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"Albatrosse" starten mit Niederlage

ALBA BERLIN hat die Runde der 16 besten Teams im Eurocup mit einer Auswärts-Niederlage eröffnet. Beim italienischen Traditionsclub Benetton Treviso unterlag das Team von Luka Pavicevic mit 71:75 (35:45). Die drückende Überlegenheit der Italiener beim Rebound konnten ...
image_1295386889589.jpeg... die bis zum Schluss nicht aufsteckenden Albatrosse nicht kompensieren.

Nach sechs Siegen in der Vorrunde musste ALBA am Dienstag Abend in Treviso die erste Niederlage des Wettbewerbs hinnehmen. Benetton Basket bleibt damit das einzig noch ungeschlagene Team im Eurocup.

Von Beginn war zu merken, dass zwei Mannschaften gegeneinander antraten, bei denen es zur Zeit nicht rund läuft und für die ein Erfolg in diesem Spiel von großer Wichtigkeit war. So entwickelte sich keine schönes, aber umso härter umkämpftes Spiel mit vielen Fouls und Freiwürfen. Vor allem in der ersten Halbzeit gaben die Albatrosse dabei gegen die physisch starken Italiener zu viele Rebounds ab, die diesen zahlreiche zweite Wurfchancen eröffneten. Auch frühe Foulprobleme von Jenkins, Allen und Schultze waren trotz eines endlich wieder kompletten Kaders nicht eben förderlich. Julius Jenkins kam mit drei schnellen Fouls in der ersten Hälfte gerade einmal dreieinhalb Minuten zum Einsatz. Als die Hausherren in den Schlussminuten an der Freiwurflinie schwächelten und ALBA auf 64:70 verkürzte, kam noch einmal Hoffnung auf, doch ein Dreier von All-Eurocup-Forward Devin Smith sorgte kurz darauf für die endgültige Entscheidung.

In einem Hin- und Rückspiel-Modus wäre das 71:75 bei dem Spielverlauf ein gutes Ergebnis. So steht es aber in der Tabelle der Vierergruppe erstmal nur als Niederlage zu Buche - deren Höhe allerdings noch in einem direkten Vergleich am Ende eine Rolle spielen könnte. Nächste Woche Donnerstag bestreiten die Berliner im zweiten TOP16-Spiel zuhause in der o2 World gegen Panellionos Athen, das ebenfalls seinen Auftakt 82:87 gegen Sevilla verlor, schon eine Partie, in der es für beide Teams um viel geht. Aufgrund des Allstar-Wochenendes haben die Albatrosse nun über eine Woche Zeit, sich auf dieses bedeutende Spiel vorzubereiten. Tickets sind hier erhältlich.

ALBA wurde angeführt von seinen beiden Power Forwards Derrick Allen (18 Punkte, 4 Rebounds) und dem wieder genesenen Tadija Dragicevic (12 & 7), die die offensive Hauptlast des Team trugen. Offensivmotor Julius Jenkins hingegen erwischte einen rabenschwarzen Tag und kam nur auf 2 Zähler. Solide Leistungen lieferten Immanuel McElroy (9 Punkte, 2 Steals) und Yassin Idbihi (8 Punkte, 5 Rebounds) ab. Stärkste Akteure in Reihen von Treviso waren die Forwards Greg Brunner (15 Punkte, 8 Rebounds) und Devin Smith (15 & 7). Das Reboundverhältnis von 42:32 war über weite Strecken der Partie sogar noch deutlicher. Beide Teams trafen ungewöhnlich schlecht von der Linie: ALBA 11/18 (61%), Benetton 16/28 (57%).

Spielverlauf:

Derrick Allen machte in Sevilla gleich da weiter, wo er in der Bundesliga aufgehört hatte. Er zog in der ersten Minute drei Fouls und brachte sein Team mit einem Dreipunktspiel und zwei weiteren Freiwürfen 5:2 in Front. Doch nun fanden die Gastgeber besser ins Spiel und drehten den Spieß mit einem 7:0-Run, begünstigt durch viele Offensivrebounds (7 allein im ersten Viertel), zum 9:5 um. Hollis Price verkürzte per Dreier, doch ALBA geriet schon in Foulprobleme: Jenkins und Allen mussten mit je zwei Verwarnungen früh zurück auf die Bank. In der 6. Minute feierte Trevisos Neuzugang Skinner sein Debüt und erzielte mit zwei Freiwürfen gleich das 17:10 für die Italiener. McElroy und Femerling stemmten sich offensiv dagegen für ALBA, doch mit einigen zu leichten Punkten von Brunner und Skinner hielt Benetton die Berliner auf Distanz. Ein Jumper von Price bedeutete das 18:24 zum Ende des Viertels.

Tadija Dragicevic eröffnete den zweiten Abschnitt mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf und nach einigen guten Verteidigungssequenzen und Punkten durch Taylor, Schultze und Idbihi lag ALBA wieder mit 27:26 vorn. Julius Jenkins kehrte zurück aufs Parkett, beging aber direkt sein drittes Foul und musste sofort wieder Platz nehmen. Treviso zog über Smith und Toolson wieder etwas davon, auch wenn Lucca Staiger per Dreier verkürzen konnte. Nachdem auch Sven Schultze sein drittes Foul kassierte hatte, glitt den Albatrossen das Spiel wieder aus der Hand. Sie fingen sich einen 2:10-Lauf und lagen zwei Minuten vor der Pause mit 43:32 hinten. Auch Brettpunkte von Tadija Dragicevic konnten einen 35:45-Rückstand zur Halbzeit nicht mehr verhindern. Im Rebound hatten die Italiener ALBA komplett übertrumpft: Sie griffen sich 23 Abpraller (davon 12 Offensiv), ALBA insgesamt nur 13.

Zurück auf dem Parkett begann Derrick Allen wieder zu Wirbeln. Er erzielte sieben Zähler in Folge, hatte den Rückstand dadurch aber kaum reduziert (42:51), da Treviso offensiv immer eine Antwort fand. Nach einem Dreier von Peric in der 25. Minuten waren die Gastgeber wieder auf 56:44 davon. Nun zog auch ALBA viele Fouls, aber die anhaltende Reboundüberlegenheit von Treviso hielt den Vorsprung konstant. Nachdem Sven Schultze sein viertes Foul begangen hatte, verkürzten McElroy und Idbihi zwar jeweils per Fastbreak auf acht Punkte Rückstand, aber die Italiener blieben cool. Durch einen Treffer von der Dreierlinie von Gentile hatten sie ihr Polster zum Ende des Viertels sogar noch auf 13 Zähler erhöht (66:53).

Der starke Brunner brachte Treviso im Schlussabschnitt gleich wieder 70:57 in Führung, aber plötzlich nahm das Spiel eine kuriose Wendung. Beiden Teams wollte offensiv überhaupt nichts mehr gelingen, sie reihten Fehlwurf an Fehlwurf und bleiben minutenlang ohne Korberfolg. Die Zeit lief dabei allerdings für Treviso, so dass die Albatrosse dringend etwas unternehmen mussten. Begünstig durch zahlreiche verworfene Freiwürfe der Italiener waren die Berliner nach einem Dreier von Dragicevic zwei Minuten vor Schluss beim 64:70 sogar drauf und dran, die Partie doch noch zu kippen. Doch Routinier Devin Smith brachtn den Erfolg für Treviso mit seinem entscheidenden Dreier zum 74:64 schließlich doch in trockene Tücher. Da nun auch die Berliner an den Freiwurflinie patzen, wurde es in den Schlusssekunden nicht mal mehr spannend.

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Quelle: ALBA BERLIN
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