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„Vier-Punkte-Spiel“ in der Osthalle

„Vier-Punkte-Spiel“ in der Osthalle

Hagen kommt mit vier Niederlagen in Serie – Mehr Aggressivität gefordert – „Solche Spiele müssen wir gewinnen“ Nach den schweren Wochen mit den Spielen gegen ALBA BERLIN, Brose Baskets und FC Bayern München stehen für die LTi GIESSEN 46ers nun die besonders wichtigen Spiele gegen Mitbewerber um den Klassenerhalt vor der Tür. Los geht es am Samstag mit dem Spiel gegen Phoenix Hagen in der Sporthalle Ost (20 Uhr).
Trotz der deutlichen 53:89-Niederlage in München zeigte sich LTi 46ers-Trainer Björn Harmsen vor dem Spiel gegen Hagen gut gelaunt. „Wir können sehr zufrieden sein, dass wir einen Sieg aus den zwei schweren Spielen gegen Bamberg und München geholt haben. Das sind möglicherweise entscheidende Punkte für uns“, so der Übungsleiter.

Trotzdem sah er auch die Probleme in der letzten Woche. „München war spielerisch einfach besser und sie haben mehr Energie investiert. Es sollte eigentlich nicht sein, dass wir als vermeintlich spielerisch schlechtere Mannschaft in Sachen Einsatz weniger als eine solchen Truppe investieren!“ Nach dem sensationellen Sieg vor zwei Wochen gegen die Brose Baskets glaubt Harmsen jedoch, dass „diese Niederlage uns die Augen geöffnet hat und wir die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Vielleicht war es auch besser, das Spiel so zu verlieren, als mit einer knappen Niederlage nach Hause zu fahren.“

Der Trainer der LTi 46ers weiß, was am Samstag gegen den 17. der Tabelle besser laufen muss, um am Ende als Sieger vom Feld zu gehen. „Wir haben die Aggressivität von den Spielen gegen Trier und Bamberg nicht annähernd gezeigt. Da kann man in München nicht gut aussehen. Wenn wir aggressiv verteidigen, wenn wir mehr Einsatz zeigen, wenn wir um jeden Rebound kämpfen und uns den Bällen hinterherschmeißen, dann werden wir auch das Spiel gewinnen“, ist sich Björn Harmsen sicher.

Hagen steht mit drei Siegen auf dem 17. Tabellenplatz. In der vergangenen Spielzeit waren die Westfalen noch eines der Überraschungen der Beko BBL. Das Team aus dem Bergischen sorgte für reichlich Aufsehen und schloss die Spielzeit auf dem 11. Tabellenplatz ab. Mit Quentin Pryor, Mark Dorris, Jacob Burtschi und Matt Terwilliger haben jedoch die Säulen der Mannschaft den Verein im Sommer verlassen. Davon scheint sich Hagen noch nicht richtig erholt zu haben.

Die Westfalen kamen nur sehr schleppend aus den Startlöchern. An den ersten beiden Spieltagen der Beko BBL-Saison 2011/2012 setzte es jeweils deutliche Niederlagen. Erst unterlag die Mannschaft von Ingo Freyer den New Yorker Phantoms Braunschweig mit 74:103 deutlich, dann setzte es beim Heimspielauftakt gegen die Telekom Baskets Bonn ein 83:95, die auch die 37 Punkte von Zygimantas Jonusas nicht verhindern konnten. Nach einem 88:80-Sieg gegen BBC Bayreuth sorgte Hagen für eine faustdicke Überraschung, als ALBA BERLIN mit 98:91 nach Hause geschickt wurde. Doch aus den folgenden sieben Spielen gewann Phoenix Hagen lediglich ein weiteres Spiel. Nach dem 83:78-Sieg gegen Trier verlor die Freyer-Truppe nun vier Spiele in Folge.

Mit 1019 zugelassenen Punkten ist Hagen die bisher abwehrschwächste Mannschaft und auch die einzige, die in diesen Wert eine vierstellige Zahl verbucht. Im Schnitt sind das 92, 6 Punkte pro Spiel. Mit 894 erzielten Punkten pro Spiel ist Hagen nach den Artland Dragons aber gleichzeitig die zweit gefährlichste Offensiv-Mannschaft der Beko BBL. 81,3 Punkte erzielte Phoenix Hagen pro Spiel.

Dafür verantwortlich sind insbesondere vier Spieler. Marc Antonio Carter (17,4 Punkte pro Spiel), Brandon Brooks (14,5), Zygimantas Jonusas (14,2) und Jordan Hasquet (11,0) scoren allesamt zweistellig. „Wir müssen auf die Außenspieler aufpassen. Sie sind alle offensiv sehr gefährlich und wenn einer heiß läuft, haben sie gezeigt, dass sie auch Spiele gewinnen können.” Zudem kommt der gefährliche Neuzugang Adam Constantine, der bei seinem ersten Spiel gegen die FRAPORT SKYLINERS zwölf Punkte markierte.

Für die LTi GIESSEN 46ers wird dies ein wichtiges Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Die angeschlagenen Robert Oehle und Maurice Jeffers werden dabei auch mit von der Partie sein. Nach den Spielen gegen Göttingen und Trier ist dies das nächste typische “Vier-Punkte-Spiel” für die Mannschaft von Björn Harmsen. „Hagen ist eine Mannschaft, mit der wir gegen den Abstieg kämpfen und solche Spiele müssen wir zuhause gewinnen!”
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