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„Ein besonderes Spiel“

„Ein besonderes Spiel“

TBB Trier gewinnt 85:80 gegen EnBW Ludwigsburg – Unglaubliche Aufholjagd im dritten Viertel – Dru Joyce Topscorer mit 18 Punkten und 8 Assists – John Bynum „Man of the Match“ mit 14 Punkten, 7 Rebounds, 3 Steals und 2 Blocks – Barry Stewart mit 17 Punkten.
Bereits das dritte Duell im direkten Kampf um die Playoffs innerhalb von 15 Tagen wartete auf die TBB, Headcoach Henrik Rödl rechnete mit einem „Spiel auf Augenhöhe“, ähnlich kräftezehrend wie in den letzten Wochen.

Davon scheinbar noch erschöpft verpasste Trier den Start in die Partie, Ludwigsburg konnte in Person von Center John Bowler auf 2:10 davonziehen. Henrik Rödl, der am Freitag seinen 42. Geburtstag feierte, musste bereits nach knapp drei Spielminuten die erste Auszeit nehmen, um seine Spieler wachzurütteln. Diese zeigten jetzt mehr Intensität in der Verteidigung und zwangen die Gäste zu Fehlern, hatten aber noch etwas Pech im Abschluss. Durch Freiwürfe von Dru Joyce und Barry Stewart kam die TBB langsam ran (9:10) und ging dank eines Dreiers von Joyce erstmals in Führung (12:10). Trier agierte nun konzentrierter als Ludwigsburg, beim Stand von 19:14 ging es in die Viertelpause.

Nach schnellen Punkten von John Bynum und Samy Picard lief auf Seiten der Moselaner nichts mehr, die Gäste aus Ludwigsburg punkteten unter dem Korb und von außen wie sie wollten (26:39) und waren auch durch eine Auszeit nicht aus dem Rhythmus zu bringen. George Evans verkürzte den Rückstand durch fünf Punkte in Folge, aber Lischka und Harris, bis dahin Topscorer ihres Teams, antworteten zum 30:43. Dru Joyce beendete die erste Hälfte mit einem Buzzer-Beater-Tip-In zum 32:47.

Die Trierer starteten energisch in die zweite Halbzeit und wollten keine einfachen Punkte der Ludwigsburger zulassen, beispielhaft dafür sei John Bynum genannt, der Toby Bailey beim Dreierversuch blockt. Auf Seiten der TBB fielen nun auch endlich die Dreier rein, Barry Stewart brachte die Arena mit seinen Punkten zwei bis sieben zum Jubeln. Der Rückstand blieb allerdings bestehen (47:59), bis Dragan Dojcin und Dru Joyce innerhalb von fünf Sekunden ebenso viele Punkte markierten. John Bynum brachte sein Team im Fastbreak auf drei Punkte ran, Dojcin verkürzte von der Linie auf einen Zähler Rückstand und wiederum John Bynum – gefeiert von 3204 Zuschauern – mit der Sirene zur 63:61 Führung.

Die TBB – insbesondere Dru Joyce, der die ersten vier Punkte des letzten Viertels markierte – war jetzt nicht mehr zu stoppen und zog auf 70:63 davon.

Durch Korbleger mit Bonusfreiwurf (George Evans) und einen weiteren Dreier von Barry Stewart konnte Trier den Vorsprung auf 76:68 ausbauen. Die Gäste wollten sich wie erwartet nicht kampflos geschlagen geben, Zavackas und Harris brachten die Ludwigsburger nochmals auf vier Punkte ran, dann begann eine Freiwurfschlacht, in der beide Teams Nerven zeigten, Dru Joyce und Philip Zwiener letzten Endes aber das sicherere Händchen bewiesen.

Trotz Sieg fällt die TBB in der Tabelle von Platz 6 auf 7, Ludwigsburg bleibt – allerdings nicht mehr punktgleich – auf dem achten Platz.

TBB-Headcoach Henrik Rödl: „Es war heute ein besonderes Spiel für uns, zur Halbzeit 15 Punkte zurückliegen und das Spiel dennoch zu gewinnen, zeugt von einer großen Stärke unserer Mannschaft. Es ist sehr erfreulich, wie sich beide Mannschaften während der Saison entwickelt haben, trotzdem müssen wir weiter hart arbeiten, müssen unter dem Korb die Wege zu machen, wenn der Gegner aus der Distanz nicht trifft. Lob von mir an Barry Stewart, der nach einem Punkt in der ersten Halbzeit wichtige Dreier in der zweiten Hälfte traf. Ein unglaubliches Spiel lieferte John Bynum ab, der die Mannschaft mitriss, überall seine Hände hatte, reboundete, selbst wichtige Punkte markierte und als tolles Geschenk den Sieg mit der Mannschaft feiern konnte.“

Markus Jochum, Trainer EnBW Ludwigsburg: „Glückwunsch an Trier zum Sieg, der am Ende auch verdient war. Es ist bitter solch ein Spiel zu verlieren, wir haben heute zu schlecht aus der Distanz getroffen. Die Antworten auf das Trierer Spiel, speziell in der zweiten Hälfte, haben wir heute nicht gefunden, zum Ende haben wir den Trierern entscheidende Offensivrebounds gestattet, die zu offenen Dreiern führten. Es war ein Spiel auf Playoff-Niveau und es lastete viel Druck auf beiden Mannschaften. Diesen Druck konnte Trier zum Ende besser kompensieren.“

Stewart (17 Punkte), Joyce (18), Zwiener (7), Dojcin (7), Karamatskos, Bynum (14), Evans (14), Picard (2), Clay (2), M’Baidanoum, Zirbes (4)
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