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„Ein außerordentlich schwieriges Spiel“

„Ein außerordentlich schwieriges Spiel“

Ohne Dragan Dojcin (Zehenverletzung) und Oskar Faßler (Achillessehnenprobleme) musste die TBB Trier eine 84:71-Niederlage beim BBC Bayreuth hinnehmen. Der beste Trierer Werfer und All Star der Beko BBL, Philip Zwiener, schied bereits in der ersten Halbzeit verletzt aus. Der Flügelspieler war beim Zug zum Korb umgeknickt und musste sich in einem lokalen Krankenhaus umgehend einer Untersuchung unterziehen.
84 Hörer hatten sich an diesem frühen Sonntagabend in der Trierer Kultkneipe „CubiCulum“ in der Hosenstraße getroffen, um das Spiel der TBB Trier in Bayreuth beim „Public Listening“ gemeinsam zu verfolgen. Alle zusammen warteten gespannt auf die Analysen und Kommentare von Moderator Christian Schmidt und TBB-Spieler Oskar Faßler, der aufgrund seiner Achillessehnenverletzung als Co-Kommentator beim „Hochwald Frische Milchideen-LiveStream“ fungieren konnte. Neben diesen fast einhundert Fans, die sich ganz offiziell zur „Fern-Unterstützung“ ihres Teams zusammen gefunden hatten, verfolgten weitere treue Anhänger von Zuhause aus, wie sich die Trierer Mannschaft in Oberfranken präsentieren würde.

Die (Vor)Freude hielt allerdings nicht lange an: Denn nach einem umkämpften ersten Viertel, welches knapp an Trier ging (17:19), kam es im zweiten Viertel nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden Zwieners knüppeldick für die TBB. Der beste Werfer Triers landete nach dem Zug zum Korb auf dem Fuß eines anderen Spielers und musste mit einer Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus gebracht werden – ein Schock für die Spieler in der Halle und die Zuhörer in Trier. Bayreuth erzielte in diesem Abschnitt 30 Punkte, traf aus allen Lagen und vor allem ein Youngster aus der zweiten Reihe sorgte für überraschende Impulse: Der erst 21-jährige Simon Schmitz hatte bereits zur Halbzeit 10 Punkte auf dem Konto und konnte bei einer Wurfquote von über 80% aus dem Feld insgesamt 14 Zähler verbuchen. Neben Schmitz sorgten auch die Routiniers Jared Reiner (13 Punkte, 5 Rebounds) und Ekene Ibekwe (15 Punkte, 7 Rebounds, 6/6 Würfe aus dem Feld) unter dem Korb für reichlich Aufruhr, so dass Trier mit einem 47:39-Rückstand in die Halbzeit gehen musste.

In der zweiten Hälfte schafften es die Trierer, sich vom Ausfall Zwieners noch einmal kurz zu erholen und kämpften sich sogar bis auf drei Punkte Rückstand (58:55, 32. Minute) heran. Doch gegen die vor allem aus der Distanz hervorragend treffenden Bayreuther (52,9% Dreierquote bei 17 Versuchen) war ohne die drei Leistungsträger Zwiener, Dojcin und Faßler an diesem Abend kein Kraut gewachsen, was auch Co-Trainer Thomas Päch anerkennen musste: „Respekt an Bayreuth. Sie haben es heute geschafft, über 40 Minuten zu kämpfen und es für uns zu einem außerordentlich schwierigen Spiel gemacht. Wir haben alles versucht, aber am Ende hat uns vielleicht auch ein Bisschen die Energie gefehlt“, so die knappe Einschätzung des Assistenztrainers nach dem Abpfiff.

Zwar zeigte der Luxemburger Samy Picard in seinem bisher längsten Einsatz der Saison (er stand 25,58 Minuten auf dem Feld) eine ansprechende Leistung (9 Punkte, 4 Rebounds) und auch Dru Joyce (13 Punkte, 6 Assists), Barry Stewart (18 Punkte) und Maik Zirbes (10 Punkte, 7 Rebounds) mühten sich nach Kräften, aber die Gastgeber aus Bayreuth hatten stets die richtige Antwort parat, gewannen das Schlussviertel mit 26:18 und schöpfen nach diesem Heimsieg wieder etwas Hoffnung im Abstiegskampf.

Auch Maik Zirbes, der von den Hörern des LiveStreams zum „Spieler des Tages“ gewählt wurde, war von der Niederlage betroffen, versuchte allerdings, den Blick nach vorne zu richten: „Ich bin stolz darauf, wie wir uns zwischenzeitlich wieder heran gekämpft haben, schließlich waren die Voraussetzungen schon vor dem Spiel nicht besonders gut“, so der Center, der auch für die nächste Aufgabe – das Heimspiel am Mittwoch gegen Oldenburg – guter Dinge ist: „Die Spieler aus der zweiten Reihe können jetzt ihre Chance nutzen, aber im Training sieht man, dass sie das können. Mit Hilfe unserer Fans können wir das packen“, so Zirbes‘ Kampfansage vor der nächsten schwierigen Partie.

Das Heimspiel gegen Oldenburg findet am Mittwoch, den 16. März statt. Sprungball ist um 20:00 Uhr in der Arena Trier.

Stewart (18 Punkte), Joyce (13), Zwiener (2), Dojcin (n.e.), Karamatskos (1), Bynum (6), Evans (9), Picard (9), Clay (3), M’Baidanoum (n.e.), Zirbes (10)

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