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Beko BBL TOP FOUR
„Wir wollen in München alles gewinnen!“ – Berlins Ismet Akpinar über das Beko BBL TOP FOUR Matthias Kuch

„Wir wollen in München alles gewinnen!“ – Berlins Ismet Akpinar über das Beko BBL TOP FOUR

— Interview: Frank Weiss

Nachwuchsaufbau Ismet Akpinar von ALBA BERLIN in der aktuellen BIG über die Ziele seines Teams beim Pokalwochenende im Münchner Audi Dome

Ismet, ihr habt Würzburg in der Qualifikation für das Beko BBL TOP FOUR klar mit 102:73 geschlagen. Es scheint, das Team wollte unbedingt nach München?

Auf jeden Fall! Das war eines unserer Saisonziele. Jetzt wollen wir dort natürlich auch alles gewinnen. Wir hatten zuvor ein gutes Spiel gegen Aris. Diese Energie haben wir in die Partie gegen Würzburg mitgenommen. Wir haben den Ball gut bewegt und hochprozentig getroffen. So hatten wir am Ende über hundert Punkte.

München hat in Berlin vor zwei Jahren die Meisterschaft gefeiert. Spielt es für euch eine Rolle, dass das TOP FOUR beim großen Rivalen im Süden stattfindet?

Klar. Die Rivalität mit München steht außer Frage. Sie haben den Heimvorteil, was schon ein großer Vorteil ist. Doch das heißt noch gar nichts. Sie müssen auch zwei Spiele gewinnen. Auch für München werden das zwei schwere Spiele.

Bei ALBAs Pokalsieg vor zwei Jahren warst du auch schon dabei. Damals kamst du aber nicht zum Einsatz. Jetzt hast du gegen Würzburg 15 Punkte erzielt. Gehst du in diesem Jahr mit einem anderen Gefühl in das TOP FOUR?

Das TOP FOUR hat in diesem Jahr einen ganz anderen Stellenwert für mich. Ich gehe mit einer anderen Vorbereitung in das Turnier. Klar freut man sich, wenn man den Titel gewinnt, wie damals. Man ist ja Teil der Mannschaft. Doch es ist etwas anderes, wenn man wirklich im Spiel dabei ist und am Sieg – oder auch einer Niederlage – aktiv beteiligt ist. Man freut sich bei einem Sieg noch mehr, oder ist deutlich trauriger, wenn man mal verliert. Ich freue mich, diesmal mit einer größeren Rolle ins Pokalturnier zu gehen.

Du bist in dieser Saison erstmals fester Bestandteil der Rotation. Fühlst du dich jetzt als BBL-Spieler?

Ja. In diesem Jahr komme ich auch in spielentscheidenden Situationen rein und bekomme nicht nur die Garbagetime. Es ist schön, jetzt eine Rolle zu haben. Nun kann ich zum Spiel etwas beitragen.

Du bist 2013 mit 18 Jahren nach Berlin gewechselt, bekamst anfangs nicht viel Einsatzzeit, nun mehr – Woran hast du in den vergangenen zwei Jahren gearbeitet?

Anfangs waren das normale Skills wie Wurf, Pick’n’Roll-Spiel, Ballhandling. Das Wichtigste war aber die Physis. Das ist ein Grund, warum ich jetzt auch spiele: Schnelligkeit und die Verteidigung. Wurf und Ballhandling waren schon bald auf Bundesliganiveau. Aber körperlich hat es gefehlt. Ich konnte physisch nicht mithalten. Ich habe viel Zeit im Kraftraum verbracht, mit Fußarbeit. Damit ich es schaffe, Spieler zu stoppen, in der Verteidigung Akzente zu setzen. Das war meine größte Schwäche. Ich würde sagen, mittlerweile habe ich mich darin so weit verbessert, dass ich Energie bringe, wenn ich von der Bank komme.

Hast du körperlich zugelegt?

Ja. Als ich ankam, wog ich knapp 77 Kilo. Jetzt bewege ich mich um die 81, 82 Kilo. Unser Athletiktrainer meinte: Das reicht jetzt erst mal. Wir wollen gar nicht, dass du ein Muskelpaket wirst. Fünf Kilo in drei Jahren zuzunehmen, ist gut. Das sollte meine Gewichtsklasse sein. Maximal bei 85 Kilo.

Hast du während dieser frustrierenden Zeit vergangene Saison auch das Gespräch mit Trainer Sasa Obradovic gesucht?

Klar. Ab und zu gab es Gespräche. Sei es nach dem Training oder im Kraftraum. Er hat mich zur Seite genommen oder ich habe das Gespräch gesucht. Ich habe gefragt: Was ist der Grund? Ich will unbedingt spielen. Was muss ich besser machen? Er meinte auch, dass meine Zeit kommen wird, wenn ich weiter so arbeite und meine Leistung bringe, so ehrgeizig bleibe. Er sagte aber auch, ich sei noch nicht so weit. Vor allem als Aufbauspieler, Spieler in Szene zu setzen, Ruhe auszustrahlen, Gegenspieler zu stoppen. Er meinte, wenn ich das schaffe, bekomme ich meine Chance.

 

Das Beko BBL TOP FOUR im Überblick:

Samstag, 20. Februar
16.00 Uhr: Brose Baskets – FC Bayern München
19.00 Uhr: ALBA BERLIN – FRAPORT SKYLINERS

Sonntag, 21. Februar
12.00 Uhr: Spiel um Platz 3
14.45 Uhr: Finale

„Telekom Basketball“ strahlt die vier Begegnungen live und kostenfrei nicht nur für Telekom-Kunden, sondern für alle Interessierten auf Telekombasketball.de aus, und wer das Beko BBL TOP FOUR live im Audi Dome erleben möchte, kann hier Eintrittskarten erwerben.

 

Das komplette Interview könnt Ihr in der aktuellen Ausgabe der BIG lesen, die es ab sofort im Handel gibt (Abonnenten haben sie bereits eine Woche früher im Briefkasten), außerdem gibt es im Heft noch folgende Themen:

Inhalt BIG #50:
Top-Four-Spezial - Das ist der Audi Dome und die vier Final-Teilnehmer
Bayern München - Rechtzeitig zum Top Four in eigener Halle hat das Team seine Top-Form gefunden. Eine Analyse der Gründe
Brad Wanamaker - Der Aufbau der Brose Baskets ist der beste Spieler der BBL. Kann Bamberg ihn über die Saison hinaus halten?
Johannes Richter - Der Forward der Frankfurter soll beim Top Four den verletzten Danilo Barthel ersetzen. Packt er das?
Konstantin Klein - Im BIG-Interview spricht der Aufbauspieler über die Chancen der Skyliners in allen Wettbewerben, die Nationalmannschaft und seine Zukunft
Ismet Akpinar - Das Aufbau-Talent von Alba Berlin ist erstmals Teil der Rotation. In BIG spricht er über den langen Weg zum BBL-Profi
Ranking: Small Forwards - Die 20 besten Flügelspieler der Beko BBL in der BIG-Rangliste
Mladen Drijencic - Der Oldenburger Trainer spricht im BIG-Interview über seine erste Saison als BBL-Headcoach, seine Ziele und die Flucht aus Bosnien
Eisbären Bremerhaven - Warum der Klub seit Jahren kein Playoff-Contender mehr ist
Herber: Basketball in 50 Jahren - Johannes Herber schreibt in BIG über seine Zukunftsvisionen
Maodo Lo - Das große Aufbau-Talent spielt sein letztes Jahr am College. Doch was kommt danach? BIG fragte nach
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Dennis Schröder - Ohne Nowitzki wird es im DBB-Team noch mehr auf den Hawks-Star ankommen. Im BIG-Interview spricht er über seine Entwicklung
Carlos Arroyo - Der Aufbau des FC Barcelona spricht in BIG über die Brose Baskets, die Euroleague und seine NBA-Karriere
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