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"Gelbe Wand" im Rücken

Mit dem schwer erkämpften 80:77-Auswärtssieg in Oldenburg haben sich die Basketballer von ALBA BERLIN im Playoff-Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft eine optimale Ausgangsposition erspielt. Dem Team von Trainer Muli Katzurin fehlt jetzt nur noch ein Sieg ...
... zum Einzug ins Halbfinale, den ALBA natürlich am liebsten gleich im dritten Spiel perfekt machen würde.

Das findet am Samstag (7. Mai, Achtung: geänderte Anfangszeit 18:30 Uhr) in der Berliner O2 World statt, wo den Albatrossen vor einer Woche mit den eigenen Fans im Rücken im ersten Spiel der Serie (95:68) einiges besser gelang als am Mittwoch in Oldenburg. Die o2 World soll auch diesen Samstag wie im ersten Spiel zur „gelben Wand“ werden, was der Club und seine Partner unter dem Motto „Zeigt Gelb!“ mit vielen Aktionen unterstützen: Die ALBA Group verteilt wieder ihre jetzt schon kultigen gelben Pappbrillen, die AOK-Nordost verschenkt erneut gelbe T-Shirts, HDI-Gerling wird gelbe Klatschpappen auslegen und es werden wieder Extra-Eingänge für in gelb gekleidte Zuschauer geöffnet.

Am Mittwoch trieben die EWE Baskets ALBA mit einer im Vergleich zum Hinspiel viel aggressiveren Verteidigung an den Rand einer Niederlage. Allein die Berliner Dreier-Statistik spricht Bände: Trafen die Albatrosse im Heimspiel gegen Oldenburg neun von zwölf Dreierversuchen (75 Prozent), waren es in Oldenburg nur 3/12 (25 Prozent). Auch die Zahl der Ballverluste veränderte sich signifikant: Unterlief ALBA in Spiel eins in der überragenden ersten Halbzeit kein einziger Ballverluste (am Ende waren es 12), standen am Mittwoch schon zur Pause elf auf dem Statistikbogen (am Ende 22).

„Wir haben nicht gut gespielt, haben aber am Ende in der entscheidenden Schlussphase Charakter gezeigt“, reüsümierte Muli Katzurin nach dem Spiel sichtlich erleichtert. Dabei dürfte den ALBA-Trainer besonders gefreut haben, dass sein Team den Sieg vor allem mit herausragender Reboundarbeit aus dem Feuer riss. In der Punktrunde belegte ALBA noch den letzten Platz der Bundesliga-Reboundstatistik. In Oldenburg sammelten die Albatrosse indes mit 43 Rebounds (zweitbeste Saisonleistung) fast doppelt soviele Abpraller ein wie die Gastgeber (23).

Diese Intensität gilt es nun auch am Samstag in Spiel drei in die Waagschale zu werfen, denn der letzte Schritt ins Halbfinale ist alles andere als ein Selbstläufer. ALBA muss sich auf einen Gegner einstellen, der sich nicht nur mit aller Macht gegen das drohende Aus stemmen wird, sondern der auch genug individuelle Qualität zu einem Duell auf Augenhöhe mitbringt und zudem am Mittwoch gesehen hat, wie erfolgreich man das bündeln kann.

Neben dem schon im Hinspiel überragenden Litauer Mindaugas Lukauskis lieferte sich vor allem der defensivstarke Serbe Oliver Stevic packende Duelle mit seinen ALBA-Kontrahenten auf der Position vier. Wie schon über die gesamte Saison stellten die Oldenburger auch erneut ihre große Gefährlichkeit aus der Dreierdistanz unter Beweis.

„Zu glauben, wir stünden jetzt schon mit einem Bein im Halbfinale, wäre wahrscheinlich der beste Weg, den Einzug in die nächste Runde noch zu verspielen“ wehrt ALBA-Spielmacher Heiko Schaffartzik, der schon in der letzten Saison zusammen mit Yassin Idbihi (damals noch mit Braunschweig) die Oldenburger im Viertelfinale bezwungen hat, deshalb alle von außen ans Team getragene vorschnelle Euphorie ab: „Das wird noch ein ganz schwerer letzter Schritt.“

ALBA hat zudem die letzte Playoff-Serie, in der man 2:0 führte, nicht vergessen: Das war vor drei Jahren im Halbfinale 2008 und der Gegner hieß – Zufall oder nicht – EWE Baskets Oldenburg. ALBA hatte das erste Spiel – damals noch in der Max-Schmeling-Halle - relativ sicher 89:75 gewonnen und die Führung in der Serie best-of-5 mit einem 79:65 in Oldenburg auf 2:0 erhöht. Spiel drei in Berlin schien nur noch eine Formsache zu sein – war es aber nicht, denn die Oldenburger um den damals wie heute nur selten vom Parkett weichenden Rickey Paulding erzwangen mit einem 79:73-Auswärtssieg ein viertes Spiel in Oldenburg. Das gewann ALBA zwar 82:78, aber einen solchen Kraftakt will man sich in der Neuauflage natürlich möglichst ersparen.
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