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(Freiwurf-)Krimi in Tübingen verloren

(Freiwurf-)Krimi in Tübingen verloren

Am elften Spieltag der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn mit 72:74 (19:15, 14:18, 19:21, 20:20) bei den WALTER Tigers Tübingen verloren. Die Mannschaft von Trainer Michael Koch musste sich in einem höchstspannenden Krimi, der erst in den letzten Sekunden an der Freiwurflinie entschieden wurde, geschlagen geben. Bester Spieler auf Seiten der Rheinländer war Jared Jordan mit 18 Punkten.
Nach dem freien Adventssonntag machen sich die Telekom Baskets bereits am kommenden Montag per Flieger auf den Weg nach Ankara. Dort spielt die Koch-Truppe am Dienstag (6.12.2011, 18:00 Uhr) in der FIBA EuroChallenge gegen Türk Telekom. Das Hinspiel im Telekom Dome gewannen die Rheinländer mit 87:80.

Auf fremdem Parkett fanden die Telekom Baskets, die nach wie vor auf Benas Veikalas (Muskelfaserriss) verzichten mussten, mit dem Hochball einen guten Rhythmus, der sich in Windeseile in strukturierten Offensivaktionen bemerkbar machte (0:7, 2. Minute). Die Gastgeber hingegen brauchten eine Weile, ehe sie Tritt fassten und dagegen hielten, Bonn aber hatte bereits Fahrt aufgenommen und setzte sich nach einem Dreier durch Fabian Thülig, einem Dunking von Tony Gaffney sowie einem Chris Ensminger-Korbleger zweistellig ab (4:14, 7. Minute). Tübingen, dank drei Siegen aus den letzten vier Bundesligaspielen mit viel Selbstvertrauen auftretend, ließ sich von dem Rückstand wenig beeindrucken und arbeitete sich bis zur Viertelpause Zähler um Zähler heran (15:19, 10. Minute). Bonn behielt allerdings die Oberhand, setzte offensiv Akzente (18:25, 13. Minute), doch die Tigers krallten sich an den Baskets fest und hatten nach einen kurzen Lauf den Ausgleich auf der Hand (23:25, 15. Minute). Diesen realisierte Routinier Lou Campbell in den letzten 45 Sekunden der ersten Halbzeit mit zwei Dreiern und Folge, wodurch die Hausherren das Momentum mit in die Kabine nahmen (33:33, 20. Minute).

In der Tat behielt Tübingen den Schwung der letzten Sekunden des zweiten Abschnitts bei und kam mit einem 8:2-Lauf aus der Kabine (41:35, 24. Minute). Bonn hielt mit defensiver Note dagegen und eröffnete sich so die Möglichkeit, vorne geduldig die beste Option zu suchen und zu finden - was für den Ausgleich in diesem Fall Jared Jordan übernahm (49:49, 29. Minute). Wie schon vor der ersten Halbzeit war es abermals Campbell, der die Tübinger Halle kurz vor dem Viertelende mit einem Dreier in ein Tollhaus verwandelte und den Baskets damit einen schmerzhaften Stich versetzte (54:52, 30. Minute). Bonn steckte auch diesen emotional wichtigen Distanztreffer des US-Guards weg und ging durch einen Gaffney-Dunk in Führung, was Tigers-Coach Igor Perovic zu einer Auszeit zwang (56:58, 33. Minute). Es ging hin und her, wobei Tübingen ab Mitte des Viertels meist einen minimalen Vorsprung für sich beanspruchen konnte. Dank Dreiern von Simonas Serapinas und Jared Jordan blieben die Gäste jedoch stets auf Schlagdistanz (70:68, 39. Minute).

In der Schlussphase war es wiederholt Campbell, der am vorentscheidenden Spielzug beteiligt war. Der Tübinger Aufbau suchte nicht den eigenen Abschluss, sondern fand Pavelas Cukinas für den offenen Wurf (72:68, 40. Minute). Bonn blieben nur noch 21 Sekunden für ein Comeback, so dass taktisch gefoult werden musste, nachdem Tony Gaffney für den Anschluss gesorgt hatte (72:70). Die Baskets schickten Josh Young an die Linie, der dort nur einen Freiwurf verwerten konnte (73:70). Um den Gästen keine Chance auf einen Dreier zum Ausgleich zu geben, griffen die Hausherren ebenfalls zur taktischen Bremse - wobei bei acht Sekunden verbleibender Restspielzeit die Wahl auf Fabian Thülig fiel, der keine Nerven zeigte (73:72). Im Gegenzug foulte Bonn Vaughn Duggins, der nur den zweiten fälligen Freiwurf einnetzte (74:72), wodurch sich den Baskets mit sechs Sekunden auf der Uhr wieder zahlreiche Optionen eröffneten - die letzten Wurfversuche von Andrej Mangold und Tony Gaffney verfehlten jedoch ihr Ziel.

Für die WALTER Tigers avancierte Lou Campbell zum stillen Matchwinner. Der Point Guard versenkte drei wichtige Dreier, die seiner Mannschaft einen großen Schub gaben, und beendete die Partie mit elf Zählern sowie sechs Rebounds. Im Schnitt verteilte Campbell vor der Partie gegen Bonn 4,8 Assists pro Spiel, an diesem Abend sollte er nur eine einzige direkte Korbvorlage zustellen - den Pass auf Cukinas zum 72:68.

Michael Koch (Trainer Telekom Baskets Bonn):

„Unsere Verteidigung war über weite Strecken in Ordnung, wir haben auswärts nur 74 Punkte kassiert. Allerdings hatte Tübingen einige Putbacks und Fastbreaks, die uns letztlich natürlich weh getan haben. In der Phase, in der wir geführt haben, konnten wir nicht mit der nötigen Konsequenz nachsetzen. So bekam Tübingen die Möglichkeit, wieder ins Spiel zu kommen, das Publikum hinter sich zu bringen und die entscheidenden Aktionen zu setzen.“

Telekom Baskets Bonn:

Serapinas (11/1 Dreier), Ensminger (13, 9 Rebounds), Buljan (8), Mangold (6/1), Thülig (5/1), Jordan (18/1), Hain (0), Gaffney (11), Wohlfarth-Bottermann (dnp), Japes (dnp)

WALTER Tigers Tübingen:

Nash (13/1), Simon (4/1), Duggins (14), Vargas (dnp), Albus (dnp), Campbell (11/3), Redding (12), Young (6/1), Spoden (0), Cukinas (10), Hodzic (4)

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