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"Im Vergleich zu Bayern wird woanders gechillt" - Neuzugang Chevon Troutman im Interview

2,02 Meter. Für einen Normalsterblichen klingt das groß. Doch als Basketball-Center gehört man damit zur kleineren Kategorie. Dennoch hat Chevon Troutman dem FC Bayern München eine neue Qualität unter den Körben verliehen. Sein fulminantes Debüt in der Beko BBL ...
1319799095/img_Chevon_Troutman_FC_Bayern_Muenchen_2.jpg... mit 23 Punkten beim Kantersieg gegen Hagen weckte Hoffnungen.

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Das Auswärtsspiel in Oldenburg am Samstag (ab 20.05 Uhr live im TV auf SPORT1) wird allerdings zu einem echten Härtetest. Die hohe Erwartungshaltung im Umfeld des Aufsteigers kommt dem 29-jährigen US-Amerikaner gelegen.

"Ich will Siege sammeln und am Ende der Saison hoffentlich die Meisterschaft gewinnen", sagt der variable Big Man.

Bei SPORT1 spricht "Chevy" außerdem über den Abschied aus Italien, seine Rolle als Ford-Ersatz, Joakim Noah und die harten Trainingseinheiten in München.

Sie haben ein tolles Debüt für den FC Bayern hingelegt. Sind Sie zufrieden mit ihrem ersten Auftritt?
Chevon Troutman: "Es war schön bei meinem ersten Spiel in Deutschland, mit einem klaren Sieg zu starten. Ich hatte relativ viel Platz und konnte die Räume gut nutzen. Trotzdem gibt es immer etwas zu verbessern."

Am College bei den Pittsburgh Panthers, in Italien und in Frankreich haben Sie oft vor großen Kulissen gespielt. Wie gefällt Ihnen die Atmosphäre im Audi Dome?
Chevon Troutman: "Es war toll. Es war wieder eine neue Erfahrung für mich. Jeder Klub und jedes Land hat eine ganz spezielle Art und Fankultur."

Sie mussten lange warten bis die Spielberechtigung aus Italien eintraf. Wie sind Sie damit umgegangen?
Chevon Troutman: "Ich wollte einfach positiv bleiben. Im schlimmsten Fall hätte ich gar nicht spielen dürfen. Mir blieb nur die Hoffnung auf eine schnelle Einigung. Also habe ich versucht, jeden Tag im Training eine positive Einstellung an den Tag zu legen."

Warum haben Sie Sidigas Avellino überhaupt verlassen? Es gab Spekulationen, dass der Klub in Finanzproblemen steckt.
Chevon Troutman: "Ich bin gegangen, weil ich eine Veränderung brauchte. In Avellino lief zuletzt nicht alles nach Plan. Deshalb suchte ich einen stabileren Klub."

Wie erklären Sie sich dann die lange verweigerte Freigabe? Gab es Probleme zwischen Ihnen und dem Verein?
Chevon Troutman: "Nein, Probleme gab es eigentlich nicht. Warum es so lang gedauert hat, weiß ich nicht. Ich hatte in meinem Vertrag eine Ausstiegsklausel. Wenn bestimmte Zusagen nicht eingehalten würden, könnte ich wechseln. Da kam das Angebot aus München, und ich habe die Chance wahrgenommen."

1319799165/img_Chevon_Troutman_FC_Bayern_Muenchen_1.jpgDer FC Bayern verpflichtete Sie, weil Sharrod Ford das Team vor Saisonbeginn aus persönlichen Gründen verlassen hatte. Sind Sie vielleicht sogar die bessere Option, Sie kennen Ford ja aus Italien?
Chevon Troutman: "Ich würde nicht sagen, dass ich die bessere Option bin. Wir sind verschiedene Spielertypen. Es wäre besser, wenn wir hier zusammen spielen würden. Er ist ein starker Spieler. Er hatte seine Gründe zu gehen, ich hatte meine Gründe zu kommen."

Aufgrund Ihrer Frisur und des leidenschaftlichen Spiels wurden sie schon als Joakim Noah der Beko BBL bezeichnet. Ehrt Sie dieser Vergleich mit dem französischen Star der Chicago Bulls?
Chevon Troutman: "Das ist interessant. Joakim und ich sind zwei völlig verschiedene Spieler. Er ist ein klassischer Center. Ich bin ein variabler Big Man und kann auch Power Forward spielen."

Sie werden mit 2,02 Meter manchmal als etwas zu klein für die Centerposition bezeichnet. Wie kompensieren Sie diesen Nachteil?
Chevon Troutman: "Ich bin auf dem Feld viel unterwegs und lebe von meiner Schnelligkeit und Dynamik. Diese Fähigkeiten habe ich über die Jahre verfeinert. So kann ich mich durchsetzen."

Wie haben Sie ihre neuen Teamkollegen aufgenommen? Haben Sie schon etwas von München sehen können?
Chevon Troutman: "Die Spieler und der Trainerstab sind ziemlich cool. Von der Stadt habe ich noch nicht so viel gesehen. Momentan füllt das Training meinen Tag aus, das wird sich aber ändern, wenn ich mich eingelebt habe."

Sie haben viel internationale Erfahrung. Können Sie das Niveau in Deutschland mit den Ligen vergleichen, in denen Sie bisher unterwegs waren?
Chevon Troutman: "Ich kann definitiv die Trainingseinheiten vergleichen. Hier ist alles sehr organisiert und intensiv. Du musst hier jeden Tag deine Topleistung bringen. Im Vergleich zu Bayern wird woanders mehr gechillt. Mir gefällt, dass hier immer hart gearbeitet wird."

Welche Ziele haben Sie mit dem FC Bayern?
Chevon Troutman: "Meine Ziele decken sich mit den Zielen des Klubs. Ich will Siege sammeln und am Ende der Saison hoffentlich eine Meisterschaft gewinnen."

1319799406/img_Chevon_Troutman_FC_Bayern_Muenchen_4.jpgKannten Sie den Klub und das besondere Prestige der Fußball-Abteilung vor ihrem Wechsel?
Chevon Troutman: "Ich habe viele Fußballspiele und Zusammenfassungen der Bayern im TV gesehen. Ich wusste, dass es ein Basketball-Team gibt, aber mit der Geschichte kenne ich mich natürlich nicht aus."

Planen Sie ein Spiel in der Allianz Arena zu besuchen?
Chevon Troutman: "Ja, das hoffe ich. Das wäre ein tolles Erlebnis. Ich habe gehört, dass es bei den Fußballern einige Jungs gibt, die gern auf dem Basketball-Court unterwegs sind."

Sie haben ein Tattoo mit dem Text "only the strongest survive" ("Nur die Stärksten überleben", Anm. der Red.). Wieso haben Sie sich gerade für diesen Spruch entschieden?
Chevon Troutman: "Ich dachte als Teenager, es wäre ein cooler Slogan. Einige meiner Freunde hatten das damals auch. Es hat mir geholfen, harte Zeiten durchzustehen. Das hat mich immer motiviert."

Am Samstag wartet auf Sie ein schweres Auswärtsspiel bei den EWE Baskets Oldenburg. Wie gehen Sie in dieses Spiel?
Chevon Troutman: "Wir haben über den Gegner gesprochen. Sie sind zu Hause sicher ein unangenehmer Gegner. Wir konzentrieren uns aber ausschließlich auf uns. Es liegt an uns, aufs Feld zu gehen und zu siegen."

Sollte der NBA-Lockout weiter andauernden, würden Sie es begrüßen, wenn noch ein Star käme? Gibt es einen Spieler, mit dem Sie gern einmal zusammenspielen würden?
Chevon Troutman: "Einen Favoriten habe ich eigentlich nicht. Jeder Spieler aus der NBA wäre willkommen. Wenn ein solcher Spieler uns hilft, zu gewinnen, dann wäre das umso besser."

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