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BIG - Basketball in Deutschland
„Müssen mehr Risiko eingehen“ - Berlins Sportdirektor Himar Ojeda über neue Wege zum Erfolg

„Müssen mehr Risiko eingehen“ - Berlins Sportdirektor Himar Ojeda über neue Wege zum Erfolg

— Frank Weiss

Berlins Sportdirektor Himar Ojeda, hier rechts neben Marco Baldi, spricht in der aktuellen Ausgabe der BIG über das enttäuschende Saisonende und was künftig bei den Albatrossen geändert werden muss.

Himar Ojeda, wie erklären Sie sich das enttäuschende Saisonende von Berlin?

Ich kann nur für die letzten Monate sprechen. Ich bin erst seit Februar im Verein. Die Verletzungsprobleme, wie Niels und Jordan, die lange fehlten, haben uns nicht erlaubt, als Team Rollen zu finden und ein blindes Verständnis auf dem Court aufzubauen.

Sie müssen einen neuen Trainer finden. Was sind die Kriterien bei der Suche?

Natürlich wollen wir den bestmöglichen und passenden Trainer für uns finden. Er muss in unser Programm und zu unserem Motto „Mit Leib und Seele“ passen. Wie es auch Sasa getan hat. Wir brauchen jemanden, der auch junge Spieler aus unserem Nachwuchs entwickeln will und kann. Idealerweise wachsen wir durch neue Impulse mit dem Trainer und der Trainer mit uns.

Wie sieht es mit dem Team für nächste Saison aus?

Einige Spieler haben Vertrag, andere nicht. Wir müssen die Saison jetzt analysieren: Was wollen wir tun? Wie wollen wir ein Team bauen? Das beginnt aufgrund der 6+6-Regel alles mit den deutschen Spielern. Wir haben eine Basis, aber auch den Spielraum, um ein gutes Team zu bauen.

Wie wollen Sie mit Bamberg und München mithalten, die ein deutlich höheres Budget haben?

Wir müssen kreativ sein, bei den Verpflichtungen vielleicht etwas mehr Risiko gehen, als diese Klubs es müssen. Die Teams mit großen Budgets können Spieler verpflichten, die in Europa schon etabliert sind. Wir müssen nach Spielern schauen, bei denen noch nicht jeder weiß, ob sie das nächste Level schaffen können. Diese Spieler müssen wir entdecken und in einem Team zusammenführen. Wichtig ist, dass wir als Team sehr gut funktionieren. Frankfurt in dieser Saison ist das beste Beispiel dafür.

Da gibt es immer die Gefahr, dass es nicht passt. In dieser Saison mussten mit Ivan Aska und Mitchell Watt zwei Spieler gehen.

Das stimmt. Wie gesagt, wir müssen mehr Risiko gehen. Was die reine individuelle Qualität angeht, werden wir mit Sicherheit nicht mithalten können. Wir müssen die bestmöglichen Spieler verpflichten, das Risiko dabei aber möglichst gering halten. Dazu gehören genaue Kenntnisse des Marktes, um die Puzzleteile zu einem Team zusammenzufügen. Das ist der Schlüssel. Wir brauchen bei den Spielerverpflichtungen eine hohe Trefferquote. Das bedeutet nicht 100 Prozent. Doch wenn wir eine Gruppe haben, die zusammenpasst, sich während der Saison gut entwickelt, werden wir sehr konkurrenzfähig sein.

Wie finden Sie diese Spieler?

Wir müssen einfach so viele Informationen wie möglich haben. Wir müssen die Spieler gut kennen: Wie könnten sie sich in unserer Liga entwickeln? Mit den Referees, mit den Gegnern, mit den Team-Kollegen und dem Coach. Dazu müssen die Spieler einen guten Charakter haben. Ist er ein Familienmensch oder hat er nach den Spielen lieber seinen Spaß? Hier müssen wir so viele Informationen wie möglich sammeln. Das heißt, den Spieler auf Video und live sehen. Informationen aus seinem Umfeld bekommen. Das müssen wir dann zusammenpacken. Dann kommt man zu einem Ergebnis. Ich hoffe, damit kann ich hier so erfolgreich sein, wie es ich es schon in Spanien war.

Sie sprechen Ihre Zeit auf Gran Canaria an.

Dort hatte ich damit Erfolg. Die spanische Liga ist stark und es gibt eine lange Liste von Spielern, die wir nach Gran Canaria geholt haben und die jetzt auf einem hohen Level spielen. Wie Jaycee Carroll, der nun bei Real spielt. Nik Caner-Medley, Spencer Nelson, Marquez Haynes, Juan Palacios. Wir haben auch junge Spieler entwickelt, wie Walter Tavares, der jetzt für Atlanta in der NBA spielt. Auch Joel Freeland schaffte es in die NBA, jetzt spielt er bei ZSKA. Das muss uns auch bei Alba gelingen, solche Spieler zu finden.

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