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Nachwuchs
Ausbildungsprämien: RheinStars Köln erhalten 20.000 Euro / Insgesamt 225.000 Euro für 106 Vereine Daniel Löb

Ausbildungsprämien: RheinStars Köln erhalten 20.000 Euro / Insgesamt 225.000 Euro für 106 Vereine

— Beko BBL

Insgesamt werden 225.000 Euro an 106 Vereine ausgeschüttet / 44 Prozent der finanziellen Mittel fließen an Amateurvereine / „Gewinnung und Entwicklung von Talenten muss flächendeckend unter Beteiligung Vieler geschehen“

Der ProA-Ligist RheinStars Köln darf sich als einer von 106 Vereinen über zusätzliche Einnahmen freuen: Knapp 20.000 Euro überweist der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. den Rheinländern an Ausbildungsprämien – weil er Talente aus- und fortgebildet hat, die jetzt in der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL), der 2. Basketball-Bundesliga (ProA/ProB) oder aber in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) auf Korbjagd gehen. Die 20.000 Euro an Ausbildungsprämien für die Saison 2015/2016 sind der höchste Betrag, der seit Einführung des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V. in der Spielzeit 2008/2009 ausgeschüttet wurden.

Einen fünfstelligen Betrag erhalten zudem der MTV 1846 Gießen (12.423 Euro) und der BC Hamburg (10.441 Euro). 99.195 Euro von insgesamt 225.000 Euro an Ausbildungsprämien kommen den Amateurvereinen zugute – das sind 44 Prozent.

„Die Ausbildungsprämien sind ein wichtiger Baustein in unserer Nachwuchsförderung, um in der Breite Nachwuchs zu sichten und zu entwickeln“, sagt Jens Staudenmayer. Der Kaufmännische und Sportliche Leiter der Beko BBL sieht die 18 Erstligisten zwar „als Leuchttürme“, doch die Gewinnung und Entwicklung von Talenten müsse nach Möglichkeit flächendeckend unter Beteiligung Vieler geschehen. „Nicht zuletzt stellt die Ausbildungsprämie einen wichtigen Anreiz dar, sich der Nachwuchsarbeit konsequent und intensiv anzunehmen.“

Ismet Akpinar (ALBA BERLIN) und Mahir Agva (WALTER Tigers Tübingen) sind zwei Beispiele dafür, wie ihre „Ausbildungs-Vereine“ an den Einsätzen in der Beko BBL finanziell teilhaben. Da sowohl Akpinar als auch Agva die vom Ausbildungsfonds vorgegebene Mindestspielzeit erreicht und damit den Maximalbetrag ausgeschöpft haben – erhalten nun, im Falle von Akpinar, der BC Hamburg (8.208 Euro), der SC Rist Wedel e.V. (625 Euro) und ALBA BERLIN (1.167 Euro) Gelder aus dem Ausbildungsfonds. Bei Mahir Agva partizipieren die TSG Reutlingen, der TuS Urspringschule und der SV 03 Tübingen finanziell.

Für jeden deutschen Spieler, der unter die U23-Regelung fällt (Jahrgang 1993 oder jünger) und der in einer Saison mindestens 170 Minuten in der Beko BBL-Hauptrunde zum Einsatz gekommen ist, werden insgesamt 10.000 Euro an die bisherigen Vereine entrichtet. Der Betrag wird, abhängig davon, wie lange ein Spieler beim jeweiligen Verein gespielt hat, anteilig ausgeschüttet.

Analog dazu wird für U21-Spieler (bei einer Mindestspielzeit von 280 Minuten in der ProA-Hauptrunde) eine Summe von 7.000 Euro ausgezahlt; bei den U20-Spielern und einer Mindestspielzeit von 330 Minuten in der ProB-Hauptrunde beläuft sich der Betrag auf 4.000 Euro. Bereits in der NBBL werden die Einsatzzeiten mit Prämien für die bisherigen Vereine bedacht. 1.500 Euro werden ausgeschüttet, sobald ein Spieler des ältesten NBBL-Jahrgangs (U19) bei einem Nachwuchs-Team eines Beko BBL-Ligisten oder eines ProA- bzw. ProB-Ligisten mehr als 250 Minuten in der Hauptrunde auf dem Parkett gestanden hat.

Ausbildungsfonds und Ausbildungsprämie

Der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. wurde zur Saison 2008/2009 gegründet und hat das Ziel, den Nachwuchs im deutschen Basketball zu fördern. Neben den Vereinen aus der Beko BBL gehören seit der Saison 2011/2012 auch alle Vereine der ProA und ProB dem Ausbildungsfonds an. Dieser speist sich aus finanziellen Mitteln (jährlich feste Basiseinzahlungen sowie variable Einzahlungen, deren Größe von den Transferaktivitäten der Vereine abhängen).

Die Basiseinzahlungen der Beko BBL-Klubs erfolgen durch einen jährlichen Grundbetrag pro Klub und Saison in Höhe von 3.000 Euro, die der ProA-Vereine in Höhe von 1.500 Euro und die der ProB-Vereine in Höhe von 750 Euro. Variable Einzahlungen werden bei Spielertransfers fällig. Die Einzahlungshöhe beträgt je Neu-Verpflichtung 3.000 Euro (Beko BBL), 1.500 Euro (ProA) und 750 Euro (ProB).

In der Saison 2015/2016 umfasst das finanzielle Volumen des Ausbildungsfonds 785.000 Euro.

Die Nachwuchsaktivitäten der Beko BBL im Überblick:

  • Jeder Klub muss mit einer Mannschaft an der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL, U19) teilnehmen.
  • Jeder Klub muss mit einer Mannschaft an der Jugend Basketball Bundesliga (JBBL, U16) teilnehmen.
  • Jeder Klub muss zwei hauptamtliche und qualifizierte Jugendtrainer beschäftigen.
  • Jeder Klub muss wöchentlich mindestens fünf Grundschul-AGs sowie ein Abschlussturnier oder/und eine Grundschulliga organisieren und durchführen.
  • Jeder Klub muss jährlich über seine Aktivitäten im Nachwuchsbereich berichten.
  • Die Mittel aus dem Ausbildungsfonds werden für folgende Maßnahmen verwendet:

         - Ausbildungsprämien,

         - Vereinsübergreifende Projekte (u.a. Schulprogramm, Wettkampfdiagnostik),

         - Nachwuchstrainerausbildung,

         - Minitrainer-Offensive,

         - Zertifizierung der Nachwuchsprogramme,

         - „Wertschätzung“ für Basisarbeit im Jugendbereich.

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