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"Ich bin begeistert"

Wir haben ein absolut hochklassiges Endspiel gesehen. Was kann man sich nach einer für viele Teams turbulenten Saison Besseres wünschen, als dass sowohl das Halbfinale als auch das Finale über fünf Spiele gehen und die ...
1308731357/img_Stephan_Baeck.jpg... Meisterschaft erst zehn Sekunden vor Schluss entschieden ist?

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Wahnsinnig wichtige Körbe, krachende Dunkings, Verteidigung und Energie auf allerhöchstem Level und wunderbare Spielzüge. Ich bin begeistert!

Den Ausschlag für Bamberg hat letztlich die große Willensstärke gegeben. Dazu kam das Vertrauen in die eigene Stärke: Das Team wusste, dass es über die gesamte Saison konstant auf allerhöchstem Level gespielt hat - sowohl in der BEKO BBL als auch in Europa. Die Erfahrung aus der Euroleague immer am oberen Limit spielen zu müssen um letztendlich zu bestehen hat für mich den Ausschlag gegeben

Die Brose Baskets konnten als verdienter Meister die Saison beschließen, ich zolle für diese Spielzeit meinen allergrößten Respekt.

Blickt man auf die Saison zurück, fand ich auch bemerkenswert, was ALBA Berlin geleistet hat. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben sie den Turnaround geschafft. Mit einem neuen System und neuen Spielern haben sie viel aus der Mannschaft herausgeholt - man sieht, dass wieder eine Mannschaft mit Herz in Berlin heranwächst. Das Erreichen des fünften Finalspiels war trotz der knappen Niederlage ein großer Erfolg.

Auch die Mannschaft aus Artland ist ein Top der Saison. Im Halbfinale haben sie bravourös - trotz arger Verletzungsprobleme auf der so wichtigen Guardposition - gegen Bamberg gekämpft und das fünfte Spiel erzwungen, das hat mich schwer beeindruckt.

Im Finale ist Kyle Hynes der absolut verdiente MVP. Ich habe selten einen so explosiven Spieler gesehen. Es macht unglaublichen Spaß, ihm zuzuschauen - er begeistert die Zuschauer und ist immens effektiv. Auch vor John Goldsberry ziehe ich meinen Hut. Trotz dieser Verletzung zurückzukommen und dann so aufzutrumpfen - fantastisch. Das war der pure Wille, das hat man am Ende gesehen. Er wollte diesen Schuss treffen, der seiner Mannschaft den Sieg und die Meisterschaft bringt.

Insgesamt können alle Teams sehr zufrieden mit der Saison sein. Der Zuschauerrekord ist natürlich eine tolle Sache und ich sehe nicht, warum es nicht so weiter gehen sollte. Die Mannschaften begeistern ihre Fans zuhause. Dem Gedanken, wie man Basketball in Deutschland attraktiv präsentieren kann, kommt man schon sehr nahe. Das begeistert die Zuschauer in den Hallen und muss letztendlich auch für steigende Einschaltquoten sorgen. Um den nächsten Schritt zu gehen muss Basketball im TV kontinuierlich stattfinden!

Ein Thema, das die Basketballfans im Moment natürlich beschäftigt, ist Dirk Nowitzki und die EM. Kommt er oder kommt er nicht - das weiß nur er allein! Ich würde mich riesig freuen, wenn Dirk diese Euphorie, diesen großartigen Erfolg mit nach Deutschland bringen würde. Das hätte für den deutschen Basketball eine wahnsinnig große Bedeutung.

Aber auf der anderen Seite kann es ihm natürlich niemand verübeln, wenn er eine längere Pause braucht. Meine Hoffnung ist, dass er es sich durch den anstehenden Lockout und die längere NBA-Pause vielleicht doch noch überlegt - aber es ist am Ende seine Entscheidung ( Bericht: "Bei Dirk muss man nicht betteln").

Apropos Lockout: Klubs wie Alba Berlin, Brose Bamberg oder der FC Bayern München schmeißen natürlich jetzt ihre Hüte in den Ring. Die großen ambitionierten Klubs wollen zeigen, das sie bereit sind einen Spieler wie Dirk mit großer Professionalität aufzunehmen und zu nutzen.

Ich glaube aber nicht dass Dirk das zu diesem Zeitpunkt in Betracht zieht. Doch wer weiß? Die Zeit wird auch hier zeigen, was kommt.

Euer

Stephan Baeck

Stephan Baeck, 45, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.

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