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"Albatrosse" kassieren zweite Niederlage

ALBA BERLIN hat sein Auswärtsspiel im Eurocup-TOP16 im spanischen Sevilla mit 67:76 verloren. Trotz einer 39:35-Halbzeitführung gaben die Berliner die Partie im dritten Viertel wieder aus der Hand. Durch die Niederlage stehen die "Albatrosse" nun mit einem Sieg und zwei Niederlagen ...
image_1296590570994.jpeg... nach dem dritten von sechs TOP16-Spieltagen bereits unter Druck.

Siege auf fremdem Parkett sind im internationalen Wettbewerb im schwer zu erringen. Doch am Dienstag bei Cajasol Sevilla wäre vielleicht mehr drin gewesen. In einem Duell zweier Teams mit sehr ähnlicher Spielanlage raubten sich die Albatrosse mit teils haarsträubenden Ballverlusten (insgesamt 22) und unglücklicher Wurfauswahl in der zweiten Halbzeit selbst ihre Chancen. Die Spanier hatten – genauso wie ALBA - eigentlich im ganzen Spiel über das volle Feld gepresst und den Ballführenden aggressiv gedoppelt. Beide Teams kamen so zu vielen Ballgewinnen. Sevilla zeichnete sich aber letztlich durch eine cleverere Wurfauswahl aus, die bei sonst fast identischen Teamstatistiken den Ausschlag zum Sieg gab. Muli Katzurin war nicht zufrieden mit dem Auftritt seines Teams und schickt die Mannschaft Mittwoch nach der Ankunft am Flughafen direkt zum Sondertraining.

Berliner Topscorer war Kapitän Patrick Femerling mit 14 Zählern bei nur einem Fehlwurf. Neben ihm punkteten nur noch Derrick Allen (11) und Julius Jenkins (10) zweistellig. Tadija Dragicevic kam auf 9 Punkte und 6 Rebounds. Bryce Taylor und Heiko Schaffartzik erzielten je 7 Zähler. Schwer zu stoppen war Sevillas Center Paul Davis, der 17 Punkte und 5 Rebounds markiert. Auch Tomas Satoranski (14) und Tariq Kirksay (10) wussten zu überzeugen.

Im zweiten Spiel der Gruppe gewann Treviso, das heute auch als Austragungsort des Eurocup-Finalturniers bekannt gegeben wurde, bei Panellinios 83:75. Cajasol führt die TOP16-Gruppe L nun mit 3:0 Siegen an, während Treviso mit 2:1 den zweiten Rang belegt. ALBA (1:2) folgt auf Platz drei und Panellinios ist mit drei Niederlagen schon fast aus dem Rennen (die ersten beiden Plätze erreichen das Viertelfinale). In der nächsten Partie, dem am 15.2. in der o2 World ausgetragenen Rückspiel gegen Sevilla, braucht ALBA nun dringend einen Sieg.

Spielverlauf: ALBA wurde von den Spaniern in den ersten Minuten eiskalt erwischt. Beide Team attackierten sich von Beginn an konsequent über das ganze Feld, aber während den Berlinern sofort drei mal der Ball verloren ging, zogen die Hausherren mit zwei Dreiern, einem Dreipunktespiel und einem Layup blitzschnell auf 11:0 davon. Nach einer Auszeit von Muli Katzurin fingen sich die Albatrosse aber schnell wieder und begannen immer effektiver ihr druckvolles Tempospiel aufzuziehen. Zwar musste Derrick Allen mit zwei Fouls früh auf die Bank, doch das entpuppte sich als glückliche Fügung, denn der eingewechselte Patrick Femerling drehte mächtig auf. Er hatte mit acht Punkten in wenigen Minuten großen Anteil daran, dass sein Team in der achten Minute bis auf 13:18 verkürzte. Vor allem Sevillas bulliger Center Paul Davic bereitete ALBA Probleme, doch zwei schnelle Korbleger von Bryce Taylor brauchten die Berlin weiter, bis auf 17:19, heran. Den Schlusspunkt des Viertels setzte Julius Jenkins per Dreier, der den Hauptstädtern sogar noch einen 20:19-Vorsprung bescherte – wer hätte das nach den ersten Minuten gedacht!

Femerling baute die Serie seiner Mannschaft gleich zu Beginn des zweiten Viertels auf 13:1 und die Führung damit auf 22:19 aus, doch Tomas Satoranski glich prompt wieder per Dreier aus. Taylor mit einem athletischen Dreipunktespiel und Jenkins aus der Halbdistanz setzten ALBA wieder ab. In der 15. Minute warfen die Spanier in einem Angriff mit zwei Offensivrebounds gleich drei Dreier daneben, bis Idbihi sich das Leder endlich sicherte. Auf der anderen Seite brachte Schaffartzik Berlin daraufhin mit einem Halbdistanzwurf und einem Dreipunktewurf 29:24 in Front, Marinovic legte kurz drauf einen Dreier zum 35:26 nach. Doch es blieb eng. Unpräzises Spiel der Albatrosse bestrafte Cajasol sofort (meistens in Person von Davis), aber trotzdem gingen die Berliner nach einem Korbeger von Idbihi mit einem Neun-Punkte-Polster in die letzte Minute der Halbzeit. Dort kassierten sie jedoch durch Unkonzentriertheiten nur noch einen Korbleger sowie einen Dreier von Katelynas, so dass es „nur“ mit 39:35 in die Kabine ging.

Die zweite Hälfte begann mit einem Dreier von Dragicevic zunächst sehr gut für ALBA, doch dann ging es plötzlich rapide bergab. Fehlwurf um Fehlwurf, Ballverlust um Ballverlust produzierten die Berliner, so dass Sevilla in kurzer Zeit nach einem 12:0-Run das Blatt gewendet hatte. Patrick Femerling gelang es zwar noch, Davis sein zweites und drittes Foul anzuhängen und endlich wieder für ALBA zu punkten, doch es bleib der Wurm drin bei den Albatrossen. Auch eine Auszeit von Katzurin verhinderte nicht, dass Routinier Bullock die Spanier in der 27. Minute schon mit 59:46 in Führung schoss. Aber die Albatrosse gaben nicht auf und kämpften sich mit Punkten von Allen und Schaffartzik bis zur Viertelpause wieder auf 52:61 heran.

Als Bullock zu Beginn das Schlussviertels beim Dreier gefoult wurde, traf er nur einen seiner drei Freiwürfe, was Dragicevic zum Anlass nahm, es besser zum machen und von der Dreierlinie auf 55:62 zu verkürzen. Leider nutzten die Albatrosse die nun wieder immer entstehenden Chancen, weiter Aufzuholen, nicht konsequent. Hier stellten die Berliner erstmals auf Zonenverteidigung um, aber auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Auch wenn Derrick Allen sich noch mal mit einem Dreipunktespiel durchsetzten konnte, unterliefen ihm und seinem Team weiterhin zu viele Ballverluste und Fehlwürfe. Die Zeit ran davon und Sevilla zeigte sich nervenstark an der Freiwurflinie – in den letzten Minuten warfen sie von dort nicht einmal daneben. In der 38. Minute kam nach einem Dreier von Jenkins zum 65:71 noch mal Hoffnung auf, doch Popovic antwortete trocken an der Freiwurflinie und nachdem Marinovic zwei Dreier verschossen hatte (er erwischte mit 1/8 Treffen einen rabenschwarzen Tag aus der Dreipunktedistanz) war die Partie entschieden. Louis Bullock setzte im letzten Angriff sogar noch einen Dreier zum 76:67-Endstand drauf

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Quelle: ALBA BERLIN

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