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Europapokal-Vorberichte
Europa am Mittwoch: München, Bayreuth und Ludwigsburg auswärts / Berlin, Ulm und Oldenburg zu Hause Sebastian Dorbrietz

Europa am Mittwoch: München, Bayreuth und Ludwigsburg auswärts / Berlin, Ulm und Oldenburg zu Hause

— Horst Schneider

Am vierten Europapokal-Spieltag sind am Mittwoch sechs deutsche Vertreter im Einsatz – je drei im 7DAYS EuroCup und in der Basketball Champions League. Telekom Sport überträgt dabei drei Partien live.

Diese Woche im Europapokal:

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Ergebnisse, Boxscore und Highlights der absolvierten Europapokalpartien gibt es immer hier in unserem Euro-Blog.

Dienstag, 18:30: Aris Saloniki - Bonn (BCL)

Mittwoch, 16:00: Banvit Bandirma - Bayreuth (BCL)

Mittwoch, 18:00: BC Ventspils – Ludwigsburg (BCL)

Mittwoch, 19:00: Buducnost Podgorica - München (EC)

Mittwoch, 19:30: Ulm – Zenit St. Petersburg (EC)

Mittwoch, 20:00: Berlin – Lietuvos rytas Vilnius (EC)

Mittwoch, 20:00: Oldenburg – UCAM Murcia (BCL)

Donnerstag, 18:00: Roter Stern Belgrad - Bamberg (EL)

Der FC Bayern München muss dabei im Spitzenspiel der EuroCup-Gruppe B auswärts beim ebenfalls noch ungeschlagenen Buducnost Podgorica antreten – ohne den mit einem Mittelfußbruch ausgefallenen Valdimir Lucic. Auch die beiden deutschen Tabellenführer in der Champions League, medi bayreuth (3:0 Siege in Gruppe C) und MHP RIESEN Ludwigsburg (2:1 Siege in Gruppe B) müssen ihren ersten Platz auswärts in Bandirma bzw. in Ventspils verteidigen. Über Heimspiele freuen sich unterdessen im EuroCup ALBA BERLIN (gegen Vilnius) und ratiopharm ulm (gegen St. Petersburg) sowie die EWE Baskets Oldenburg (gegen Murcia) in der Champions League.

Champions League: Banvit Bandirma – medi bayreuth (Mi, 16:00 Uhr)

Status quo: Die mit drei Siegen stark in ihr Champions League-Abenteuer gestarteten Bayreuther erwartet in der 3.000 Zuschauer fassenden Sporthalle „Kara Ali Acar“ von Bandirma beim Gruppenfavoriten Banvit (2:1 Siege, eine Overtime-Niederlage in Venedig) die bisher größte Herausforderung in der Gruppe C.

Gegner: Das vom gleichnamigen Süßwarenkonzern unterhaltene Team aus Bandirma hat sich nach seinem Aufstieg in die türkische Liga 2004 als der schärfste Rivale der ansonsten durchweg in Istanbul beheimateten türkischen Topklubs etabliert. 2013 scheiterte Banvit erst im Finale und in der vergangenen Saison wurde man erstmals Pokalsieger. Auf europäischer Ebene waren das Halbfinale im EuroCup 2015 und das letztjährige Finale in der Champions League die Highlights.

Stars: Der Verlust seines MVPs Jordan Theodore (Mailand) und seines Supertalents Furkan Korkmaz (Philadelphia) zwang den slowenischen Trainer Saso Filipovski, sein Team rundzuerneuern. Einzig der slowenische Center Gasper Vidmar, der polnische Power Forward Damian Kulig und der junge Forward Tolga Gecim blieben. Zu den vier US-Neuzugängen Jake Odum und Tony Taylor (Point Guards) sowie Adonis Thomas und Angelo Caloiaro (Forwards) gesellte sich Mitte Oktober noch der Kanadier Andy Rautins.

Aktuelle Form: Das mit zwei Niederlagen in die türkische Liga gestartete Banvit hat seine Bilanz mit einem 84:82 in Büyükcekmece und einem 75:72 am Sonntag gegen Trabzon auf 2:2 verbessert. Tony Taylor (18 Punkte und fünf Assists) spielte durch, während Jake Odum als siebter Ausländer aussetzte.

Alte Bekannte: Jake Odum spielte 2015/16 für Bayreuth in der easyCredit BBL und in der vergangenen Saison für Würzburg (Video rechts). Andrew Rautins spielte 2013/14 für Frankfurt und Angelo Caloiaro 2013/14 für den MBC und im Folgejahr für Bonn.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) hier bei DAZN.

Champions League: BC Ventspils – MHP RIESEN Ludwigsburg (Mi, 18:00 Uhr)

Status quo: In der Gruppe B teilen sich fünf Teams mit je 2:1 Siegen die Tabellenspitze. Zwei davon sind Ludwigsburg und Ventspils, die beide ihre Heimspiele gewonnen und einmal auswärts verloren haben. Heimvorteil Ventspils? Auf jeden Fall wäre ein Auswärtssieg im 3.000 Zuschauer fassenden „Olympic Center“ für die MHP RIESEN ein echter „Big Point“.

Gegner: Ventspils dominierte in den nuller Jahren mit acht Meistertiteln von 2000 bis 2009 die lettische Liga und landete im ULEB Cup einige Achtungserfolge (Viertelfinale 2005). In den letzten sieben Jahren verabschiedete sich das Glück jedoch aus der lettischen Hafenstadt. Ventspils gewann viermal die Punktrunde und stand sechsmal im Finale, gewann aber nur noch einmal (2014) den Titel. Im Vorjahr scheiterte man trotz Heimvorteil im Finale 0:4 an VEF Riga.

Stars: Der aus der polnischen Liga zurückgekehrte Trainer Roberts Stelmahers will mit Ventspils wie 2014 lettischer Meister werden. Die Champions League ist diesem Ziel untergeordnet, weshalb sich Stelmahers auch mit vier Ausländern begnügt (mehr sind in der litauischen Liga nicht erlaubt). Die US-Guards Emanuel Ubilla und Blake Hamilton, US-Forward Mike Bruesewitz und der litauische Center Julius Jucikas sind dabei alle neu im Team. Die drei Nationalspieler Ingus Jakovics, Aigars Skele und Rolands Zakis spielten unterdessen schon im Vorjahr für Ventspils. Der vierte Nationalspieler, Arturs Berzins, hat verletzungsbedingt noch keine Minute gespielt.

Aktuelle Form: Ventspils gab sich in der lettischen Liga mit 7:0 Siegen bisher keine Blöße. Am Samstag wurde mit je 15 Punkten von Emanuel Ubilla (8 Assists) und Aigars Skele, zwölf Punkten von Michael Bruesewitz sowie neun Punkten und elf Rebounds von Ronalds Zakis beim Vierten Jurmala 84:69 gewonnen.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) hier bei DAZN.

EuroCup: Buducnost Podgorica – Bayern München (Mi, 19:00 Uhr)

Status quo: Die Bayern haben mit ihren Auswärtssiegen bei den als schärfste Rivalen eingestuften Kontrahenten Galatasaray Istanbul und Hapoel Jerusalem in der Gruppe B ein starkes Zeichen gesetzt. Mit Buducnost taucht nun aber überraschend ein dritter Konkurrent auf, der Galatasaray und Jerusalem auch schon bezwungen hat und die Bayern nun mit ebenfalls weißer Weste zum Spitzenspiel im 4.300 Zuschauer fassenden Moraca-Sportzentrum von Podgorica erwartet.

Gegner: Buducnost erlebte eine Glanzzeit um die Jahrtausendwende herum, als man von 1999 bis 2001 dreimal in Folge die jugoslawische Liga gewann. Im unabhängigen Montenegro ohne Konkurrenz, konzentrierte sich Buducnost in den folgenden Jahren auf die Adria-Liga, wo man nie den Titel gewann, aber regelmäßig zu den Topteams zählt (Platz vier im Vorjahr). Auf europäischer Ebene waren das Erreichen des Viertelfinales 2012 und 2013 im ULEB Cup die jüngsten Achtungserfolge.

Stars: Der neue serbische Trainer Aleksandar Dzikic hat das im Vorjahr im EuroCup total enttäuschende Team um den bosnischen Spielmacher Nemanja Gordic und die Routiniers Petar Popovic und Suad Sehovic mit nur wenigen Verstärkungen zu einer Siegerteam gemacht. Die Nationalspieler Nikola Ivanovic und Danilo Nikolic, US-Guard Kyle Gibson und der kanadische Center Kyle Landry verleihen Buducnost jetzt eine unberechenbare Tiefe.

Aktuelle Form: Buducnost ist mit 5:1 Siegen Tabellenführer der Adria-Liga und hat dabei mit Roter Stern Belgrad und Cedevita Zagreb schon die beiden Favoriten geschlagen. Die einzige Niederlage gab es am 2. Spieltag bei Igokea, wo man vom Neu-Bamberger Darell Wright überrascht und abgeschossen wurde. Am Sonntag gewann Buducnost mit 16 Punkten und sieben Rebounds von Zarko Nikolic sowie 3/4 Dreiern und acht Rebounds von Suad Sehovic 88:79 in Ljubljana.

Alte Bekannte: Sead Sehovic spielte 2011/12 für die EWE Baskets Oldenburg. Der letztjährige Bonner Center Filip Barovic fällt leider mit einer Augenverletzung aus.   

Livestream / TV: Bei Telekom Sport kommentiert Michael Körner das Spiel ab 18:50 Uhr. Es gibt alle EuroCup-Partien mit deutscher Beteiligung in HD - live und on demand hier bei Telekom Sport.

EuroCup: ratiopharm ulm – Zenit St. Petersburg (Mi, 19:30 Uhr)

Status quo: Die im EuroCup mit 2:1 Siegen viel besser als in der easyCredit BBL in die Saison gestarteten Ulmer können am Mittwoch in der Gruppe D im dritten Heimspiel den guten Start zu verlängern. Die Chancen stehen so schlecht nicht, denn das zu den Gruppenfavoriten gezählte Zenit St.Petersburg agierte in den ersten drei Spielen (1:2 Siege) bei weitem nicht so furchterregend, wie der Blick auf den hochkarätigen Kader vermuten ließ.

Gegner: Das in der Vorstadt Ljubertsy von den Basketballfans im Großraum Moskau oft übersehene Dynamo Moskau transferierte seine Erstligalizenz 2014 frustriert nach St. Petersburg und wurde dort zu „Zenit“. Dem mittelfristigen Ziel, in die EuroLeague aufzusteigen, kam der Klub dort in den letzten Jahren immer näher. 2016 wurde Zenit erstmals Dritter der russischen Meisterschaft und 2017 erreichten die St. Petersburger im EuroCup erstmals das Viertelfinale.

Stars: Von den letztjährigen Leistungsträgern ist Trainer Vasili Karasev bei Zenit nur noch sein Sohn Sergej geblieben und natürlich ist der 2016 aus der NBA zurückgekehrte Forward auch 2017/18 der Anführer der Mannschaft, deren erste Fünf mit den Guards Scottie Reynolds und Kyle Kuric, Forward Demonte Harper und Center Drew Gordon vier hochkarätige US-Neuzugänge komplettieren. Weitere namhafte Verstärkungen sind der argentinische Point Guard Nicolas Laprovittola, der serbische Forward Marko Simonovic und US-Center Shane Wittington, dessen Debüt sich wegen einer Fingerverletzung aber verzögert.

Aktuelle Form: Nach einer von vielen Verletzungen behinderten Presason agierte Zenit im Oktober trotz einer Bilanz von 3:1 Siegen auch in der United League noch deutlich unter seinen Möglichkeiten. Am Wochenende war das Team spielfrei und hatte somit Zeit, einige Defizite aufzuarbeiten.

Alte Bekannte: Trainer Vasili Karasev spielte in seiner aktiven Zeit 1997/98 für ALBA BERLIN. Auch Marko Simonovic, der nach zweiwöchiger Verletzungspause in Ulm sein Comeback gibt, spielte 2011/12 für Berlin (siehe Video rechts).

Livestream / TV: Bei Telekom Sport kommentiert Chris Schmidt das Spiel ab 18:20 Uhr. Es gibt alle EuroCup-Partien mit deutscher Beteiligung in HD - live und on demand hier bei Telekom Sport.

EuroCup: ALBA BERLIN – Lietuvos rytas Vilnius (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: Durch den Auswärtssieg in Limoges ist ALBA mit 2:1 Siegen in der Gruppe C voll im grünen Bereich. Jetzt noch alle restlichen Heimspiele zu gewinnen, würde schon zum Einzug in die nächste Runde reichen. Die Marschroute für das Spiel gegen Lietuvos rytas Vilnius (1:2 Siege) ist somit klar.

Gegner: Schon zu Sowjetzeiten stand Lietuvos rytas (bzw. „Statyba“) Vilnius in Litauen als „ewiger Zweiter“ stets im Schatten des Erzrivalen Zalgiris Kaunas. Daran haben auch fünf Meistertitel (zuletzt 2010) und der Gewinn des ULEB Cups 2005 und des Eurocups 2009 nichts geändert – im Gegenteil: In den letzten beiden Jahren wurde in Litauen sogar das Finale verpasst.

Stars: Trainer Rimas Kurtinatis, unter dem Vilnius 2009 den EuroCup gewann, gewann diesen Wettbewerb auch 2012 und 2015 mit Khimki Moskau und ist damit der erfolgreichste Trainer im EuroCup. Aus dem letztjährigen Team hat der zurückgekehrte Coach nur den Dreier-König Jimmy Baron sowie die Forwards Rokas Giedriatis und Arturas Jomantas übernommen. Die wichtigsten Neuzugänge sind Chris Kramer, der aktuell verletzte Dreierspezialist Ben Madgen, US-Power Forward Travis Peterson und der griechische Center Loukas Mavrokefalidis.

Aktuelle Form: Das im Oktober von vielen Verletzungen behinderte Vilnius ist mit 6:3 Siegen enttäuschend in die litauische Liga gestartet. Umso ärgerlicher war, wie das Team am Samstag mit 73:76 einen eigentlich schon sicheren Sieg beim Außenseiter Nevezis in der Crunch-time noch verschenkte.

Alte Bekannte: Chris Kramer kam 2011 nach Würzburg und spielte von 2012 bis 2017 weitere fünf Jahre mit Oldenburg in der easyCredit BBL (im Video rechts sein Triple Double der vergangenen Saison). Auch Mindaugas Lukauskis hat aus der Saison 2010/11 noch ein Oldenburger Trikot im Schrank. Marc „T.J.“ Carter spielte 2009/10 für die Giants Düsseldorf und 2011/12 für Phoenix Hagen. Trainer Rimas Kurtinaitis spielte nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille 1988 mit der UdSSR auf dem Höhepunkt seiner Spielerkarriere von 1989 bis 1992 drei Jahre für Brandt Hagen.

Livestream / TV: Bei Telekom Sport kommentiert Arne Malsch das Spiel ab 19:40 Uhr. Stephanie Blochwitz führt die Interviews. Es gibt alle EuroCup-Partien mit deutscher Beteiligung in HD - live und on demand hier bei Telekom Sport.

Champions League: EWE Baskets Oldenburg – UCAM Murcia (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: Die EWE Baskets sind am vergangenen Spieltag mit ihrem zweiten Sieg in der Gruppe B in der Tabelle mit UCAM Murcia gleichgezogen, das zu Hause gegen Sassari überraschend seine erste Niederlage hinnehmen musste. Im direkten Duell wollen die Oldenburger nun die Spanier hinter sich lassen.

Gegner: Die erst vor sechs Jahren in die erste spanische Liga aufgestiegene „Katholische Universität von Murcia“ (UCAM) erreichte 2016 zum ersten Mal die Playoffs und qualifizierte sich damit für den Eurocup. Dort erreichte der Neuling im Vorjahr bei seinem Europa-Debüt gleich die TOP16, wurde in Spanien aber nur Neunter.

Stars: Der neue Trainer Ibon Navarro geht mit einer bunten Weltauswahl an den Start. US-Spielmacher Clevin Hannah und sein holländischer Back-up Charlon Kloof haben im Backcourt den US-Guard Brad Olson, den Brasilianer Vitor Benite, den Briten Ovie Soko und den Dominikaner Sadiel Rojas an ihrer Seite. Den Frontcourt bilden der serbische Forward Marko Lukovic, der Argentinier Marcos Delia und der Belgier Kevin Tumba. Allerdings erfüllt keiner dieser neun Stars die FIBA-Definiton von „Home-grown-players“, so dass in der Champions League immer zwei von ihnen aussetzen müssen. Als bester Spanier im Team immer dabei ist Shooting Guard Alex Urtasun.

Aktuelle Form: Nachdem Murcia vor einer Woche in der ACB nahe dran war, in eigener Halle den Meister Valencia zu schlagen (91:93), gelang am Sonntag ein noch viel größerer Paukenschlag. Mit 97:94 gewann Murcia zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte auswärts beim FC Barcelona. Alex Urtasun (4/4) und Vitor Benite (4/6) führten den Dreierhagel an, der Barca in die Knie zwang. Mit 3:3 Siegen ist Murcia jetzt Neunter der ACB.

Alte Bekannte: Marko Lukovic spielte 2014/15 unter Trainer Henrik Rödl für TBB Trier.

Livestream / TV: Livestream und Wiederholung auf Abruf gibt es (kostenpflichtig) hier bei DAZN.

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