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"Freak City" außer Rand und Band - Bamberg sorgt gegen Panathinaikos Athen für Sensation

Wer Bamberg bisher noch nicht als Basketball-Hochburg kannte, tut dies spätestens seit diesem denkwürdigen Donnerstag. Vor einem weltweiten TV-Publikum besiegten die Oberfranken Titelverteidiger Panathinaikos Athen mit 79:76 (37:40) und sandten damit ein deutliches ...
1321565616/img_Marcus_Slaughter_Brose_Baskets.jpg... Lebenszeichen zum Ende der Euroleague-Hinrunde. Für Athen war es die zweite Niederlage in Serie.

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Diamantidis, Calathes, Sato, Smith und Batiste hießen die fünf Starter des Titelverteidigers vor ausverkauftem Haus mit einem ordentlichen „Grünstich“ auf der Nordseite, während Chris Fleming auf Roberts, Gavel, Jacobsen, Tucker und Slaughter setzte. Beiden Mannschaften fehlte zu Beginn die Präzision im Abschluss, bis schließlich nach 120 Sekunden Slaughter zweimal schneller war als die griechischen Aufbauspieler und Roberts für die ersten Punkte bediente.

Diamantidis glich zunächst aus, doch Tucker mit einem Drive vorbei am indisponierten Smith und Jacobsen per Dreier besorgten den 7:2-Zwischenstand. Athen verließ sich auf das hohe Pick and Roll mit seinen physisch starken Außenspielern, hatte bis zur TV-Auszeit nach fünf Minuten aber nur mäßigen Erfolg damit: Sowohl Diamantidis als auch Batiste bekamen ihren allzu energischen Einsatz im Angriff als Offensivfoul abgepfiffen. Jacobsen verpasste zwei gute Möglichkeiten, gegen die Zonenverteidigung von außen nachzulegen, so musste man durch die Punkte 3-7 von Nick Calathes den Ausgleich hinnehmen. Suput fügte sich mit fünf Zählern gut ein, für die Gäste übernahm der Athlet Sato die Verantwortung. Hin und her ging es nun, wobei Panathinaikos in Person von Smith das letzte Wort hatte und durch einen Dreier den ersten Abschnitt mit 16:19 enden ließen.

Suput bringt Bamberg zurück ins Spiel

1321565706/img_Casey_Jacobsen_Brose_Baskets.jpgDie größere Effizienz aus der Distanz führte zum leichten Ausschlag zugunsten der Griechen, dreimal hatte man nach Blocksituationen den Weg Richtung Korb eingeschlagen bzw. aus dem Post das Spiel gut gelesen und den freien Mann außen gefunden. Dieses Spiel setzte man erfolgreich auch zu Beginn der zweiten zehn Minuten fort, durch zwei Dreier erhöhte man auf 18:25 aus Bamberger Sicht. Pleiß' Offensivrebounds hielten die Franken im Spiel, die aber hinten kein Mittel fanden, Korberfolge des Gegners zu verhindern.

Nur vier Fouls in den ersten 15 Minuten unterstrichen die Zaghaftigkeit der viel zu braven Bamberger Abwehr. 22:31 hieß es, als Fleming per Auszeit eingriff, ein Dreier von Gavel, ein Ballgewinn und der nächste Dreier, diesmal von Suput, im direkten Anschluss ließen dann Obradovic umgehend zum selben Mittel greifen. Der Weckruf erreichte das Team offenbar, mit zwei Körben am Stück verschaffte man sich umgehend wieder Luft. Bamberg jedoch hatte in Suput gegen den Ex-Oldenburger Smith „sein“ Matchup gefunden, fünf weitere Punkte des Serben zum 33:35 mobilisierte die Massen wieder. Diamantidis antwortete in Weltklassemanier, Roberts und Pleiß verkürzten auf 37:38, doch nun war es Calathes, der unbeeindruckt vollstreckte. Das 37:40 war gleichzeitig der Halbzeitstand.

Wie die erste begann auch die zweite Hälfte mit Fehlwürfen auf beiden Seiten, dann aber Schlug der berühmte Alley-Hoop-Spielzug der Bamberger an, Slaughter hämmerte die Kugel durch die Reuse, Gavel besorgte wenig später die Führung und Tucker setzte mit dem 43:40 noch einen drauf. Natürlich war nun Diamantidis derjenige, der das Schiff wieder auf Kurs bringen sollte. Zwei Punkte erzielte er selbst, drei bereitete er vor, doch umgehend glich Roberts das Spiel wieder aus. Jacobsen, von außen glücklos, nahm Ball und Herz in beide Hände für einen erfolgreichen Drive zum 47:45. Mit deutlich härteren Bandagen ging man nun unter dem Korb zur Sache, bot dem Favoriten in dieser Phase hervorragend Paroli.

Jenkins dreht nach der Pause auf

1321570839/img_Anthony_Leon_Tucker_Brose_Baskets.jpgSuput verpasste die Chance, die Führung auszubauen, prompt holte Athen sie sich durch ein Dreipunktspiel zurück. 6:0 Teamfouls bis zur achten Minute des Viertels brachten Panathinaikos immer wieder an die Freiwurflinie, zudem ließ man Kaimakoglou an seiner Lieblingsposition am höchsten Punkt der Dreierlinie sträflich weit offen stehen, so dass es in der 29. Minute wieder 53:59 hieß. Fleming nahm die Auszeit, Jacobsen den Dreier – und der saß für den wichtigen Anschluss. Jenkins punktete artistisch zum 58:59 und mit dem Buzzer legte Suput seelenruhig zum 60:59 ab, nachdem man vorher den Ball stibitzt hatte. Slaughter fügte einen weiteren Punkt auf dem Scoreboard hinzu, die Hellenen hingegen wirkten in ihren Angriffsaktionen in dieser Phase nicht mehr ganz so abgeklärt wie noch zu Beginn. Suput erhöhte per Hakenwurf und Gavels Dreier zum 66:59 nach 32 Minuten ließ die Arena beben. Natürlich Diamantidis setzte den Konter, wenn auch mit viel Glück trudelte sein Distanzwurf noch irgendwie in den Korb. Zuvor hatte Suput sein viertes Foul begangen, Slaughter stellte mit sicheren Freiwürfen aber zunächst – fast – den alten Abstand wieder her.

Jenkins versenkte einen Dreier, vergab anschließend aber einen Korbleger im Fastbreak, woraufhin die Gäste den Anschluss zum 71:66 herstellten. Noch 4:39 Minuten waren zu spielen, als die Brose Baskets bei diesem Spielstand den Ball nach einer Athener Auszeit zum Einwurf erhielten. Jenkins lieferte erneut ab, Vougioukas vergab zwei Freiwürfe, doch der seit vergangenen Freitag zweifache Vater wollte zuviel und traf im nächsten Angriff nur den Ring.

3:30 Minuten verblieben beim Stand von 73:66, Diamantidis kam zurück, um die Kastanien noch aus dem Feuer zu holen und wie mit Ansage traf der Guard in seiner unnachahmlichen Linkshänder-Technik von „downtown“. Bamberg brachte Pleiß an die Linie, der nur einmal traf, Sato verkürzte auf 74:72, Calathes' Korbleger zum möglichen Ausgleich rollte glücklicherweise aber wieder vom Ring. Bei 77 Sekunden Restzeit ging Suput an die Freiwurflinie und machte beide, Athen fasste im Gegenzug erfolgreich nach, Jacobsen verpasste, Diamantidis aber auch. Bei 22 Sekunden Restzeit war es nun an Roberts, der lange gesessen hatte, zumindest aber einen Freiwurf zum 77:74 einlochte.

Bamberg beweist Nervenstärke

1321565763/img_Anton_Gavel_Brose_Baskets.jpgAthen hatte nach eigener Auszeit nun den Ball in der Bamberger Hälfte und die Franken die Qual der Wahl, den Dreier per Foul zu verhindern oder auf die eigene Abwehr zu setzen. Zwei Athener Dreier trafen ihr Ziel nicht, zum Ärger von Kapitän Diamantidis versenkte Vougioukas den Ball dann von innerhalb der Zone bei nur noch 1,5 Sekunden. Fleming nahm eine Auszeit, den Ball irgendwie ins Spiel zu bringen, um die Uhr zu starten, war nun die Devise. Jacobsen brachte ihn zu Jenkins, der traf beide und damit war die Messe gelesen.

Die weiteren Spiele:

KK Zagreb - Zalgiris Kaunas 80:78
ZSKA Moskau - Unicaja Malaga 77:66

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Quelle: COURT-VISION.de für Brose Baskets

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