FB Twitter Instagram YouTube Google+

"Bamberg ist das Nonplusultra" - Stephan Baeck in seiner Kolumne

Es wird viel über die großen B's der Beko BBL gesprochen: Bamberg, Berlin und die Bayern sind in aller Munde, doch es gibt auch andere Teams, die zurzeit sehr guten Basketball spielen. Die bisherigen Leistungen vom ...
1323261533/img_Stephan_Baeck.jpg... Tabellenzweiten ratiopharm ulm sind wirklich bemerkenswert. Thorsten Leibenath als neuer Trainer, zwei junge Aufbauspieler, die gut und mit viel Mut Regie führen, und ein Center, der unterm Korb aufräumt, scheinen ein gutes und erfolgreiches Gerüst zu bilden. Per Günther, Isiah Swann und John Bryant spielen bisher eine sehr ordentliche Saison und dazu noch extrem konstant.

image_1288779294890.png.

Die Ulmer sind keinesfalls nur eine Eintagsfliege, sondern zeigen über die gesamte Saison hinweg und - vor allem auch gegen gute Gegner - starke Leistungen. Dennoch wird die kommende Aufgabe gegen Oldenburg nicht leicht. Die Oldenburger verfügen über eine hochwertig besetzte Mannschaft mit zahlreichen Spielern, die jederzeit in der Lage sind, ihr Team entscheidend nach vorne zu bringen.

Ulm steht eine richtungweisende Partie bevor. Mit einem Sieg würden sie den Ruf der Überraschungsmannschaft wohl doch allmählich ablegen und bestätigen, dass sie zu Recht dort oben stehen. Insgesamt sind die Brose Baskets nach dem 11. Spieltag für mich aber immer noch das Nonplusultra. Sie spielen den stärksten, intensivsten und am besten strukturierten Basketball von allen. Jeder Spieler weiß genau, was er zu tun hat.

Auch wenn sie zuletzt einige bittere Niederlagen einstecken mussten, sind die Bamberger den anderen Mannschaften in der Beko BBL noch ein gutes Stück voraus. Dahinter hat sich inzwischen eine stattliche Anzahl von Verfolgern formiert. Berlin, Quakenbrück, Ulm und Bayern München haben sich stabilisiert und sind auf jeden Fall ernstzunehmende Gegner, wenn es am Ende um die Playoffs geht. Auch Oldenburg und Bonn, das gerade in der Anfangsphase überzeugen konnte, muss man da immer mit dazurechnen.

Schade finde ich, dass TBB Trier bisher nicht an die starken Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen kann. Allerdings ist es natürlich auch schwer, dieses überraschend gute Jahr mit jungem deutschen Trainer, jungen deutschen Spielern und einem toll funktionierenden Konzept nun zu bestätigen.

Auch Ludwigsburg hätte ich in dieser Saison mehr zugetraut. Gießen, Göttingen und Hagen kämpfen dagegen auch aus der eigenen Erwartungshaltung heraus von Beginn an gegen den Abstieg und haben kein anderes Ziel, als den Klassenerhalt.

Die negative Überraschung sind sicherlich die Frankfurter. Sie haben wirklich nur in Ansätzen erkennen lassen, dass die Mannschaft zu mehr in der Lage und eigentlich deutlich besser ist.

In diesem Sinne, NEXXT!

Stephan Baeck

Stephan Baeck, 46, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.
easyCredit Telekom TipBet Spalding Ranko Simba Dickie Group Kinder plus Sport