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„Über die Partie hinweg waren sie die bessere Mannschaft“

„Über die Partie hinweg waren sie die bessere Mannschaft“

Am vorletzten Tag des Jahres 2011 gastierte die TBB Trier im Schwabenland bei den WALTER Tigers aus Tübingen. Bereits im ersten Viertel zeigte sich, dass das Gastspiel in der Paul-Horn-Arena alles andere als eine einfache Aufgabe für die TBB werden sollte. Mit 19:14 führten die Gastgeber nach den ersten zehn Minuten in einem für beide Mannschaften wichtigen Spiel.
Das zweite Viertel begann unglücklich für die Gäste aus der ältesten Stadt Deutschlands. Einige eigene Chancen wurden nicht verwertet, im Gegenzug konnte Nachwuchsmann Ruben Spoden mit einem Dreier eine Zehn-Punkte-Führung für die Tigers herauswerfen (24:14). Henrik Rödl reagierte per Auszeit und in der Folge versuchte seine Mannschaft, sich zurück in die Partie zu kämpfen. Vor allem James Washington übernahm in dieser Phase Verantwortung und zog trotz seiner 1,80 Meter beherzt zum Korb. Nach einem Steal von Nate Linhart konnte Maik Zirbes mit einem wuchtigen Dunking auf sieben Punkte verkürzen (30:23) und zwang Tigers-Coach Igor Perovic dazu, ein Time Out zu beantragen. Kurz vor der Halbzeit dann ganz schlechte Neuigkeiten für das Team der TBB: nach einem Foulpfiff plus anschließendem technischen Foul gegen Maik Zirbes musste der Trierer Center mit vier persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen. Die Trierer nahmen so einen Rückstand von zehn Punkten mit in die Halbzeit (41:31).

In der zweiten Hälfte taute Andreas Seiferth auf Seiten der TBB auf, markierte vier schnelle Punkte und verteidigte stark. Nach weiteren Punkten vom Trierer Back Up-Center waren die Trierer wieder auf 48:42 heran gekommen und Igor Perovic nahm die erste Auszeit der zweiten Hälfte für Tübingen. Doch mit seinem zweiten Dreier im dritten Viertel warf Vaughn Duggins die Tigers wieder mit elf Punkten in Front, bevor erneut Andreas Seiferth verkürzen konnte. Aber in diesem Abschnitt ließen sich die Gastgeber aus dem Schwabenland nicht beeindrucken. Nicolai Simon traf einen weiteren Distanzwurf für Tübingen, Spoden erhöhte per Zweipunktwurf auf 58:44. Schließlich endete das dritte Viertel mit 64:51.

Im letzten Abschnitt versuchte das Team von Henrik Rödl nochmal alles, um das Spiel zu drehen. Mit zwei Freiwürfen brachte John Bynum seine Mannschaft wieder auf zehn Punkte heran (66:56), aber die Partie wurde zunehmend nervöser und den Gästen gelang es einfach nicht, näher heran zu kommen. Joshua Young netzte per Dreier für Tübingen zum 71:57 ein und knapp fünf Minuten vor dem Ende sah es jetzt schlecht aus für die TBB. Doch Nate Linhart und Oskar Faßler hatten die Partie noch nicht aufgegeben, mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen brachten sie ihr Team 4:06 Minuten vor der Schlusssirene noch einmal heran (71:63). Aber auch von diesen Trierer Bemühungen ließen sich die Tigers nicht den Schneid abkaufen und schafften es, ihren Vorsprung zu vergrößern und sicher ins Ziel zu bringen. Die TBB Trier verliert mit 85:65 bei den WALTER Tigers Tübingen.

Thomas Päch, Co-Trainer der TBB Trier: “Wir hatten einen schlechten Start, haben aber versucht, uns zurück in das Spiel zu arbeiten. Wir sind bis zum Schluss einem Rückstand hinterher gelaufen, weil wir in einer frühen Phase einfach unsere Würfe nicht getroffen haben. Wir sind nach wie vor in einer frühen Phase der Saison und müssen auch anerkennen, dass die Tübinger heute über das gesamte Spiel hinweg die bessere Mannschaft waren. Sie sind derzeit an einem Punkt, an den wir gerne hin wollen. Sie haben zum Auftakt viele Spiele verloren, aber sie haben gekämpft und immer weiter gekämpft und sind jetzt in der Saison angekommen. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei unseren unglaublichen Fans bedanken, die uns einmal mehr vorbildlich unterstützt haben und hinter unserer Mannschaft stehen. Uns bleibt nur, weiter hart zu arbeiten, was das Team in jedem Training tut, um bald die nächsten Punkte einfahren zu können.

Auch gegen Bonn werden wir hoffentlich von unseren Fans unterstützt und wir werden wieder alles tun, um einen sicherlich nicht einfachen Gegner optimal vorbereitet zu sein. Sie haben bisher Höhen und Tiefen hinter sich, aber wenn wir unser Ding machen und 40 Minuten kämpfen, können wir es schaffen, am Ende einen Punkt mehr als der Gegner zu erzielen.“

Punkteverteilung TBB Trier: Joyce (4 Punkte), Bynum (9), Faßler (3), Picard (n.e.), Dojcin (0), Zirbes (9), Seiferth (9), Linhart (13), Saibou (n.e.), Zwiener (11), Washington (7), Dietz (n.e.)

Am Montag geht es direkt weiter für die Profis der TBB: ab 20 Uhr sind die Telekom Baskets aus Bonn zu Gast in der Arena Trier. Nach einem Blitzstart in die neue Saison, mit fünf Siegen aus den ersten fünf Spielen, rangiert das Team von Head Coach Michael Koch derzeit nur noch auf dem achten Platz, was Henrik Rödl allerdings nicht davon abbringt, die Bonner als „definitive Playoff-Mannschaft“ zu bezeichnen. Die Bonner bringen nach einem Auswärtssieg gegen ALBA BERLIN eine Menge Rückenwind mit an die Mosel.

Nachdem das Team vom Rhein in der vergangenen Saison nur den 13. Tabellenplatz erreichen konnte, soll es in der laufenden Spielzeit über mannschaftliche Geschlossenheit und Uneigennützigkeit wieder nach vorne gehen. Neben dem 38-jährigen BBL-Dino Chris Ensminger (2,08 Meter, Center), der mit 15,2 Punkten und 8,2 Rebounds/Spiel in beiden Kategorien bester Bonner ist, machen bisher vor allem Rückkehrer Jared Jordan (Point Guard, 1,88 Meter, 27 Jahre), die beiden litauischen Flügelspieler Simonas Serapinas (Small Forward, 1,97 Meter, 29 Jahre) und Benas Veikalas (Shooting Guard, 1,92 Meter, 28 Jahre) sowie der US-Brettspieler Tony Gaffney (Power Forward, 2,06 Meter, 27 Jahre) von sich reden.

Gegen ein starkes Team wird die TBB mit dem Heimpublikum im Rücken und den bekannten Tugenden in der Verteidigung versuchen, die treuen und in den letzten Wochen unheimlich starken Fans endlich mit einem langersehnten Heimsieg zu belohnen.

Die Eintrittskarten zu diesem Spiel gelten im gesamten VRT-Gebiet als Fahrausweis für Hin- und Rückfahrt zum Heimspiel der TBB Trier.
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