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„Keine zweiten Chancen“

„Keine zweiten Chancen“

Er läuft und läuft und läuft. Bildlich gesprochen ist die Rede vom Motor der New Yorker Phantoms. Braunschweigs Korbjäger feierten zuletzt vier Siege in Folge und sind im Jahr 2011 ungeschlagen. Das Team von Sebastian Machowski will beim Auswärtsspiel am Sonnabend, 29. Februar, bei ratiopharm Ulm alles dafür tun, um die Erfolgserie in der Kuhberghalle fortzusetzen (19 Uhr).
Mit 74:62 hatten die Braunschweiger am 10. Oktober das Hinspiel in der Volkswagen Halle gewonnen. Die jüngste Siegesserie und der ungefährdete Hinspielerfolg sind für Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski kein Grund, jetzt überheblich zu werden.

„Für alle Teams ist es unheimlich schwer in Ulm zu gewinnen. Vor allem dürfen wir den Gastgebern keine zweite Chance im Angriff einräumen. Zudem gilt es, John Bryant zu kontrollieren. Die Ulmer verfügen in Sachen Offensivrebounds über das beste Team der Liga“, glaubt Machowski.

Phantoms-Kapitän Nils Mittmann trifft auf seinen Ex-Klub, bei dem er von 2001 bis 2003 in der 2. Bundesliga spielte und den Durchbruch als Basketballprofi schaffte. Auf die Frage, ob es jedes Mal ein besonderes Spiel ist, wenn er in seiner alten Heimspielstätte, die altwehrwürdige Kuhberghalle, aufläuft, antwortet der 31-Jährige: „Na klar ist es etwas Besonderes, in die letzte Erstligahalle alten Schlages zu kommen. Ich werde dort viele Freunde, Bekannte aber auch Verwandte treffen.“ Denn: Mittmanns Ehefrau stammt aus Ulm. Der Braunschweiger weiß zudem: „Viele Mannschaften konnten in der Vergangenheit dort nicht gewinnen. Die Kuhberghalle ist ein Hexenkessel. Größer kann ein Heimvorteil kaum sein. Ulm wird uns einiges abverlangen.“

Kein Beko BBL-Klub verfolgt den Einsatz junger deutscher Spieler auf dem Spielfeld so stringent wie die Ulmer. Der längst Kultstatus genießende Cheftrainer Mike Taylor setzt auf das Entwicklungspotenzial seiner beiden Nationalspieler Robin Benzing und Per Günther. Der 2,08 Meter große Forward Benzing hat sein Leistungstief endgültig überwunden und ist mit durchschnittlich 15,3 Punkten pro Partie nicht nur bester Werfer des Vizemeisters von 1998 sondern in dieser Kategorie auch bester Deutscher der Liga. Nationaltrainer Dirk Bauermann dürfte sich darüber hinaus freuen, dass Pointguard Per Günther beim südlichsten Beko BBL-Klub eine weiteren Sprung nach vorn gemacht hat: Die Statistik führt den 22-Jährigen mit 12,3 Zählern pro Spiel (bei über 27 Minuten Einsatzzeit).

Coach Mike Taylor bewies einmal mehr ein gutes Händchen beim Scouting der US-Importe. Reboundkönig der Beko BBL ist aktuell der bereits von Machowski angesprochene 2,11 Meter große John Bryant: 11 vom Brett abprallende Bälle angelt sich der 135 Kilogramm schwere amerikanische Center, der zuvor beim hierzulande unbekannten unterklassigen Verein Erie Bay Hawks spielte. 15 Zähler pro Partie lassen die Konkurrenten ebenfalls aufhorchen.

Nach dem etwas holprigen Saisonstart 2010/11 verpflichtete die Mannschaft aus der Stadt mit dem höchsten Kirchturm der Welt den bundesligaerfahrenen Roderick Trice nach. Der sprunggewaltige 1,91 Meter große Guard hatte im Sommer keinen neuen Vertrag in Ulm unterzeichnet, kehrte jedoch im Oktober 2010 zu den Universitätsstädtern zurück (rund zehn Zähler pro Partie, über fünf Rebounds).
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