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„Täglich grüßt das Murmeltier“

„Täglich grüßt das Murmeltier“

Die schier unendliche Geschichte geht weiter: Die TBB hielt gegen den klaren Favoriten Brose Baskets mit, erzwang sogar die Verlängerung, verlor aber letztendlich mit 70:75 (32:31, 63:63). Maik Zirbes mit hervorragendem Spiel, 15 Punkte und 13 Rebounds; Nate Linhart Topscorer mit 16 Punkten. Das nächste Spiel ist am Freitag, die TBB ist zu Gast bei den Walter Tigers Tübingen.
Nachdem Philip Zwiener, Maik Zirbes, Henrik Rödl und Jugendspieler Moritz Tieleman geehrt wurden, weil sie die TBB Trier beim Beko BBL-Allstar-Day vertreten werden, konnte das letzte Heimspiel des Jahres 2012 beginnen.

Casey Jacobsen erzielte nach zwei Minuten die ersten Punkte der Partie von der Dreierlinie. Die TBB war hochmotiviert, nach zwei knappen Niederlagen zuletzt wollten die Spieler endlich wieder Punkte. Maik Zirbes setzte ein erstes Ausrufezeichen, in dem er unter dem Korb seinen Gegenspieler Tibor Pleiss mit einer schnellen Bewegung einfach stehen ließ (12:10). Beim Stand von 16:10 und nachdem Dru Joyce einen sehenswerten Korbleger erzielt hatte, nahm Chris Fleming im Duell der Allstar-Coaches bereits seine zweite Auszeit. Das Viertel endete mit 19:17.
Der zweite Abschnitt begann mit einem Mitteldistanzwurf von Andreas Seiferth, wenig später traf Maik Zirbes von derselben Position. In der sechsten Minute kassierte die Trierer Bank ein Technisches Foul.

Doch die TBB ließ sich nicht unterkriegen – im Gegenteil. Die Verteidigung war erstklassig, vorne erzielte Nate Linhart zwei Punkte: 27:27.

Jetzt holte sich Anthony Tucker ein „T“ ab, Philip Zwiener konnte von der Freiwurflinie ausgleichen, Nate Linhart machte von draußen die 32:29-Führung klar. Mit der Sirene konnte Bamberg noch auf einen Punkt verkürzen; 32:31.
In der zweiten Hälfte schien die Luft zunächst etwas raus auf Trierer Seite, auch die Atmosphäre in der gut gefüllten Arena Trier war nicht mehr ganz so hitzig wie noch in Halbzeit eins. So geriet die TBB in einen 37:42-Rückstand, aber nach fünf Punkten von Dru Joyce stand es nur noch 42:44. Der Doubleverteidiger zog jetzt das Tempo an, Julius Jenkins traf einen Dreier zum 44:50. Beim Stand von 46:55 ging es in die letzte Viertelpause.

Im entscheidenden Abschnitt drehte die TBB auf, Faßler traf aus der Ecke, Maik Zirbes zeigte Tibor Pleiss erneut, wo der Hammer hängt, Nate Linhart traf einen Floater – 53:58. Im Angriff der Gäste schnappte Linhart sich erneut den Ball, sprintete auf den Korb zu und riss die 5446 TBB-Fans mit einem krachenden Dunk von den Sitzen.

Dru Joyce traf einen Korbleger, nur noch ein Punkt Rückstand. Doch die Gäste zogen wieder auf sechs weg. Erneut ist es Dru Joyce, der endlich an die großartigen Leistungen der vergangen Saison anknüpfte, der seine Mannschaft auf 61:63 ran brachte. Philip Zwiener gleicht per Korbleger aus, Bamberg trifft nicht, bei 30 Sekunden auf der Uhr ist die TBB im Angriff; bei 6,6 Sekunden wird Philip Zwiener gefoult, Einwurf Trier. Nach erneutem Einwurf trifft Dru Joyce nur den Ring – Verlängerung.

Die ersten Trierer Punkte in der Overtime erzielt Philip Zwiener zum 65:66. Aber Anton Gavel blieb eiskalt und traf zweimal „für drei“ – 69:72.

James Washington muss an die Freiwurflinie, trifft den ersten, den zweiten nicht. Der Rebound ist bei Maik Zirbes, der die Kugel aber nicht versenken kann, ebenso wenig wie Dragan Dojcin. Ein Bamberger tippt den Ball ins Aus, Trierer Einwurf. Aber die TBB kommt einfach nicht zu Punkten, James Washington geht energisch zum Korb, trifft aber wie seine Kollegen nur den Ring und foult direkt im Anschluss. Marcus Slaughter trifft nur den ersten (70:73), Bamberg sichert sich aber bei fünf noch zu spielenden Sekunden den Offensivrebound – keine Chance mehr für die TBB. Die Partie endete mit 70:75.

Henrik Rödl: „Täglich grüßt das Murmeltier. Heute ist wieder dasselbe passiert, wir haben ein ganz großes Spiel gemacht, aber wieder verloren. Glückwunsch natürlich an Bamberg. Unsere Leistung im letzten Viertel war großartig, wir haben mit 10 zurückgelegen und nochmal ausgeglichen. Ich weiß nicht wann bei uns endlich der Knoten platzt, aber es wird passieren, und dann werden wir Spiele gewinnen.“

Chris Fleming: „Ich möchte die Trierer Mannschaft loben, großen Respekt für die Leidenschaft, mit der sie spielen. Zirbes war überragend, er war der absolut dominante Center auf dem Feld. Meine Mannschaft muss lernen, Schlussphasen zu kontrollieren. Aber wir haben in der Offense die Leistung gebracht, wenn es nötig war, Anton Gavel hat da einen tollen Job gemacht. Ich wünsche Trier für die Zukunft alles Gute.“

Linhart (16), Joyce (15), Saibou (0), Zwiener (12), Dojcin (2), Faßler (2), Seiferth (4), Washington (1), Picard (0), Zirbes (15), Bynum (3), Dietz (ne)

Somit haben die Trierer Bundesligabasketballer erneut denkbar knapp gegen ein Topteam der Beko BBL verloren. Auch wenn ein Sieg aus den drei letzten Spielen keinesfalls zu erwarten war, ist es schade, dass die TBB so glücklos war. In den nächsten Wochen folgen Spiele gegen Teams, mit denen sich die TBB eher messen muss.

Schon am Freitag geht es dabei mit dem Auswärtsspiel gegen Tübingen weiter für die Jungs der TBB Trier. Am 30.12.2011 ist am dann letzten Spieltag des Kalenderjahres der erste Sprungball für 20 Uhr in der Paul-Horn-Arena angesetzt, der Heimspielstätte der WALTER Tigers Tübingen.

Nach einem schwachen Start mit gleich sechs Niederlagen in Folge, haben die von Ex-Profi Igor Perovic betreuten Schwaben zuletzt in die Spur gefunden und fünf der folgenden acht Partien gewonnen. Zuletzt gab es eine 91:69-Niederlage in Oldenburg. Die Leistungsträger im vor der Spielzeit runderneuerten Kader sind dabei vornehmlich US-Amerikaner: Point Guard Vaughn Duggins (24 Jahre, 1,88 Meter, 14,1 Pkt, 3,0 Reb, 2,6 Ast pro Spiel), Small Forward Reggie Redding (23 Jahre, 1,96 Meter, 13,4 Pkt, 6,2 Reb, 3,2 Ast pro Spiel) und Power Forward Tyrone Nash (23 Jahre, 2,03 Meter, 11,9 Pkt, 5,4 Reb pro Spiel) sind dabei die besten Werfer, aber auch der litauische Center Pavelas Cukinas (28 Jahre, 2,10 Meter, 10,1 Pkt, 4,3 Reb pro Spiel), der nachverpflichtet wurde, kommt immer besser in Fahrt. Hinzu kommen mit Louis Campbell, Adnan Hodzic sowie den Deutschen Nicolai Simon, Ruben Spoden und Akeem Vargas Spieler, die über eine Menge Erfahrung (Campbell) beziehungsweise Talent verfügen und den Leistungsträgern Entlastung geben können.

Ein Auswärtssieg in Tübingen würde der TBB wichtige Punkte gegen eine Mannschaft bescheren, die sich wohl auch am Saisonende in ähnlichen Tabellenregionen wie die Trierer wiederfinden wird, dürfte allerdings alles andere als einfach werden. Für die Fans der TBB Trier ist die Partie natürlich im LiveStream zu hören. Der LiveStream ist kostenlos abrufbar auf dem neuen Basketballportal www.basketball-stream.de sowie auf den Seiten der Medienpartner Trierischer Volksfreund (www.volksfreund.de) und RTL Radio 93.3 und 97.0 (www.rtlradio.lu). Moderator Chris Schmidt meldet sich gegen 19:20 Uhr mit ersten Stimmen und Analysen.
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