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"Ich sehe keinen richtigen Vierer bei Bayern" - Stephan Baeck in seiner Kolumne

Die lang erwartete Rückkehr des FC Bayern in die Beko BBL liegt hinter uns. Die Partie in Bonn war ein sehr gutes Spiel, eine sehr intensiv geführte Partie beider Teams. Man konnte aber am Ende auch sehen, dass beide Teams ...
1317731649/img_Stephan_Baeck.jpg... noch am Anfang der Saison stehen und holprig ihre Systeme ausführen - Bonn das glücklichere Ende. Aber man sieht auch, dass Bayern Qualität hat, die sich aber noch finden muss.

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Auf der Center-Position müssen die Bayern reagieren, aber nicht schnell, sondern überlegt, wenn man bedenkt wie lange die Saison noch dauert.

Sie haben ja auch immer betont, dass sie die Position nicht mit irgendjemandem besetzen wollen, sondern mit jemandem der reinpasst.

Für mich war der abgewanderte Sharrod Ford ohnehin kein reiner Center, ich sehe ihn eher auf der Position vier. Zusammen mit Boumtje-Boumtje hätten die beiden dann die Positionen vier und fünf gemeinsam ausfüllen sollen.

Ich denke, die Bayern suchen eher jemanden, der variabel auf der Position vier spielen kann. Nadjfeji ist ein Spieler der eher auf der Fünf angesiedelt ist, aber eben keinen Wurf von außen hat. Ich sehe derzeit keinen richtigen Vierer, keinen Power Forward im Team - außer vielleicht Jan Jagla, der momentan aber mit sich selbst zu kämpfen hat.

Meiner Meinung nach müssen die Bayern einen Spieler wie Ford suchen, der das Spiel bereichert und die Verantwortung auch im Angriff übernehmen kann. Es gibt Spieler dieser Sorte auf dem Markt und ich denke, dass die Bayern zügig jemanden finden können und auch werden.

Nichtsdestotrotz sind die Bayern auch so eine gute Mannschaft, die so ein Spiel wie gegen Bonn aber auch verlieren kann. Es war ja auch knapp, kein Desaster oder Enttäuschung. Jeder ist top motiviert gegen diese Mannschaft zu spielen und dann kann es eben auch mal passieren, dass man am Ende den Kürzeren zieht.

ALBA Berlin hat mit der verpasste Euroleague-Qualifikation schon vor dem ersten Ligaspiel die erste Enttäuschung erlebt. Schade, denn ALBA ist auch international sehr gut aufgestellt. Aber leider haben sie es in den letzten Jahren nicht geschafft, ihre Qualität aufs europäische Parkett zu bringen.

Die Enttäuschung, dass es wieder nicht gereicht hat, darf jetzt nicht dazu führen, dass sie jetzt den Mut verlieren, sondern sie müssen jetzt im Eurocup zeigen, was sie können und sich dort bewähren. Und sich dann über die Liga direkt für die Euroleague qualifizieren - und das geht nur, wenn man in der Meisterschaft ganz oben steht.

Die Berliner werden auch in diesem Jahr zu den Teams gehören, die sich in der Beko BBL absetzen werden. Das können in dieser ausgeglichenen Liga, wo jeder jeden schlagen kann, nur zwei bis vier Teams: Bamberg, Berlin, Oldenburg - und die Bayern.

Euer

Stephan Baeck

Stephan Baeck, 45, erzielte in 133 Länderspielen 1210 Punkte für Deutschland und wurde 1993 in einem dramatischen Finale gegen Russland Europameister. Der Shooting Guard holte zudem drei Meistertitel mit Bayer 04 Leverkusen, zwei mit dem BSC Saturn Köln und einen mit ALBA Berlin. Mit den "Albatrossen" gewann er 1995 zudem den Korac-Cup. Von 2000 bis 2009 arbeitete Stephan Baeck als Geschäftsführer, Sportdirektor und Head Coach für das Kölner Bundesliga-Team und führte es zu drei Pokalsiegen und zum Meistertitel 2006.

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