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„Selbstzweifel kenne ich nicht“

„Selbstzweifel kenne ich nicht“

Im Sommer 2010 wurde Robin Benzing für das frühe WM-Aus der Nationalmannschaft mitverantwortlich gemacht. Jetzt ist der 21-Jährige der beste deutsche Scorer in der Beko BBL. Im folgenden Interview spricht der Forward von ratiopharm Ulm über das Turnier ...
image_1296028043859.jpeg... in der Türkei, die Erwartungshaltung und seine neue Rolle.

Robin Benzing, Sie sind mit 15 Punkten pro Spiel der beste deutsche Scorer der Beko BBL und liegen im Gesamtranking auf Position sieben. Nicht schlecht für einen 21-Jährigen, oder?
Robin Benzing: „Klar ist es schön, der beste deutsche Scorer zu sein, und ich würde lügen, wenn mir das nicht auch gefallen würde. Aber man darf nicht vergessen, John Bryant macht in Ulm genau so viele Punkte wie ich und ist für uns mit seinen Rebounds sicher wichtiger als ich. Für mich geht es einfach darum, immer weiter zu arbeiten und meiner Mannschaft zu helfen.“

Man sollte annehmen, dass Sie sich derzeit vor Presseanfragen nicht retten können…?
Robin Benzing: „Nicht wirklich, es ist eher ziemlich ruhig.“

Nach der WM im Sommer war das anders: Es lief nicht gut für Sie: Sie wurden kritisiert, und viele (Medien-) Leute haben sich Sorgen um Ihre Athletik gemacht. Komisch: Wenn man gut spielt, fragt keiner – wenn nicht, alle.
Robin Benzing: „So ist das eben, und damit muss man klar kommen. Viele Leute hatten nach der überraschend guten EM (2009 in Polen, Anm. d. Red.) sehr hohe Erwartungen an die deutsche Nationalmannschaft. Diesen Erwartungsdruck haben wir Spieler bei der WM auch gespürt. Wenn es dann nicht gut läuft, kommt die Kritik. Damit musst du als Sportler umgehen können.“

„Enormer Druck, den ich so noch nicht erlebt habe“

image_129602817824.jpegWelche Erinnerungen haben Sie an die Türkei?
Robin Benzing: „Für mich persönlich war es nicht das beste Turnier, trotzdem war es eine Erfahrung, die wichtig ist. Gerade weil es nicht so gut lief. Außerdem hatte ich die Chance, gegen die Besten der Welt zu spielen und habe dadurch sicher viel gelernt.“

Es war aber auch das erste Mal, dass Sie den öffentlichen Erwartungen nicht gerecht wurden. Waren Sie selbst auch enttäuscht?
Robin Benzing: „Wir wollten als Team die nächste Runde erreichen, schlagen im zweiten Spiel sensationell Serbien und fliegen nach einer unglücklichen Niederlage gegen Angola trotzdem raus. Natürlich ist man danach enttäuscht. Ich war aber auch mit mir selbst nicht zufrieden, weil ich nicht auf dem Niveau gespielt habe, das ich in mir habe. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig. Aber einer war sicher der enorme Druck, der auf mir lastete und den ich so noch nicht erlebt habe.“

Neue Situation: Go-to-Guy und Leader

Als Ihre Saison in Ulm mit neun Punkten in Bamberg und sechs Punkten in Braunschweig nicht ideal los ging, haben Sie da begonnen, an sich selbst zu zweifeln?
Robin Benzing: „Um ehrlich zu sein: Ich hatte noch nie Zweifel an mir. Das heißt nicht, dass ich nicht häufig unzufrieden mit mir bin, aber ich habe nie aufgehört, an mich zu glauben. Ich denke, das ist sehr wichtig.“

image_1296028318974.jpegIn den folgenden Wochen konnte man den Eindruck bekommen, der Benzing ackert wie ein Blöder, erzwingt es aber manchmal. Haben Sie sich selbst zu sehr unter Druck gesetzt?
Robin Benzing: „Das kann natürlich sein. Eigentlich war es nicht nötig, mir diesen Druck zu machen, aber das weiß ich erst jetzt. Mittlerweile spiele ich befreit auf. Wenn ich einen Wurf nehme, sage ich nicht zu mir, dass der Ball unbedingt rein muss, sondern werfe einfach. Aber es war eben auch eine neue Situation für mich. Ich war plötzlich der Go-to-Guy der Mannschaft und sollt der Leader sein. Diese Rolle konnte ich nicht von null auf hundert erfüllen. Aber ich denke, dass ich auf einem guten Weg bin.“

Das komplette Interviev lesen Sie in der aktuellen OrangeZone, dem Magazin von Basketball Ulm unter: http://www.basketball-ulm.com/OrangeZone_10-11/ausgabe06/

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