FB Twitter Instagram YouTube Google+
SPOX.com
Bayerns Zonenmonster Devin Booker: FC Bayern Basketball

Bayerns Zonenmonster Devin Booker: "Hier passt es sportlich und ich sehe meine Familie in Sicherheit"

— SPOX

Devin Booker kam als MVP in Frankreich zum FC Bayern Basketball - und wird dennoch dauernd verwechselt. Der jüngere Bruder von NBA-Spieler Trevor Booker über die Summer League, seinen Werdegang und die Entscheidung für München. Und: Warum er sich von seinem prominenten Namensvetter von den Phoenix Suns unterscheidet.

SPOX: Was gab denn für Sie den Ausschlag, nach München zu wechseln? FCB-Sportdirektor Marko Pesic sagte kürzlich, man habe etwas Glück gehabt, da Sie nach Ihrer überragenden Saison in Frankreich sehr viele Angebote hatten.

Booker: Ein ganz wichtiger Grund war meine Familie. Ich sehe mich als Familienmann an und mir ist ihre Sicherheit das Wichtigste. Deswegen kamen einige Angebote aus beispielsweise der Türkei für mich aktuell nicht in Frage. Bei den ganzen Anschlägen und der politischen Lage war das für mich einfach zu riskant, ich wollte mir nicht ständig Sorgen machen. Und in München muss ich das nicht. Hier sehe ich mich und meine Familie in Sicherheit und auch sportlich passt es gut für mich. Die Bayern hatten einfach ein sehr gutes Gesamtpaket für mich und meine Familie.

SPOX: Pesic dankte außerdem Malcolm Delaney, der in die Gespräche gewissermaßen involviert war. Wie muss man sich das vorstellen?

Booker: Er war insofern involviert, dass ich ihm im Sommer einige Fragen gestellt habe, zu München und Deutschland im Allgemeinen. Er hatte hier schließlich eine sehr erfolgreiche Zeit und ich kenne ihn schon ewig, da wir schon am College gegeneinander gespielt haben. Daher habe ich mich ein paar Mal bei ihm gemeldet, ihn über München ausgefragt und mir alle Informationen geholt, die ich brauchte.

SPOX: Für Delaney war München perfekt: Er feierte hier seinen Durchbruch, spielte dann zwei sehr gute Saisons für Lokomotiv Kuban und hat nun in der NBA unterschrieben. Ist das ein Pfad, dem Sie gerne folgen würden?

Booker: So würde ich das nicht sagen. Ich folge niemandem, ich gehe immer meinen eigenen Weg. Und ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, wohin dieser Weg mich letzten Endes führen wird. (lacht) Ich freue mich für Malcolm, dass er sich jetzt seinen Traum erfüllen konnte, und natürlich träume auch ich von der Spitze. Aber ich konzentriere mich jetzt erstmal auf die Saison mit Bayern und was dann passiert, schauen wir, wenn es soweit ist.

SPOX: Sprechen wir noch einmal über Ihren bisherigen Werdegang. Sie haben sich in Frankreich zunächst ziemlich schwer getan, verlassen die Liga jetzt aber als amtierender MVP. Sind Sie eine Art Spätzünder?

Booker: Spätzünder würde ich eher nicht sagen, es war eher eine Frage der Möglichkeiten, die ich bekam. Ich kam direkt vom College zu meinem ersten Team in der Pro A, Nancy Basket, wo sich der Coach allerdings schon komplett entschieden hatte, wer wie viel spielen sollte. Ich hing dort komplett in der Luft, deswegen habe ich dort nach fünf Spielen meinen Vertrag aufgelöst und bin zu Bourg-en-Bresse in die Pro B gewechselt. Dort lief es dann sofort viel besser. Wir sind mit dem Team am Ende der Saison schließlich Champion geworden und ich war der Finals-MVP. Letztendlich musste ich einen Schritt zurück machen, um drei Schritte nach vorne zu machen, verstehen Sie? Aber das machte mich nicht zu einem Spätzünder, ich habe eigentlich bei jeder Gelegenheit gezeigt, zu was ich im Stande bin. Das hat sich in der vergangenen Saison bei Chalon-sur-Saone dann auch wieder gezeigt.

SPOX: Und das soll sich beim FCB nun auch wieder zeigen, nehme ich an. Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die neue Saison?

Booker: Ich will einfach wie immer alles daran setzen, jeden Tag ein bisschen besser zu werden. Außerdem will ich der Typ sein, der die Fans mit seinem Spiel aus den Sitzen reißt. Ich will begeistern und mitreißen, sowohl die Zuschauer als auch meine Mitspieler. Und natürlich so viele Spiele gewinnen wie möglich.

SPOX: Wie bewerten Sie das Niveau der BBL? Ist die Liga nach Frankreich ein Sprung nach oben für Sie?

Booker: Ja, auf jeden Fall. Hier ist das Niveau besser, es gibt auch mehr Athletik als in Frankreich. Ich hoffe einfach, dass ich meinen Stil in Deutschland trotzdem auch gut einbringen kann und dass wir mit dem Team viel Erfolg haben. Die Bayern sind auf jeden Fall die beste Mannschaft, für die ich bisher gespielt habe, das kann ich nach unserer kurzen Vorbereitung schon jetzt sagen.

Das komplette Interview gibt es hier bei SPOX.com.

comments powered by Disqus

Telekombasketball.de

Alle Spiele LIVE und in HD!

easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport