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„Ein solides Fundament ist notwendig“

„Ein solides Fundament ist notwendig“

Seit fast zehn Jahren ist der Energie-Anbieter EWE Haupt- und Namenssponsor der EWE Baskets Oldenburg. Dr. Werner Brinker, 58, Vorstandsvorsitzender der EWE AG und Vorsitzender des Beirats der Beko Basketball Bundesliga (Beko BBL) erläutert im ...
. image_1296461137448.jpeg.. Exklusiv-Interview, warum sich das Investment bei den „Donnervögeln“ lohnt, welche Ziele verfolgt werden, was den Klub auszeichnet und wie er den Meisterschafts-Triumph 2009 erlebt hat.

Herr Dr. Brinker, Sie sind Vorstandsvorsitzender der EWE AG in Oldenburg – einem der größten Energieversorger in Deutschland. Wie viele Stunden in der Woche sind Sie beruflich im Einsatz und wie gelingt es Ihnen, vom Job abzuschalten?
Dr. Werner Brinker: „In der Tat ist die zeitliche Belastung sehr hoch, aber die Stunden zähle ich eigentlich nicht. Der Job ist auch Berufung. Abschalten kann ich sehr gut beim jährlichen Lachsfischen in Norwegen oder wie zuletzt zum Jahreswechsel auf Juist.“

Ihr Unternehmen und auch Sie persönlich sind sehr engagiert – und das auf vielen Feldern. Ob Soziales, Kultur, Wissenschaft oder Sport: Die EWE tritt als Förderer auf. Was treibt Sie an?
Dr. Werner Brinker: „Wir haben eine klare gesellschaftliche Verantwortung für die Region. Dafür steht EWE, dafür stehe aber auch ich ganz persönlich. Wir machen uns stark für Sucht- und Gewaltprävention, aber auch für kulturelle und sportliche Projekte. Um dies verlässlich tun zu können, haben wir unter anderem eine Stiftung gegründet. Die strukturiert unser gesellschaftliches Engagement.“

„Kurzfristige Engagements sind weder für die Sportvereine noch für die Sponsoren sinnvoll“

Seit der Saison 2001/2002 ist die EWE AG Hauptsponsor und Namensgeber der Oldenburger Erstliga-Basketballer. Als Sie die Partnerschaft seinerzeit eingegangen sind: Hatten Sie damit gerechnet, dass die Beziehung so lange halten würde?
Dr. Werner Brinker: „Zumindest von unserer Seite war es auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegt. Auch das ist Teil unserer Unternehmensphilosophie. Kurzfristige Engagements sind weder für die Sportvereine noch für die Sponsoren sinnvoll. Eine Marke muss auf einem soliden Fundament stehen.“

Was waren im Jahr 2001 Ihre Beweggründe, das Namenspatronat bei den „Donnervögeln“ zu übernehmen?
Dr. Werner Brinker: „Der Energiemarkt wurde liberalisiert, der Wettbewerb nahm zu. Da lag es nahe, das Sponsoring auszudehnen. Der OTB hatte damals den Aufstieg in die Erste Liga geschafft, Basketball hatte in der Uni-Stadt Oldenburg eine lange Tradition. Gute Voraussetzungen, sich zu engagieren.“

„Unser Ziel ist es, zu den deutschen Spitzenklubs zu gehören“

In diesem Jahr feiern Sie zehnjährigen Geburtstag – was zeichnet die Partnerschaft mit den Korbjägern aus? Was schätzen Sie an der Oldenburger Organisation besonders?
Dr. Werner Brinker: „Der Klub ist hervorragend geführt, Hermann Schüller und Gerold Lange (beide sind geschäftsführende Gesellschafter, Anm. d. Red.) stehen für seriöses Arbeiten. Verein und Hauptsponsor arbeiten sehr offen, aber nicht ohne einen kritischen Austausch zusammen.“

image_1296461382820.jpegALBA BERLIN ist zurzeit die stärkste Marke im deutschen Basketball. Sollte der FC Bayern München im kommenden Jahr hinzu kommen, danach sieht es momentan aus, gäbe es zwei starke Marken. Wo stehen die EWE Baskets? Und besitzt der Verein die Chance, in diese Regionen aufzusteigen?
Dr. Werner Brinker: „Vergessen wir mal nicht Bamberg, die sind in den vergangenen Jahren schließlich drei Mal Meister geworden. Und die Bayern haben ja noch einen gewissen Weg vor sich, um mit ALBA und Bamberg auf Augenhöhe zu kommen. Unser Ziel ist es, zu den deutschen Spitzenklubs zu gehören. Das ist uns in den vergangenen drei Jahren gut gelungen. Und wir setzen auf Kontinuität. Nach fünf Jahren mit Don Beck als Trainer, geht nunmehr Predrag Krunic in seine vierte Saison.“

Leidenschaftlicher Basketball-Fan

Warum sollten Unternehmen ein Investment bei einem Beko BBL-Klub eingehen?
Dr. Werner Brinker: „Da können wir nur für uns sprechen: Wir erreichen viele Kunden in der jungen Zielgruppe und verbinden unser Image mit einer modernen, dynamischen Sportart.“

Welche Affinität haben Sie zum Sport, insbesondere zum Basketball und speziell zu den EWE Baskets?
Dr. Werner Brinker: „Zum Sport habe ich immer einen engen Bezug gehabt. In der Jugend habe ich Fußball gespielt, Jugendmannschaften trainiert und bin Mitglied des Aufsichtsrats von Werder Bremen. Inzwischen bin ich auch zu einem leidenschaftlichen Basketball-Fan geworden und sehe möglichst viele Heimspiele. Dabei kommt mir zu gute, dass auch meine Frau gerne in die Halle geht.“

Als die EWE Baskets Oldenburg 2009 in einem an Dramatik kaum zu überbietenden fünften Finalspiel Deutscher Meister wurden, was haben Sie da empfunden?
Dr. Werner Brinker: „Riesige, ungebremste Freude…. Die letzten Sekunden sind unvergessen, und auch die DVD des Spiels habe ich mir danach noch viele Male angesehen.“

„Mehr öffentliches Interesse ist die Grundlage für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung“

Wie erleben Sie die aktuelle Saison der EWE Baskets?
Dr. Werner Brinker: „Eine neue Mannschaft braucht Zeit zum Zusammenwachsen. Diese Zeit geben wir ihr, dennoch sehe ich das Team auf Playoff-Kurs.“

Sie sind Vorsitzender des Beirats der Beko BBL. Mit ihren Kollegen, allesamt namhafte Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und dem Sport, treffen Sie sich zwei- bis dreimal im Jahr. Welche Aufgaben kommen dem Beirat zu und in wie weit sind Ihre Expertisen maßgeblich für die Entwicklung der Liga?
Dr. Werner Brinker: „Wir haben uns ganz allgemein eine Förderung des Basketballs zum Ziel gesetzt. Dazu gehört auch, den Zugang zu Wirtschaft und Politik verbessern. Wir wollen so diesem Sport zu mehr öffentlichem Interesse verhelfen, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Nachwuchsförderung zu legen.“

Zur Person:

Dr. Werner Brinker, 58, ist promovierter Bau-Ingenieur und seit 1998 Vorstandsvorsitzender der EWE AG. Das Unternehmen ist mit 6.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 5,8 Mrd. Euro im Jahr 2009 das größte des Weser-Ems-Gebiets. Der gebürtige Lingener ist seit 30 Jahren in der Energiebranche tätig und startete seine Laufbahn 1978 bei der EWE.

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