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„Wir müssen uns nicht verstecken.“

„Wir müssen uns nicht verstecken.“

Zwischen Teamtraining, Fototermin und EM-Vorbereitung nimmt sich Nationalspieler Per Günther Zeit, den Sommer Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf die nächsten Wochen mit der Nationalmannschaft, aber auch auf den Ulmer Basketball zu geben.
1313492929/img_Per_Guenther_548.jpgPer, du steckst seit mehreren Wochen mit der Nationalmannschaft intensiv in der EM-Vorbereitung (Litauen, 31. August - 18. September). Wie bewertest du die momentane Form des deutschen Teams?

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Per Günther: Ich denke, wir sind schon in einer ganz guten Form. Es ist natürlich eine interessante Situation: Wir haben uns bis jetzt schon gut vorbereitet, aber jeder weiß, dass sich das Bild der Mannschaft noch deutlich verändern wird, wenn die NBA-Stars dazukommen. Wir glauben, dass wir bereit sind, aber wie genau die Mannschaft aussehen wird, kann man dann auch erst in ein, oder zwei Wochen sagen.

Was kann das deutsche Team bei der EM erreichen?

Günther: Es kann natürlich unterschiedlich weit gehen. Aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben bislang gute Vorbereitungsergebnisse gehabt und werden sicher noch besser werden durch die beiden, die jetzt zum Team dazu stoßen. Es gibt natürlich ein paar absolute Favoriten und ich glaube auch nicht, dass wir um den Titel mitspielen werden. Unser vorgegebenes Ziel - unter die ersten fünf zu kommen - ist realistisch. Aber mehr zu erreichen, wird natürlich sehr schwer, da alle Mannschaften ihre besten Spieler nach Litauen schicken. Es bleibt ja dieses Jahr kaum ein NBA-Star zuhause, was für eine EM eher unüblich ist. Alle wollen 2012 zu Olympia. Aber ich denke trotzdem, dass wir Qualifikation für die Spiele in London schaffen können.

Du hast es schon angesprochen: Mit Dirk Nowitzki und Chris Kaman ergänzen ab dem Super Cup in Bamberg (19. – 21. August) zwei ganz große Namen das Nationalteam. Es werden also auch noch zwei Spieler aus dem Kader gestrichen werden. Wie würdest du deine persönlichen Aussichten auf die EM-Teilnahme einschätzen?

Günther: Das ist natürlich schwer zu sagen. Ich kann mich da auch gar nicht groß zu äußern. Dirk Bauermann gibt mir auf jeden Fall Chancen, mich zu präsentieren. Da habe ich meine Sache recht gut gemacht, denke ich. Ich hoffe, dass ich ihn überzeugen kann, mehr kann ich dann auch nicht tun. Wenn ich gut spiele, dann glaube ich auch, dass ich mitkomme. Wenn andere Leute ihre Sache besser machen, werde ich eben zuhause bleiben müssen.

Lass uns ein wenig über den Ulmer Basketball reden. Du hast die neue Mannschaft am Sonntag schon beim Training beobachten können: Wie ist dein erster Eindruck?

Günther: Der erste Eindruck ist gut - aber um ehrlich zu sein, war er auch in den letzten Jahren immer positiv. Von daher sollte man das nicht überbewerten. Ich bin allerdings sehr zufrieden damit, was der neue Coach Thorsten Leibenath bisher geleistet hat. Es sind ein paar Spieler von anderen Clubs aus der Beko BBL gekommen, über deren Verpflichtung ich mich sehr gefreut habe. Außerdem haben wir einen guten Stamm an Spielern gehalten. Ich bin sehr zuversichtlich, was die kommende Saison angeht.

Gab es jemanden aus der neuen Mannschaft, der dir gleich ins Auge gesprungen ist, oder dessen Verpflichtung dich generell besonders gefreut hat?

Günther: Ja, klar. Dane Watts zum Beispiel, den wir alle aus Tübingen kennen. Solche Spieler, die sich schon in der Bundesliga einen Namen gemacht haben, brauchen wir hier in Ulm. Oder auch Steven Esterkamp. Jemand wie er bringt wahnsinnig viel Erfahrung mit und kann sehr wichtig werden. Im Training ist mir auch Isaiah Swann aufgefallen, der vor allem sehr athletisch ist.

Wie sieht dein persönliches Programm für die nächsten Tage aus? Wann geht es zurück zur Nationalmannschaft?

Günther: Wir hatten jetzt nur einen Tag wirklich frei. Am Dienstag trifft sich das Nationalteam in Bamberg; dann steigen wir sofort wieder richtig ins Training ein, weil wir natürlich die Systeme alle auf Dirk und Chris abstimmen müssen. Für mich geht es dann von Tag zu Tag. Je nachdem, wie lange ich eben dabei bleibe. Sobald es für das Team oder mich zu Ende ist, komme ich direkt nach Ulm.

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Quelle: ratiopharm ulm
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