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"Bambergs Niveau müssen die anderen erst erreichen" - Stephan Baeck in seiner Kolumne

Der FC Bayern München hat in einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel seine Heimpremiere gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig gewonnen. Das Wichtigste am Münchner Heimsieg wird die Zeit sein, die man sich ...
1318405138/img_Stephan_Baeck.jpg... durch den Erfolg erspielt hat. Mit Geduld im Umfeld kann die Mannschaft sich zu einem großen Team der Beko BBL entwickeln, umso wichtiger, dass alle Beteiligten in Ruhe arbeiten können.

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Die Mannschaft ist noch nicht eingespielt und hat natürlich noch kein Offensiv-Feuerwerk abgebrannt. Erfolgreicher Basketball gelingt aber zunächst einmal über eine gute Leistung in der Defensive. Das weiß Dirk Bauermann – und das hat die EM bewiesen. Zeiten, in denen Teams nur über herausragende Offensive Meisterschaften gewonnen haben, sind lange vorbei.

Spanien, als herausragende Offensivmannschaft, hat den EM-Titel gegen ebenfalls starke Franzosen vor allem durch eine effiziente und druckvolle Defensive gewonnen.

Das hat im Finale gegen Frankreich den Ausschlag gegeben. Serge Ibaka hatte mit Defensivblocks die Franzosen zur Verzweiflung getrieben.

Es lohnt sich auch nicht wirklich darüber zu sprechen, ob Bayern München schon mit Meister Brose Baskets konkurrieren kann. Das ist viel zu früh. Bamberg ist als Mannschaft über zwei, drei Jahre zusammengewachsen. Das Team hat das Konzept von Coach Chris Fleming verinnerlicht. Es kommt aus einer starken Defensive und variiert in der Offensive das Tempo.

Die Bamberger spielen – wie ihr Kantersieg zum Auftakt gegen Göttingen zeigte – mit der Erfahrung und dem Selbstvertrauen eines zweimaligen Deutschen Meisters. Dieses Niveau müssen die anderen Teams erst erreichen. ALBA BERLIN hat mit ähnlichen Problemen wie der FC Bayern zu kämpfen. Sehr viel ist neu - DaShaun Wood als Spielmacher und Gordon Herbert als Trainer.

Leider ist das Team zum zweiten Mal gegen Charleroi in der Qualifikation zur Euroleague ausgeschieden, und die Statements der Spieler lassen den Schluss zu, dass das erneute Scheitern in der Qualifikation zur Euroleague sicherlich nicht einfach zu verdauen ist.

Zumal die Spieler wissen, gegen einen machbaren Gegner ausgeschieden zu sein. Vielleicht der Grund, auch das nicht einfache Auswärtsspiel in Bremerhaven verloren zu haben. ALBA befindet sich in einer schwierigen Situation, die es nun zu bewältigen gilt. Dennoch zähle ich ALBA zu den Top Vier der Beko BBL - neben Bamberg, Bayern und Oldenburg.

Oldenburg konnte im Medienrummel um Bamberg, ALBA und dem FC Bayern das Team mehr oder weniger unbeobachtet und ruhig entwickeln. Oldenburg setzt vor allem auf Kontinuität im Trainerteam. Sie haben bereits große Erfolge gefeiert – wie die Meisterschaft 2009 – haben wieder eine neue, starke Mannschaft formiert und mit Bobby Brown einen außergewöhnlichen Spieler verpflichtet.

Ich sehe dort sowohl in der Jugendarbeit als auch bei den Profis ein stringentes Konzept, an dem die Führung festhält. Für die Teams, die schlecht in die Saison gestartet sind, gibt es noch keinen Grund zur Panik. Die Saison ist noch lang. Und oft hilft es einer Mannschaft, am Anfang der Saison Rückschläge einzustecken, um daraus zu lernen.
Oft sind es die Teams, die am Anfang Probleme bewältigen konnten und die am Ende den erfolgreichsten Basketball spielen.

Bis dahin

Euer Stephan Baeck

Stephan Baeck, 45, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.

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