FB Twitter Instagram YouTube Google+
„Das wird kein leichtes Spiel“

„Das wird kein leichtes Spiel“

Für die New Yorker Phantoms könnte es kaum besser laufen: Neun Siege aus den letzten elf Spielen. Ein 78:70-Heimsieg im Nordderby gegen die EWE Baskets Oldenburg – und das vor der Saisonrekordkulisse von 4513 Zuschauern. Geht es nach den Wünschen der ...
image_1295448669160.jpeg... Braunschweiger Fans, könnte die große Fete am Donnerstag, 20. Januar, beim Heimspiel gegen die LTi Giessen 46ers weitergehen (Spielbeginn: 19 Uhr, Volkswagen Halle).

Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski indes ist bemüht, dass seine Spieler nach zuletzt vier Siegen in Folge auf dem Teppich bleiben. Der Ex-Nationalspieler, der gestern seinen 39. Geburtstag feierte, warnt: „Gegner sind nach einem Trainerwechsel immer schwer auszurechnen. Außerdem haben sie mit Maurice Jeffers eine Spieler zurückgeholt, der uns in der vergangenen Spielzeit das Leben sehr schwer gemacht hat.“ Die Gießener besäßen eine gute Mannschaft, die erst am Ende der Partien häufig eingebrochen sei, so Machowski. „Aber natürlich hoffe ich, dass unsere gute Serie anhält.“

Routinier LaMarr Greer hatte beim Auswärtsspiel in Bayreuth vor rund 10 Tagen einen Außenbandteilabriss im rechten Sprunggelenk erlitten, wird aber wie gegen Oldenburg auflaufen. „LaMarr konnte gegen Oldenburg bereits 15 Minuten spielen. Es geht ihm gut, er hat keine Schmerzen“, berichtet Machowski.

12 Niederlagen in Folge kassierte die Mannschaft des mittlerweile entlassenen Vladimir Bogojevic, darunter auch die 70:80-Niederlage gegen die New Yorker Phantoms. Die Gießener wurde bis auf den drittletzten Tabellenrang durchgereicht. Dabei sind die Hessen auf dem Papier gut besetzt, in den wichtigsten Kategorien wie Punkte pro Spiel, Rebounds und Vorlagen rangiert jeweils ein Gießener weit vorne.

Als allererstes ist der 2,03 Meter große Powerforward Zachery Peacock zu nennen, der mit knapp fast 16 Zählern pro Partie Platz vier der Top 20 einnimmt. Er ist ein Paradebeispiel dafür, dass sich auch vom College verpflichtete US-Amerikaner – Peacock kam von der berühmten Georgia Tech University zu den Nordhessen – schnell auf den Basketball in Europa einstellen können. Bekanntestes Gesicht bei den 46ers ist der Bosnier Elvir Ovcina. Der 2,12 Meter-Center dürfte den heimischen Basketballfans noch besonders gut aus seinen Oldenburger Zeiten in Erinnerung geblieben sein, als er den Braunschweigern am 20. Dezember 2003 29 Punkte in der Volkswagen Halle einschenkte. Derzeit bringt es Veteran Ovcina auf knapp 15 Zähler, ist zudem sechstbester Rebounder der Liga (7,4 abprallende Bälle). Einer der besten Assistgeber der Beko BBL ist der georgische 1,82 Meter-Pointguard Giorgi Gamqrelidze, der seinen Mitspielern über vier Vorlagen pro Spiel auf dem silbernen Tablett serviert.

Der bundesligaerfahrene Chase Griffin (vorher Phoenix Hagen), Anthony Smith (CB Cornella/Spanien) und Bryan Brooks von der Temple University (12 Punkte) vervollständigen bis auf eine Ausnahme die Abteilung der US-Legionäre. Denn: Um sich möglichst schnell aus der Krise zu spielen, haben die 46ers-Verantwortlichen am vergangenen Wochenende noch einen weiteren neuen Spieler verpflichtet. Der 31 Jahre alte Maurice Jeffers spielte bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten für Gießen und gehörte zu den Leistungsträgern. Mit Dirk Mädrich (zuletzt Olimpiada Patras/Griechenland) und Jannik Freese (früher Spot Up Medien Baskets) kehren gleich zwei ehemalige Braunschweiger Center an ihre alte Wirkungsstätte zurück, die im bisherigen Saisonverlauf im Schnitt jeweils rund zehn Minuten auf dem Parkett standen.

Der neue Trainer der Hessen ist ebenfalls ein Ex-Braunschweiger: Steven Key trug Ende der 90er Jahre das Trikot der SG FT/MTV Braunschweig und hat weitere Stationen in der Beko BBL hinter sich.

image_1288779294890.png

Quelle: New Yorker Phantoms Braunschweig

„Wir müssen die Initiative ergreifen“

LTi GIESSEN 46ers

Gut gelaunt präsentierte sich Steven Key am Mittwochvormittag in der Geschäftsstelle der LTi GIESSEN 46ers. Dort warteten bereits die Journalisten, um dem neuen Head Coach der LTi 46ers zunächst zur tags zuvor erfolgten Geburt von Sohnemann Noah Gabriel zu gratulieren und von dem 42-Jährigen anschließend die ersten Eindrücke von der Arbeit mit der Mannschaft und einen Ausblick auf das am Donnerstag (20. Januar) anstehende Auswärtsspiel bei den New Yorker Phantoms Braunschweig (Tip-Off um 19 Uhr, Volkswagen-Halle) zu erfahren.

image_1295457227900.jpegDie Begeisterung, mit der er seine neue Aufgabe bei dem Beko Basketball-Bundesligisten aus der Lahnstadt angegangen ist, war dem US-Amerikaner während des Gesprächs anzumerken. Stets mit einem Lächeln auf den Lippen, aber immer fokussiert und anschaulich von seiner Arbeit und seinen Zielen mit dem Team erzählend, beantwortete Steven Key die Fragen der Pressevertreter.

Die positive Grundstimmung, die der ehemalige Bundesligaprofi am Mittwochmorgen im Gespräch versprühte, versucht er auch auf seine Spieler zu übertragen. „Ich habe mir die Spiele gegen Hagen und Ludwigsburg sowie noch einige andere Spiele mehr auf Video angeschaut und dabei wie auch im Training viel Talent und Potenzial in der Mannschaft gesehen. Wichtig ist, dass wir uns das zuletzt verloren gegangene Selbstvertrauen wieder zurückerarbeiten und dann wieder das aufs Feld bringen, was in dem Team steckt und was in dieser Saison auch schon zu sehen war“, so Key nach den ersten vier Trainingseinheiten mit der Mannschaft.

Der neue Chefcoach weiter: „Wir müssen auf all die Kleinigkeiten achten, das richtige Positionieren, das richtige Timing, den richtigen Pass, und neben der Konzentration auf das, was wir machen wollen, auch wieder einen Schuss Lockerheit in unsere Aktionen reinbekommen. Die Jungs haben Freiheiten im Angriff, sofern es in die Struktur passt, die wir verabredet haben. Wir müssen zusammenspielen und den kürzesten und schnellsten Weg finden, den Ball in den Korb zu bekommen.“

Wichtig sei jetzt, von Null anzufangen, nicht an die Entwicklung in den letzten Wochen und die Tabellensituation zu denken. „Dann würden wir uns zu viel Druck aufladen. Wir müssen wieder dahin kommen, dass wir raus gehen, guten Basketball spielen und Teams schlagen wollen. Dabei ist es egal, wer der Gegner ist. Düsseldorf hat Bamberg geschlagen, Hagen gegen Berlin gewonnen. Alles ist möglich. Wichtig ist, dass wir die Initiative ergreifen“, gibt Key die Marschroute für den Auftritt bei den in den letzten Wochen sehr erfolgreichen Braunschweigern (neun Siege aus den letzten elf Spielen) vor.

Den Vorteil für sein Team sieht der frühere Point Guard darin, dass die Phantoms nicht wissen, was auf sie zukommt: „Sie werden sich darauf konzentrieren, ihr Ding zu machen. Wir müssen verhindern, dass sie in ihre Komfortzone kommen, dass sie machen können, was sie wollen. Das wird nicht einfach, weil sie aktuell eines der heißesten Teams in der Liga sind. Die Defense war in den letzten Wochen das größte Problem von uns, aber wir haben die Fähigkeiten, die Athletik, um den Rhytmus des Gegners zu brechen, um den Gegner zu stoppen. Wir müssen fighting spirit zeigen.“

Am Ende richtete Steven Key noch Grüße von einem guten Freund aus, der dem Großteil der Basketballfreunde in Gießen noch bestens bekannt sein dürfte: Mike Mitchell. Der Forward, der von 2000 bis 2004 für die 46ers auf Korbjagd ging, hatte von einem weiteren ehemaligen Spieler des Gießener Erstligateams, Tyrone McCoy, erfahren, dass Key das Traineramt in Gießen übernommen hat. Übers Telefon wünschte Mitchell seinem langjährigen Weggefährten gestern Abend viel Glück – die beiden spielten unter anderem in der Saison 1998/99 zusammen für das Beko BBL-Team aus Rhöndorf, in den letzten Jahren war Mitchell dann Key's Trainerassistent beim WNBA-Klub Chicago Sky.

Steven Key: „Mike wünscht sich, dass die Sache hier gut ausgeht. Auch, weil ich jetzt hier bin, aber vor allem deshalb, weil er lange Zeit selbst zum Team gehörte und immer noch an dem Klub hängt. Das ist auch ein Grund, warum ich den Job übernommen habe – der Basketball in Gießen hat eine so lange Geschichte. Ich bin stolz, dass ich ein Teil davon sein darf und mithelfen kann, diese Tradition hochzuhalten.“

image_1288779294890.png

Quelle: LTi GIESSEN 46ers
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Kinder plus Sport