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„Das wird kein leichtes Spiel“ – Ex-Braunschweiger auf der Bank

„Das wird kein leichtes Spiel“ – Ex-Braunschweiger auf der Bank

Für die New Yorker Phantoms könnte es kaum besser laufen: Neun Siege aus den letzten elf Spielen. Ein 78:70-Heimsieg im Nordderby gegen die EWE Baskets Oldenburg – und das vor der Saisonrekordkulisse von 4513 Zuschauern. Geht es nach den Wünschen der Braunschweiger Fans, könnte die große Fete am Donnerstag, 20. Januar, beim Heimspiel gegen die LTi Giessen 46ers weitergehen (Spielbeginn: 19 Uhr, Volkswagen Halle).
Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski indes ist bemüht, dass seine Spieler nach zuletzt vier Siegen in Folge auf dem Teppich bleiben. Der Ex-Nationalspieler, der gestern seinen 39. Geburtstag feierte, warnt: „Gegner sind nach einem Trainerwechsel immer schwer auszurechnen. Außerdem haben sie mit Maurice Jeffers eine Spieler zurückgeholt, der uns in der vergangenen Spielzeit das Leben sehr schwer gemacht hat.“ Die Gießener besäßen eine gute Mannschaft, die erst am Ende der Partien häufig eingebrochen sei, so Machowski. „Aber natürlich hoffe ich, dass unsere gute Serie anhält.“

Routinier LaMarr Greer hatte beim Auswärtsspiel in Bayreuth vor rund 10 Tagen einen Außenbandteilabriss im rechten Sprunggelenk erlitten, wird aber wie gegen Oldenburg auflaufen. „LaMarr konnte gegen Oldenburg bereits 15 Minuten spielen. Es geht ihm gut, er hat keine Schmerzen“, berichtet Machowski.

12 Niederlagen in Folge kassierte die Mannschaft des mittlerweile entlassenen Vladimir Bogojevic, darunter auch die 70:80-Niederlage gegen die New Yorker Phantoms. Die Gießener wurde bis auf den drittletzten Tabellenrang durchgereicht. Dabei sind die Hessen auf dem Papier gut besetzt, in den wichtigsten Kategorien wie Punkte pro Spiel, Rebounds und Vorlagen rangiert jeweils ein Gießener weit vorne.

Als allererstes ist der 2,03 Meter große Powerforward Zachery Peacock zu nennen, der mit knapp fast 16 Zählern pro Partie Platz vier der Top 20 einnimmt. Er ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich auch vom College verpflichtete US-Amerikaner – Peacock kam von der berühmten Georgia Tech University zu den Nordhessen – schnell auf den Basketball in Europa einstellen können. Bekanntestes Gesicht bei den 46ers ist der Bosnier Elvir Ovcina. Der 2,12 Meter-Center dürfte den heimischen Basketballfans noch besonders gut aus seinen Oldenburger Zeiten in Erinnerung geblieben sein, als er den Braunschweigern am 20. Dezember 2003 29 Punkte in der Volkswagen Halle einschenkte. Derzeit bringt es Veteran Ovcina auf knapp 15 Zähler, ist zudem sechstbester Rebounder der Liga (7,4 abprallende Bälle). Einer der besten Assistgeber der Beko BBL ist der georgische 1,82 Meter-Pointguard Giorgi Gamqrelidze, der seinen Mitspielern über vier Vorlagen pro Spiel auf dem silbernen Tablett serviert.

Der bundesligaerfahrene Chase Griffin (vorher Phoenix Hagen), Anthony Smith (CB Cornella/Spanien) und Bryan Brooks von der Temple University (12 Punkte) vervollständigen bis auf eine Ausnahme die Abteilung der US-Legionäre. Denn: Um sich möglichst schnell aus der Krise zu spielen, haben die 46ers-Verantwortlichen am vergangenen Wochenende noch einen weiteren neuen Spieler verpflichtet. Der 31 Jahre alte Maurice Jeffers spielte bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten für Gießen und gehörte zu den Leistungsträgern. Mit Dirk Mädrich (zuletzt Olimpiada Patras/Griechenland) und Jannik Freese (früher Spot Up Medien Baskets) kehren gleich zwei ehemalige Braunschweiger Center an ihre alte Wirkungsstätte zurück, die im bisherigen Saisonverlauf im Schnitt jeweils rund zehn Minuten auf dem Parkett standen.

Der neue Trainer der Hessen ist ebenfalls ein Ex-Braunschweiger: Steven Key trug Ende der 90er Jahre das Trikot der SG FT/MTV Braunschweig und hat weitere Stationen in der Beko BBL hinter sich.
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