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Sechs Punkte Abzug und Geldstrafe von 40.000 Euro: Lizenzligaausschuss sanktioniert Phoenix Hagen fotoduda.de

Sechs Punkte Abzug und Geldstrafe von 40.000 Euro: Lizenzligaausschuss sanktioniert Phoenix Hagen

— Beko BBL

Verstöße gegen Mitteilungspflichten / „Sind erst im März über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse informiert worden“ / Schutzgut der Regelungen: „Fairer Wettbewerb unter gleichen Start- und Durchführungsbestimmungen“ / Anordnung einer Sonderprüfung unter anderem mit Blick auf das Lizenzverfahren für die Saison 2016/2017

Der Lizenzligaausschuss der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) unter dem Vorsitz von Dr. Thomas Braumann hat Phoenix Hagen wegen Verstoßes gegen § 5 („Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“) und § 13 („Mitteilungspflicht“) des BBL-Lizenzstatuts mit sofortiger Wirkung sechs positive Wertungspunkte abgezogen und den Klub darüber hinaus mit einer Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro belegt. Der Entscheidung vorausgegangen waren separat angeforderte Unterlagen und ausführliche Prüfungen dieser durch den Gutachter- und Lizenzligaausschuss der Beko BBL. Ausgangspunkt dafür waren ein Gespräch der Verantwortlichen von Phoenix Hagen mit der Liga am 29. Februar dieses Jahres sowie Meldungen in den Medien im März 2016.

Der Abzug von sechs positiven Wertungspunkten hat zur Konsequenz, dass Phoenix Hagen mit 16:34 Punkten auf Platz 14 der aktuellen Tabelle geführt wird. Gemäß § 20 der BBL-Spielordnung („Tabelle“) ist Phoenix Hagen „bei gleicher Anzahl positiver Wertungspunkte immer schlechter zu platzieren und wird im Direktvergleich nicht berücksichtigt“. Diesen neuen Passus in der Spielordnung hatten die Beko BBL-Klubs vor dem Start der Saison 2015/2016 beschlossen.

„Nachdem der Gutachterausschuss erst im März 2016 über die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Phoenix Hagen GmbH und der Nachfolge-Organisation Phoenix Hagen GmbH & Co. KGaA aufgeklärt wurde, mussten wir diese Entscheidung treffen“, erklärte der Lizenzligaausschuss-Vorsitzende Dr. Thomas Braumann. In der von der Beko BBL geforderten Lage-Berichterstattung des Klubs vor März 2016 sind derartige Veränderungen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Seiten von Phoenix Hagen nicht angegeben worden.

Dr. Thomas Braumann: „Als Fairplay-Organisation haben wir darauf zu achten, dass die für alle Vereine geltenden Regularien eingehalten werden – unabhängig vom Zeitpunkt in einer Saison.“ Schutzgut der Regelungen sei der für alle Teilnehmer zu organisierende faire Wettbewerb – unter gleichen Start- und Durchführungsbedingungen.

Unter anderem auch mit Blick auf das Lizenzverfahren für die Saison 2016/2017 wird die Beko BBL eine Sonderprüfung durch einen externen Wirtschaftsprüfer anordnen.

Gegen die Entscheidung Lizenzligaausschusses ist das Rechtsmittel der Berufung zulässig. Der Klub hat binnen drei Tagen ab Bekanntgabe der Entscheidung die Möglichkeit, Rechtsmittel bei der Beko BBL einzulegen; wird der Entscheidung nicht abgeholfen, entscheidet das Schiedsgericht der Beko BBL endgültig.

Auszug aus dem Lizenzstatut:

§ 5: Der Klubs hat den Nachweis zu erbringen, dass seine wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind und dass er seine finanziellen Verpflichtungen in der laufenden Saison zeitgerecht erfüllen kann.

§ 13: Der Klub hat wesentliche Änderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse gegenüber seinen Angaben im Antrag auf Erteilung der Lizenz dem Lizenzligaausschuss und dem Gutachterausschuss unverzüglich unaufgefordert mitzuteilen. Erhebliche negative Abweichungen sind zu erläutern.

 Hier geht es zur aktuellen Tabelle!

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