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"Am Ende hat die Konzentration gefehlt"

In Halbzeit Zwei schwinden die Kräfte – Maik Zirbes mit 16 Punkten und 8 Rebounds – Trierer Playoff-Traum noch nicht zu Ende – Saisonfinale am Samstag gegen Artland Dragons in der Arena.
Die ersten Minuten im schweren Auswärtsspiel gegen die New Yorker Phantoms aus Braunschweig gehörten dem Trierer Kapitän Dragan Dojcin: Nach einem 4:0 Auftakt für die Gastgeber war es Dojcin, der mit fünf Punkten in Folge die erste Führung (4:5) für die TBB heraus warf. Dru Joyce legte mit zwei Korblegern nach und Trier startete gut in die Partie (6:10). Point Guard Joyce führte seine Mannschaft im Stil eines Dirigenten und instruierte das Angriffspiel mit zwei starken Pässen auf Center Maik Zirbes, der Trier mit zwei Körben in Folge 10:14 in Front brachte. In einem munteren ersten Viertel ging es auf und ab. Kevin Hamilton punktete für Braunschweig mit einem schwierigen Dreier zum 16:14, aber Oskar Faßler konterte seinerseits mit einem Distanzwurf zum 16:17. Doch nach einem Dunking von Brandon Thomas und einem Tip-In von Kyle Visser stand es schon wieder 20:17 für die „Phantome“. Mit einem 22:21 ging es nach einem temporeichen ersten Viertel in die Pause.

Uros Duvnjak eröffnete das zweite Viertel mit einem Treffer und Braunschweig führte mit 24:21, doch Oskar Faßler verkürzte vor den Augen seines Vaters und Großvaters per Floater auf 24:23 und John Bynum eroberte die Führung zurück (24:25). Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer: Erneut Duvnjak versenkte einen Dreier zum 29:27. Es ging in dieser Phase hin und her, aber Trier ließ sich nicht abschütteln (31:29). Maik Zirbes schlug sich wacker gegen die große Braunschweiger Garde, blockte hinten den Korbleger, um vorne zwei Freiwürfe zu versenken (31:31). Mit einem wuchtigen Dunking legte Zirbes nach (31:33) und zwang Sebastian Machowski, seine Braunschweiger Schützlinge zur Auszeit zu rufen. Dru Joyce packte mit einem schönen Korbleger noch zwei Punkte obendrauf (31:35) und Jason Cain traf auf der Gegenseite nur einen seiner beiden Freiwürfe. Mit 35:35 ging es dann in die Halbzeit, nachdem Brandon Thomas noch einen Dreier für Braunschweig versenken konnte.

Braunschweig erwischte den besseren Start in die zweite Hälfte (39:35), Zirbes verkürzte, aber Hamilton konterte eiskalt zum 41:37. Henrik Rödl musste früh zur Auszeit rufen, um seine Mannschaft neu einzustellen. Braunschweigs Kapitän Nils Mittmann markierte mit seinem ersten Dreier die bis dato höchste Führung für die Phantoms (44:37). Dragan Dojcin verkürzte auf 44:40 und Maik Zirbes setzte mit einem weiteren Dunking ein Ausrufezeichen zum 46:42. Im dritten Viertel führten viele kleinliche Pfiffe hintereinander zu einer frühen Foulbelastung für die TBB. Dojcin und Zirbes waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit drei Fouls belastet. Dennoch blieben die Trierer konzentriert in der Partie, Joyce verkürzte an der Freiwurflinie auf 46:44. Der befreit aufspielende Oskar Faßler stellte mit einem beherzten Wurf den Ausgleich her (46:46). Im Anschluss spielte die TBB im eigenen Angriff zu undiszipliniert und Braunschweig zog zum Ende des dritten Viertels wieder leicht davon (50:46).

LaMarr Greer setzte im letzten Viertel den Auftakt für Braunschweig mit einem Mitteldistanzwurf (52:46) und schon nach etwas mehr als zwei Minuten rief Henrik Rödl seine Jungs zur Auszeit. Kurz darauf der Schock für Trier: Der erst kürzlich wieder von einer Sprunggelenksverletzung genesene Philip Zwiener humpelte auf die Bank und musste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht von Betreuer Axel „Aggy“ Mock behandeln lassen. Braunschweig zog auf acht Punkte davon, aber Bynum und Joyce konterten nervenstark zum 54:50. Doch LaMarr Greer sorgte mit einem Dreier für lange Gesichter auf der Trierer Bank, bevor Center Kyle Visser mit zwei Freiwürfen zum 59:50 nachlegte. Viereinhalb Minuten vor der Schlusssirene schien das Spiel fest in Braunschweiger Hand. Barry Stewart holte sich mit zwei erfolgreichen Freiwürfen im vierten Viertel seine ersten beiden Punkte (61:54), aber Braunschweig ließ sich in Person von Veteran Marcus Goree nicht beirren (63:54). Trier gelang im vierten Viertel nicht mehr viel, die New Yorker Phantoms brachten den Heimsieg, mit dem sie sich für die Playoffs qualifizierten, mit viel Routine und Nervenstärke an der Freiwurflinie nach Hause. Mit 72:58 siegten die New Yorker Phantoms gegen ausgepumpte Trierer, die bis zur letzten Sekunde alles gaben.

TBB Center Maik Zirbes: „In der zweiten Halbzeit hat heute die Konzentration gefehlt. Als Sportler will man immer gewinnen, deshalb ist es im Moment und nach einem solchen Spiel noch schwer, stolz auf die starke Saison zu sein, bevor sie ganz beendet ist. Im letzten Spiel gegen die Artland Dragons am kommenden Samstag geht es um alles, wir werden kämpfen bis zuletzt.“

TBB Co-Trainer Thomas Päch: „Braunschweig hat in der zweiten Halbzeit eine starke Verteidigung gespielt und wir haben die wenigen freien Würfe, die wir hatten, nicht getroffen. Das Ergebnis heute geht in Ordnung, Braunschweig war vorne wie hinten sehr aggressiv und hat sich durchgesetzt. Unser Playoff-Traum ist immer noch intakt. Falls Bremerhaven am nächsten Wochenende im Ulm verliert, Ludwigsburg gegen Frankfurt ebenfalls verliert, Göttingen gegen den MBC siegt und wir gegen die Artland Dragons gewinnen, dann sind wir in den Playoffs dabei.“

Stewart (2 Punkte), Joyce (15), Zwiener (2), Dojcin (8), Karamatskos (n.e.), Bynum (8), Picard (0), Clay (0), Zirbes (16)

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