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BIG - Basketball in Deutschland
„Meine Spieler sollen Freude am Spiel haben“ – Berlins Headcoach Ahmet Caki im BIG-Interview

„Meine Spieler sollen Freude am Spiel haben“ – Berlins Headcoach Ahmet Caki im BIG-Interview

— Interview: Frank Weiss

Ahmet Caki ist neuer Trainer von Alba Berlin und Nachfolger von Sasa Obradovic. Der 41-jährige Türke kommt von Anadolu Efes. Mit dem Top-Klub stand er im Finale um die türkische Meisterschaft. BIG sprach mit Caki über seine neue Aufgabe.

Ahmet Caki, warum haben Sie sich für Alba entschieden? Sie hatten auch gute Angebote aus der türkischen Liga.

Ja, es gab Angebote von Teams aus der ersten türkischen Liga. Ich hätte auch bei Anadolu Efes als Assistent bleiben können. Aber ich habe zwei Ziele in meiner Karriere. Das eine ist, ein Euroleague-Coach zu sein. Das zweite Ziel ist, einmal im Ausland bei einem Traditionsklub wie Alba zu arbeiten. Als ich das Angebot bekam und klar war, dass ich bei Efes nicht Cheftrainer bleiben werde, habe ich mich sehr schnell für Alba entschieden. Der Klub hat Tradition und eine gute Kultur. Ich denke, in der türkischen Liga kann ich immer noch jederzeit als Headcoach arbeiten. Ich will diese Chance jetzt nutzen. Ich kenne Marco (Geschäftsführer Baldi, d.Red.) sehr gut. Auch Himar (Sportdirektor Ojeda, d.Red.) kenne ich einige Jahre. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, um gemeinsam mit Alba etwas Gutes zu erreichen.

Sie sind 41 Jahre alt. Damit sind Sie ein noch junger Trainer ...

Ja. Aber ich arbeite schon als Trainer, seit ich 18 Jahre alt bin. Als klar war, dass ich nicht auf hohem Level spielen kann, wollte ich Coach werden. Ich bekam bei Darussafaka die Chance, mit 29 Jahren Headcoach zu werden. Seitdem habe ich vor allem in der türkischen Liga als Cheftrainer gearbeitet. Ich bin als Trainer mit 41 Jahren zwar noch jung, doch ich habe schon viel Erfahrung gesammelt. Zuletzt durfte ich bei Anadolu Efes für einige Wochen als Cheftrainer arbeiten, nachdem ich dort zuvor Assistent gewesen bin. Das ist ein Klub mit hohen Ambitionen und wir haben dort zusammen gute Ergebnisse erzielt. Ich denke, mein Background ist gut genug. Ich habe auch das nötige Selbstvertrauen.

Können Sie Ihren Coaching-Stil erklären? Alba hatte die letzten Jahre mit Sasa Obradovic einen sehr emotionalen Trainer.

Das ist schwer zu sagen. Das können andere sicher besser beurteilen. Ich denke nicht so viel darüber nach. Das kommt viel nach Gefühl. Jeder Trainer hat seinen Stil, seine Mentalität. Klar ist, dass jeder damit etwas Gutes erreichen will. Mir geht es nicht nur um Gewinnen oder Verlieren. Ich will, dass die Spieler und die Fans Freude am Spiel haben. Ich bin überzeugt davon, dass dann etwas Gutes entstehen kann. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, dahinter steckt viel Arbeit. Zuerst muss man eine gute Chemie aufbauen und täglich hart arbeiten.

Aber Sie werden die Spieler sicher nach Ihrer Philosophie aussuchen.

Die Spieler müssen verstehen, was gut für das Team ist. Das muss man den Spielern klarmachen und durchsetzen, auch wenn sie es manchmal nicht mögen. Doch wenn man dann als Team zusammenkommt, werden es alle mehr genießen. Das ist immer mein oberstes Ziel. Das wird zu Saisonbeginn sicher nicht einfach: neue Spieler, neuer Trainer. Jeder muss seine Rolle finden. Da werden wir anfangs sicher nicht jeden Tag genießen. Doch wenn wir zusammenfinden, verstehen, was gut für das Team ist, werden wir auch gut spielen. Wir haben gute Leute im Klub, daher denke ich, dass wir das relativ schnell in den Griff bekommen werden. Ich freue mich darauf.

Wie gut kennen Sie den aktuellen Alba-Kader?

Wir haben einige Spieler unter Vertrag. Wir können noch den einen oder anderen Ausländer sowie deutschen Spieler holen, um das Team zu verstärken. Ich habe nach dem Saisonende in der Türkei damit begonnen, das Team noch besser kennenzulernen. Wir müssen das Spot-up-Game im Lowpost und an der Dreierlinie sowie den Bereich des Kreierens etwas verbessern. Das konnte ich in den sechs, sieben Spielen, die ich mir von Alba angesehen habe, schon sehen. Hierfür müssen wir nun die richtigen Spieler finden. Aber mir gefällt der Alba-Weg, mit viel Leidenschaft zu spielen, bei dem jeder alles gibt.

Diese Erfahrung bringt Ahmet Caki mit:

2004 Assistenztrainer Darussafaka Istanbul

2005/2006 Cheftrainer Darussafaka TBL

2006/2007 Wehrdienst/Trainer der türkischen Militärmannschaft. 

2007/2008 Cheftrainer Mersin TBL

2008 Assistenztrainer der türkischen Nationalmannschaft

2008–2010 Cheftrainer von Erdemir Zonguldak TBL

2010/2011 Trainer der türkischen A2-Nationalmannschaft

2012–2014 Cheftrainer Tofas Bursa TBL

2014–2016 Assistent von Dusan Ivkovic bei Anadolu Efes

2016 ab April Cheftrainer Anadolus Efes. Das Team bleibt unter ihm bis zum Endspiel ohne Niederlage. Die Finalserie verliert Efes 2:4 gegen Fenerbahce

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