die Stars: Trainer Wojciech Kaminski hat nach der schweren Verletzung von Tyrone Brazelton Jordan Callahan (11,7 PPG und 4,0 APG) als neuen Spielmacher nach Radom geholt. Topscorer ist Gary Bell (14,2 PPG) mit einer 45-prozentigen Dreierquote. Nationalspieler Michal Sokolowski glänzte auf dem Flügel mit 10,6 PPG und 7,3 RPG. Der NBA-erfahrene US-Center Darnell Jackson legt (nicht nur am Brett) 11,1 PPG und 7,6 RPG auf.

Aktuelle Form: Auch im November und Dezember hat Rosa Radom zu keiner konstanten Form gefunden, bleibt aber in der sehr ausgeglichenen polnischen Liga mit 7:5 Siegen als Siebter in Lauerstellung. Am Sonntag wurde Gdynia mit 70:67 niedergekämpft. Jordan Callahan mit 21 Punkten sowie Michal Sokolowski mit starker Defense, 13 Punkten und sieben Rebounds waren die Matchwinner.    

Alte Bekannte: Auch der für den verletzten Ex-Bremerhavener Tyrone Brazelton nach Radom geholte Jordan Callahan hat schon in der easyCredit BBL gespielt – der vergangenen Saison war er Topscorer der Crailsheim Merlins.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholungen auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) unter http://www.livebasketball.tv und auf DAZN.

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