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"In meinem Beruf weiß man ja nie, wie das Leben so spielt" - Henrik Rödl über sein Leben als hauptamtlicher Bundestrainer

— Interview: Theo Breiding

Henrik Rödl wird als zukünftiger Bundestrainer gehandelt, aktuell arbeitet er unter Chris Fleming als Co-Trainer der DBB-Auswahl. Im Interview mit der Berliner Morgenpost spricht er über die Zusammenarbeit mit Fleming, die Rückkehr in seine Wahlheimat Berlin und die Unwägbarkeiten des Trainerjobs:

Sie haben nicht nur, wie es in der Redewendung heißt, noch einen Koffer in Berlin, sondern sogar eine voll eingerichtete Wohnung, Herr Rödl. War Ihnen immer klar, dass Sie nach Berlin zurückkehren würden?

Ja und nein. In meinem Beruf weiß man ja nie, wie das Leben so spielt. Aber für meine Familie und mich ist Berlin unser Zuhause, und das Bild vom Koffer trifft es schon sehr gut. Uns war wichtig, dass wir, egal, was passieren könnte, gerade in meinem Beruf als Trainer, eine Art Rückhalt haben.

Sie sind seit Anfang des Jahres hauptamtlicher Bundestrainer. War das der Startschuss für den Umzug nach Berlin?

Nach der Insolvenz in Trier hätten wir auch schon im vergangenen Jahr zurückkommen können, aber da meine Tochter dort noch ihr Abitur gemacht hat, sind wir ein weiteres Jahr geblieben. Jetzt bin ich mit meiner Festanstellung beim DBB nicht mehr an einen Ort gebunden. Nach den Qualifikationsspielen zur Europameisterschaft im Sommer werden in Trier dann die Koffer gepackt.

Die Nationalmannschaft bestritt ihr letztes Spiel im September in Berlin und wird sich erst im Sommer wieder treffen. Was macht ein Bundestrainer derzeit?

Ich bin viel unterwegs, stelle mich bei den Klubs in meiner neuen Funktion vor, sehe Spiele und Trainingseinheiten meiner Kollegen an und halte mit den Spielern Kontakt, damit es im Sommer, wenn es losgeht, einen fließenden Übergang gibt. Ich werde überall sehr freundlich und mit Respekt empfangen. Alle Türen stehen offen, auch dort, wo ich bislang keine engeren persönlichen Kontakte hatte, eine gute Erfahrung.

Chris Fleming hat es leichter, die Spieler, die in den USA spielen, im Auge zu behalten, weil er sie auch in Aktion sieht.

Cheftrainer der Nationalmannschaft ist Chris Fleming, der das Team bei der Europameisterschaft coachte und jetzt in der NBA bei den Denver Nuggets als Assistent arbeitet. Fleming in den USA, Sie hier – wie sieht Ihre Zusammenarbeit aus?

Chris hat es leichter, die Spieler, die in den USA spielen, im Auge zu behalten, weil er sie auch in Aktion sieht. Er ist sehr gut über das informiert, was hier passiert, und wir telefonieren sehr oft miteinander. Ich bin ja zudem noch hauptverantwortlich für den A2-Kader, die Jahrgänge 1993 und jünger, die Generationen, die nachkommen. Ich werde Ende März auch beim Albert-Schweitzer-Turnier die U18 als Assistent mit betreuen, um eine Übersicht zu bekommen, welche Talente in Deutschland da sind.

Als der Deutsche Basketball Bund Ihre Anstellung mit der Umschreibung "langfristig" bekanntgab, wurde bei vielen sofort spekuliert, dass Sie Chris Fleming früher oder später beerben würden. Was ist da dran?

Das ist irgendwann im Bereich des Möglichen. Stand der Dinge ist, dass ich in der Funktion bin, in der ich auch im vergangenen Sommer war, nämlich als sein Assistent, nur eben hauptamtlich und dass ich weitere Koordinationsaufgaben übernehme.

Hier geht es weiter zum kompletten Interview der Berliner Morgenpost mit Henrik Rödl!

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